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Impfstart ohne Ansturm

Riesa. Lange Schlangen vor der Sachsenarena wird es aus zwei Gründen auch künftig nicht geben: Zum einen wird streng nach Terminanmeldung geimpft und zum anderen wird immer noch viel zu wenig Impfstoff nach Riesa geliefert.

Zum Auftakt der Impfungen gegen das Coronavirus in der Sachsenarena in Riesa waren im 5-Minuten-Takt Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten aus dem Landkreis Meißen eingeladen. Sie gehören gemeinsam mit den über 80-Jährigen, Rettungskräften sowie Menschen mit besonders gefährlichen Vorerkrankungen zur ersten Gruppe, denen ein Impftermin gewährt wird. Vor den versammelten Medienvertretern und Gesundheitsministerin Petra Köpping haben sie jeweils ihre erste Impfung erhalten. Eine weitere wird im vorgeschriebenen Abstand von 21 Tagen vor Ort folgen.

Im Auftrag des Freistaates Sachsen hat das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen (DRK) gemeinsam mit Partnern die Infrastruktur zur Durchführung der Corona-Impfungen unter Hochdruck vorbereitet (wir berichteten). In jedem Landkreis und jeder Kreisfreien Stadt gibt es nun eine geeignete Liegenschaft für die Durchführung der Impfungen und mindestens ein mobiles Impfteam, etwa für Bewohner von Pflegeeinrichtungen.

Im Landkreis Meißen mit dem Impfzentrum in der Riesaer Sachsenarena sei die aufgebaute Infrastruktur gut, was fehlt sei immer noch genügend Impfstoff zur Immunisierung. Dessen wurden auch die anwesende Ministerin,  der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Dr. med. Klaus Heckemann sowie der Vorsitzende des Vorstandes des DRK-Landesverbandes Sachsen, Rüdiger Unger nicht müde zu erwähnen. Denn damit bleibe die Impfquote im Bundesland mit der höchsten Inzidenz fast an geringsten.

Die mobilen Impfteams in den Pflegeeinrichtungen würden nicht selten ausgebremst, weil die Einwilligungen der Bewohner und Angestellten nicht vorlägen oder weil Einrichtungen kurzfristig wegen verordneter Quarantäne geschlossen werden müssen, berichtet ASB-Sprecherin Juliane Federowski.

Für viele ältere Bürger stellen derzeit die Online-Terminvergabe und weite Anfahrtswege ein unüberwindbares Problem dar. Denn nicht jeder ist mobil und so fit nach Riesa zu kommen, oder kennt sich mit der Computernutzung aus.

Sobald ausreichend Impfstoff für alle Impfwilligen da ist, soll es auch Außenstellen im Landkreis und eingesetzte Impfbusse geben, um auch die weniger mobilen Menschen zu gelangen, verspricht die Ministerin. Für die Buchung wird eine Telefonleitung geschalten.

Buchungsplattform und Telefon-Hotline

  • Die Einrichtung der Telefonhotline hat sich wegen techn. Probleme verzögert.

(Stand 13. Januar)

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Neues Abwasserpumpwerk für Airportpark

Hellerau/Wilschdorf. Die Stadtentwässerung Dresden GmbH hat nach zweijähriger Bauzeit ein neues Abwasserpumpwerk an der Radeburger Straße in Hellerau/Wilschdorf in Betrieb genommen. Dem offiziellen Start war ein 14tägiger erfolgreicher Probebetrieb vorausgegangen. Der Neubau war nötig geworden, da im Gewerbegebiet Airportpark an der A4 deutlich mehr Abwasser anfällt als bisher – insbesondere seit die neue Bosch Manufaktur ihre Halbleiterproduktion startete. Weitere Großeinleiter sind hier angesiedelt, so das Advanced Mask Technology Center, das Fraunhofer Center für Nanoelectronic und der Globus Baumarkt. Das alte Pumpwerk war den Wassermassen nicht mehr gewachsen. Es konnte 60 Liter Wasser je Sekunde in das Dresdner Kanalnetz überleiten, von wo es weiter zur Reinigung in die zentrale Kläranlage Dresden-Kaditz fließt. Die vier neuen Pumpen in dem acht Meter tiefen Keller des Neubaus (davon eine Reserve) könnten im Bedarfsfall mehr als das Doppelte fördern. Zusätzlich ist Platz für vier weitere Pumpen gleicher Bauart, sollten sich wie erhofft weitere Großbetriebe im Airportpark ansiedeln. Rund sechs Millionen Euro investierte das Dresdner Abwasserunternehmen in das Bauvorhaben. Und es geht weiter. "In den kommenden Monaten bauen wir eine neue Druckleitung nach Wilschdorf und ein modernes Schieberbauwerk an der Kreuzung Radeburger Straße/Wilschdorfer Landstraße. Langsam wird es eng im Kanalnetz auf der Neustädter Seite, im Gespräch ist daher eine neue Abwassertrasse vom Dresdner Norden zum Klärwerk Kaditz entlang der Autobahn A4", sagt Ralf Strothteicher, Technischer Geschäftsführer der Stadtentwässerung Dresden Die Stadtentwässerung Dresden GmbH hat nach zweijähriger Bauzeit ein neues Abwasserpumpwerk an der Radeburger Straße in Hellerau/Wilschdorf in Betrieb genommen. Dem offiziellen Start war ein 14tägiger erfolgreicher Probebetrieb vorausgegangen. Der…

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