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Großer Tag für kleine Leute

Radebeul. Der Kindertag in Radebeul Kötzschenbroda fällt dieses Jahr (noch) eine Nummer größer aus als sonst. Die Kleinen kommen allerdings schon vor dem 1. Juni ganz groß raus.

Wenn die jüngste Stadt im Kreis den internationalen Kindertag ordentlich feiert, dann kann das nicht verkehrt sein. Genau genommen hat sie das in den letzten Jahren schon getan. Bei den Kindertagsfeten des Familienzentrums und der Kultur- und Werbegilde steppte ordentlich der Bär. »Der Kindertag hat das Zeug, sich zu einer festen Größe wie Weihnachten oder Ostern zu entwickeln«, ist Oberbürgermeister Bert Wendsche überzeugt. Er hat die Schirmherrschaft dafür gern übernommen.

Anlauf ab Pfingsten

Bereits ab dem Pfingstwochenende wird sich auf die Fete eingestimmt. »Die Händler in Kötzschenbroda gestalten ihre Schaufenster kindgerecht. Wir sind gespannt, was sie sich einfallen lassen«, sagt Nadine Wollrad vom Bürgertreff in Radebeul-West. Ausgestellt werden dabei auch die Einsendungen des Malwettbewerbs. Gefragt waren Bilder zum Thema »Pippi Langstrumpf«. Übrigens: Bis 30. Mai ist noch Zeit, das eigene Kunstwerk abzugeben (bei Janny´s Eis).   

Loopkunst und die Eierkuchen-Sache

Das Programm am 1. Juni startet gegen 14 Uhr und reicht von Kampfkunstvorführungen über Mitmachstraßentheater bis hin zum Kindersachen-Handmade-Flohmarkt. Im Apothekerpark dreht sich alles um Musik und Bewegung. So können die Besucher mit einem »Loopkünstler« einzelne Sounds zu einem Song zusammen bauen oder beim Trommel- bzw. Breakdance-Workshop mitmachen. Das Familienzentrum bietet u.a. die Gelegenheit, einen Eierkuchen in der Pfanne bis in den hoffentlich blauen Himmel zu schmettern. Auf dem Bahnhofsvorplatz werden die Jungs und Mädchen der Musikschule zeigen, was sie drauf haben. Straßenkünstler pendeln zwischen Mitmachstationen.

Stempel abholen!

Apropos: Wer mindestens zehn Stempelstationen im Kindertagsgebiet besucht, hat gute Chancen auf einen Preis. Hüpfburg, Ponnyreiten, Malstraße stehen auch auf dem Plan. Es dürfte also nicht langweilig werden. Das komplette Programm soll ab 25. Mai auf der Internetseite www.radebeul.de veröffentlicht werden. »Es ist kein Fest nur für West, sondern für die ganze Stadt und darüber hinaus«, so Wollrad. Der Eintritt ist natürlich frei! Die Geschäfte haben an dem Tag bis 20 Uhr geöffnet.

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Friedenslauf-Spenden gehen an Drudel 11

Ostritz. Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, Dr. Michael Schlitt, und der Mitorganisator des Friedenslaufes, Landrat a.D. Günter Vallentin (Ostritz), mit. Drudel 11 engagiert sich seit 25 Jahren als anerkannter Träger der Jugendhilfe. In zahlreichen Projekten – vom Jugendzentrum bis hin zur Ausstiegsberatung für Neonazis  – hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen Selbstkompetenz zu vermitteln und dabei Anreize zum Perspektivwechsel zu geben. Inzwischen kann das Team von Drudel 11 auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention zurückblicken. Sebastian Jende vom Verein Drudel 11 dazu: „Mit großer Freude hat unser Verein diese tolle Nachricht von der Spende erhalten. Ein besonderer Dank geht an alle Spender und Läufer und natürlich an das IBZ St. Marienthal als Veranstalter sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.“ Drudel 11 bietet Beratungen für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Zusammenhängen an. Gemeinsam mit den Ausstiegwilligen wird in der vertraulichen Einzelberatung der bisherige, zumeist von Gewalterfahrungen, Vorurteilen und Hassideologien geprägte Lebensweg reflektiert. Dabei werden gemeinsam neue Lebensperspektiven für die Ausstiegswilligen erarbeitet. Sebastian Jende dazu weiter: „Die Struktur der rechtsextremen Szene hat oft zur Folge, dass sich Ausstiegswillige in einem eng gesponnenen Netz gefangen fühlen. Vor allem der hohe soziale Druck aus der Szene, bis hin zu Drohungen und Verfolgung, führt bei Ausstiegswilligen oftmals zu einem Gefühl der Ohnmacht. Ist aber die Ausstiegsmotivation gegeben, dann setzt unsere Beratung genau an diesem Punkt an und hilft den Aussteigern einen Ausweg zu finden und sich neu zu orientieren.“ Der andere Teil der Spenden wurde für das „Ostritzer Friedensfest“ zur Verfügung gestellt. Der „Ostritzer Friedenslauf“ im Oktober war auch eine Reaktion auf den am gleichen Tag im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ stattgefundenen „Kampf der Nibelungen“. Zu dieser Kampfsportveranstaltung kamen zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene.Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende…

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