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Mehr Touristen in Riesa

HGV zieht positive Bilanz des vergangenen Jahres

Die Entwicklungen des Handel-, Gewerbe- und Verkehrsverein Riesa (HGV) verlaufen weiter in positiven Bahnen. Mit dem Betrieb der Riesa-Information hat der Verein einen bedeutenden Einfluss in der Stadt.

Erst kürzlich wurde die erfolgreiche Zertifizierung als »Geprüfte Tourist-Info« durch den Deutschen Tourismusverband erreicht und das rote I verliehen. Der Erfolg lässt sich sogar in Zahlen messen: Nicht nur die Besuche in der Riesa-Info sind von 2016 (22000) auf 2017 (27000) gestiegen, auch in den Übernachtungszahlen (für Unterbringungsmöglichkeiten ab zehn Zimmern) zeigt sich dieser positive Trend deutlich. Haben 2016 ca. 38 000 Gäste in Riesa übernachtet, waren es 2017 bereits 42000 Besucher.

Auch der Ticketverkauf hat im vergangenen Jahr richtig Fahrt aufgenommen und ist um 5000 Karten gestiegen. »Außerdem haben wir vor einigen Monaten den kompletten Service der Mobilitätszentrale der Verkehrsgesellschaft Meißen übernommen. Das war eine echte Herausforderung und personell fordernd«, bestätigt die Leiterin der Info, Heike Kandel. Aber man habe viele neue Gäste im Treffpunkt an der Hauptstraße begrüßen dürfen.

Weitergeführt werden soll auch das Erfolgskonzept der Kloster- oder thematischen Stadtführungen. Gemeinsam mit dem Museumsverein oder mit Gunter Spieß bekommen so Riesaer und Touristen einen besonderen Einblick in die Riesaer Geschichte.

Personell hat sich in der Riesa-Info einiges geändert. Nach Weggang und Mutterschaftszeit wurden mit Doreen Gelbhaar und Yvonne Dreißig zwei neue Mitarbeiterinnen eingearbeitet. Der Verein hat seine Mitgliederzahl bei 32 stabilisiert. Auch wird der Verein an seinem stabilen Netzwerk von HGV, WIR e.V., Stadtbahnverein, FVG Riesa, Magnet GmbH und der Stadt Riesa weiterhin für die gute Entwicklung festhalten.

Online zu finden ist die Riesa-Information und damit der HGV seit Kurzem über die städtische Homepage: www.riesa.de

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Friedenslauf-Spenden gehen an Drudel 11

Ostritz. Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, Dr. Michael Schlitt, und der Mitorganisator des Friedenslaufes, Landrat a.D. Günter Vallentin (Ostritz), mit. Drudel 11 engagiert sich seit 25 Jahren als anerkannter Träger der Jugendhilfe. In zahlreichen Projekten – vom Jugendzentrum bis hin zur Ausstiegsberatung für Neonazis  – hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen Selbstkompetenz zu vermitteln und dabei Anreize zum Perspektivwechsel zu geben. Inzwischen kann das Team von Drudel 11 auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention zurückblicken. Sebastian Jende vom Verein Drudel 11 dazu: „Mit großer Freude hat unser Verein diese tolle Nachricht von der Spende erhalten. Ein besonderer Dank geht an alle Spender und Läufer und natürlich an das IBZ St. Marienthal als Veranstalter sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.“ Drudel 11 bietet Beratungen für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Zusammenhängen an. Gemeinsam mit den Ausstiegwilligen wird in der vertraulichen Einzelberatung der bisherige, zumeist von Gewalterfahrungen, Vorurteilen und Hassideologien geprägte Lebensweg reflektiert. Dabei werden gemeinsam neue Lebensperspektiven für die Ausstiegswilligen erarbeitet. Sebastian Jende dazu weiter: „Die Struktur der rechtsextremen Szene hat oft zur Folge, dass sich Ausstiegswillige in einem eng gesponnenen Netz gefangen fühlen. Vor allem der hohe soziale Druck aus der Szene, bis hin zu Drohungen und Verfolgung, führt bei Ausstiegswilligen oftmals zu einem Gefühl der Ohnmacht. Ist aber die Ausstiegsmotivation gegeben, dann setzt unsere Beratung genau an diesem Punkt an und hilft den Aussteigern einen Ausweg zu finden und sich neu zu orientieren.“ Der andere Teil der Spenden wurde für das „Ostritzer Friedensfest“ zur Verfügung gestellt. Der „Ostritzer Friedenslauf“ im Oktober war auch eine Reaktion auf den am gleichen Tag im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ stattgefundenen „Kampf der Nibelungen“. Zu dieser Kampfsportveranstaltung kamen zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene.Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende…

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