Verena Farrar

Die Ersten im Landkreis Meißen

Riesa. Die Kindertagesstätte Bummi in Glaubitz hat eine 500 Euro-Starthilfe von der Barmer erhalten. Damit sollen die Jüngsten lernen, gesund zu kochen. Das Geld stammt aus der »Sarah Wiener-Stiftung«.

Kita-Leiterin Kathrin Bettker ist stolz auf ihre Mannschaft. Als erste und bisher einzige Kindereinrichtung im Landkreis haben die Glaubitzer den Zuschlag von der »Sarah Wiener-Stiftung« bekommen. Mit der Förderung von 500 Euro sollen Ernährungskurse ermöglicht werden, damit die Kinder gesünder aufwachsen. »Immer weniger Kinder lernen von Hause aus, wie sie sich gesund und ausgewogen ernähren. Wir möchten Kitas und Grundschulen mit unserer Initiative: Ich kann kochen! ermuntern, selbst aktiv zu werden. Es geht darum, mit den Mädchen und Jungen zu kochen und dabei Ernährungswissen und Küchentechniken ganz praktisch zu vermitteln. Unser Ziel ist es, dauerhaft etwas zu verändern«, sagt Matthias Fuchs, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Riesa. Zum Start des Projektes hat die Glaubitzer Erzieherin Ilona Thomaschke an einem Seminar teilgenommen und sich damit den Titel »Genussbotschafterin« erarbeitet.

Für Gesundes begeistern

Ich kann kochen! Ist die größte bundesweite Initiative für praktische Ernährungsbildung von Kita- und Grundschulkindern. Sie wird gemeinsam von der Barmer und der »Sarah Wiener-Stiftung« umgesetzt. Dafür werden pädagogische Fach- und Lehrkräfte qualifiziert, um mit Kindern in ihren Einrichtungen zu kochen.

Ziel der Verhältnisprävention ist es, Kinder frühestmöglich für eine vielseitige Ernährung zu begeistern. Das gemeinsame Kochen vermittelt Ernährungswissen und fördert wirkungsvoll die Gesundheit der Kinder. Mit der Anschubförderung von sollen die Inhalte von Ich kann kochen! nachhaltig in den Einrichtungen etabliert werden. Schulen und Kitas mit ausgebildeten Genussbotschaftern können einmalig bis zu 500 Euro pro Einrichtung beantragen. Voraussetzung ist, dass ein Mitarbeiter einer Einrichtung an einer Schulung zum Genussbotschafter teilnimmt und ein Projekt mit diesen Mitteln durchführt.

Alle Schulungen online unter www.ichkannkochen.de mitmachen.

In Glaubitz profitieren jetzt alle der 125 Kinder der Kita und des Hortes von dem Einsatz ihrer Erzieher. »In unserer Kinderküche kochen wir regelmäßig und bereiten unter anderem Obstpausen vor«, erklärt Kita-Leiterin Kathrin Bettker. Die besten Bedingungen haben sie mit ihrem Garten und den angelegten Hochbeeten. 

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Hände weg von den jungen Wilden!

Görlitz. Es ist Frühsommer und das Telefon der Wildtierauffangstation im Görlitzer Tierpark steht nicht still. So wie jedes Jahr. Regelmäßig kommen Anfragen besorgter Tierfreunde zu vermeintlich hilfsbedürftigen Rehkitzen, Waschbären, Füchsen, Vögeln und Co. Über Anrufe freuen sich die Mitarbeiter, kann auf diese Weise doch aufklärt werden. Die Freude über kerngesunde Jungtiere, die aus Unwissenheit mitgenommen und in die Wildtierauffangstation gebracht werden, hält sich hingegen in Grenzen. Auch wenn ein Eingreifen des Menschen aus ethischer Sicht zwar verständlich ist, ist es oft aber nicht zum Besten des Tieres. Die besten Betreuer für junge Wildtiere sind immer noch die eigenen Eltern. Aber wie erkennt Tierfreund, ob ein Jungtier tatsächlich in Not ist? Das ist in den allermeisten Fällen nämlich nicht der Fall. Elterntiere halten sich nicht rund um die Uhr bei ihren Jungen auf. Meist befinden sie sich jedoch in der näheren Umgebung. Nähert sich ein Mensch, trauen sie sich nicht zu ihrem Nachwuchs. Deshalb gilt für den Menschen in solchen Situationen: schnellstmöglich weg vom Fundort. Fühlen sich die Eltern ungestört, kehren sie nach kurzer Zeit zurück. Wer sichergehen möchte, dass es dem Jungtier tatsächlich gut geht, kann nach 24 Stunden nachschauen, ob es sich noch immer an derselben Stelle befindet. Fuchs- und Waschbärwelpen unternehmen übrigens schon relativ früh Ausflüge. Auch wenn sie sehr unbeholfen wirken, sie sind nicht verlassen, die Mutter sammelt sie wieder ein. Im Wald, auf der Wiese oder dem Feld liegt bewegungslos ein Rehkitz? Dann gilt auch hier: schnellstmöglich den Ort verlassen. Die Ricke wird zu ihrem Kitz zurückkommen, sobald der Mensch weg ist. Rehkitze sind sogenannte Ablieger, die bei Gefahr nicht weglaufen, sondern sich ducken und bewegungslos verharren, bis die Gefahr vorüber ist. Fieptöne sind kein Anzeichen für eine aktuelle Qual des Tieres, sondern der Hilferuf an das Muttertier, da sich das Kitz durch die Anwesenheit von Menschen bedroht fühlt.   Im Wald, Parks oder im Garten sitzen sie und fliegen nicht weg: junge Vögel die schon ihr Nest verlassen, bevor sie richtig fliegen können. Das ist ganz normal! Die Elternvögel füttern die auf dem Boden herumhüpfenden und bettelnden Jungen weiter.  Wer hier helfen möchte sollte Hunde und vor allem Katzen von den Jungvögeln fernhalten. Für diejenigen, die sich zu diesem Thema weiter informieren möchte hat das sächsische Staatsministerium ein umfassendes Faltblatt entwickelt. (https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11129)Es ist Frühsommer und das Telefon der Wildtierauffangstation im Görlitzer Tierpark steht nicht still. So wie jedes Jahr. Regelmäßig kommen Anfragen besorgter Tierfreunde zu vermeintlich hilfsbedürftigen Rehkitzen, Waschbären, Füchsen, Vögeln und Co.…

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