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Neue Schiefer müssen her

Riesa. Hirschstein: Immer wieder fallen einzelne Schiefer von den Dächern der Boritzer Kirche und des Turmes. Für die Reparatur hofft die Gemeinde auch auf Fördermittel des Bundes.

Eindrucksvoll und mit vor Begeisterung flammenden Worten stellte Pfarrerin Dr. Christiane Fischer die Kirche in Boritz in den vergangenen Tagen einem besonderem Besucher vor. Der ehemalige Bundesminister Dr. Thomas de Maiziere war in seinem Wahlkreis unterwegs und wollte sich vor Ort selbst davon überzeugen, dass die erwünschten Fördermittel für das Kirchendach und den Turm wirklich benötigt werden. Die fehlenden Dachschiefer sprachen für sich und waren auch dem Politiker nicht entgangen, dennoch wünschte er sich ein anschauliches Argument, warum Boritz wichtiger als jede andere Gemeinde im Bundesgebiet sei? Ein unschlagbares Argument ist das Alter des Kirchenstandortes in Boritz. »Seit fast 1.000 Jahren gibt es in Boritz am Dorfrand und der Elbe zugewandt ein Gotteshaus«, erklärt eine Boritzerin mit Blick auf den charakteristischen Turm der Kirche. Damit ist Boritz das älteste Dorf Sachsens!

Die jetzige Kirche wurde 1754/55 an Stelle der Vorgängerkirche errichtet. Durch beide Hochwasser 2002 und 2013 wurde das Gotteshaus überflutet und immer wieder hergerichtet. Jetzt hofft die Gemeinde auf Geld aus dem Förderprogramm des Bundes. Übrigens, das Besondere am Turm sind die beiden Figuren Petrus und Paulus, die aus französischem Muschelkalk gefertigt wurden.

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