Carola Pönisch

Bahnhofstraße: Das hat was

Radebeul. So heißt das neue Leitbild für die Einkaufsstraße. Mit der Umsetzung soll die Bahnhofstraße sich zu einem attraktiven Einzelhandelsstandort entwickeln. Doch zuvor ist die Meinung der Radebeuler gefragt.

Sanierungsgebiet Radebeul West: Das Thema ist schon fast aus dem Fokus verschwunden, denn es passiert augenscheinlich – bis auf den Abriss des alten Fischladens auf der Meißner Straße – nicht viel. Doch das täuscht. Jetzt liegt ein Konzept vor.

Wünsche: Die Händler wünschen sich, aktiv die Zielgruppen von Jung bis Alt anzusprechen. Der Gang auf die Bahnhofstraße soll über den Einkauf hinaus zum Verweilen und zum Erleben einladen. Dazu braucht es mehr Sitzbänke. Die Baumallee soll ausgebaut und mehr begrünt werden und W-LAN-Hotspots vor allem die Jugend zum Verweilen einladen.

Leerstand: Der Leerstand im Sanierungsgebiet fällt immer mehr ins Auge. Hier schlägt das Leitbild vor, wie bereits im Bürgertreff erfolgreich praktiziert, sogenannte Pop-up-Stores zu etablieren, in denen sich für eine begrenzte Zeit provisorisch Einzelhandel »ausprobieren« können. Die Idee ist, so zu einer Branchen- und Sortimentsvielfalt zu gelangen.

Serviceangebote: Den Händlern ist bewusst, dass sie die Kernöffnungszeiten vereinheitlichen müssen, um das Einkaufen attraktiv zu gestalten. Es gibt die Idee, mit Genussgutscheinen, Lieferservice-Angeboten oder Coupon-Aktionen die Kundenbindung zu intensivieren. Mehr Parkplätze wünschen sich die Händler, denken auch über eine E-Bike-Ausleih- und Ladestation nach.

Bahnhof/Unterführung: Das Kernstück aller Veränderungen ist die Gestaltung des Vorplatzes und Entwicklung des Bahnhofsgebäudes. Für den Bahnhof haben die Händler viele Ideen, die neben einem Supermarkt, der Stadtbibliothek und einem Café auch einen Treffpunkt für Jugendliche, Handelsflächen und einen kulturellen Treffpunkt vorsehen. Bei der Unterführung, die die Meißner und Moritzburger Straße mit der Bahnhofstraße verbindet, schlägt das Leitbild eine optische Neugestaltung mit Licht und Farbe vor.

Verkehrsführung: Aktuell wird für die Bahnhofstraße ein Verkehrskonzept erarbeitet, mit dem Ziel, weniger Verkehr durch die Bahnhofsstraße zu führen.

Bis Ende Juni hofft die Stadt auf Anregungen und Kritik zu dem Leitbild. Die Auswertung wird gemeinsam mit dem Verkehrskonzept im Herbst detailliert dem Stadtrat vorgestellt.

Text: Annette Lindackers

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Karwoche in der Frauenkirche

Dresden. Am Sonntag Palmarum, der die Karwoche einleitet, predigt am Morgen Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und am Abend Altbischof Jochen Bohl. Im 11-Uhr-Gottesdienst erklingen Auszüge aus Mozarts »Spaur-Messe«. Das gesamte Werk ist im Rahmen der nachmittäglichen Geistlichen Sonntagsmusik zu erleben, die vom Chor der Frauenkirche und der Chursächsischen Philharmonie Bad Elster auf historischen Instrumenten gestaltet wird. Am Gründonnerstag, an dem Christen an das letzte gemeinsame Essen Jesu mit seinen Jüngern erinnern, feiert Frauenkirchen-Pfarrerin Angelika Behnke um 18 Uhr einen Gottesdienst mit Heiligem Abendmahl. Am Karfreitag lädt sie 15 Uhr zum Gottesdienst zur Sterbestunde Jesu ein, in dem auch Choräle aus Bachs »Johannespassion« zu hören sind. Bereits am Morgen gestaltet Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt einen Gottesdienst, der um 11 Uhr beginnt. Am Abend führt Frauenkirchenkantor Matthias Grünert traditionell die »Johannespassion« von J. S. Bach auf. Solisten, der Kammerchor der Frauenkirche und das "ensemble frauenkirche dresden" wirken mit. Am Karsamstag lädt die Frauenkirche von 13 bis 17.30 Uhr zu einer gestalteten Besichtigung ein. Ostersonntag beginnt mit einem Festgottesdienst am Morgen und endet mit einem Orgelkonzert am Abend (12 Euro). Ostermontag findet 11 Uhr ein Festgottesdienst statt für Paare, die 2009 in der Frauenkirche getraut worden sind. Am Sonntag Palmarum, der die Karwoche einleitet, predigt am Morgen Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und am Abend Altbischof Jochen Bohl. Im 11-Uhr-Gottesdienst erklingen Auszüge aus Mozarts »Spaur-Messe«. Das gesamte Werk ist im Rahmen der…

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Zimmis Einwurf – Fliegt doch bitte nicht so hoch!

Dresden. Es geschah Anfang November des letzten Jahres. Dresden hatte gerade mit 3:1 gegen Sandhausen gewonnen. Jetzt gab es nur noch ein Ziel. Ran an die Aufstiegsplätze. Ich sehe die Schlagzeilen noch vor Augen. Jetzt in Köln gewinnen und schon ist Dynamo Spitze. Bitte tief durchatmen. Denn sofort kommt einem das Saisonziel des Vereins in den Sinn. 47 Punkte und dann mal abwarten, was noch so draus wird. Uwe Neuhaus durfte diese Rechnung aufmachen. Einer, der eigentlich immer auf die Euphoriebremse trat. Gleichzeitig wurde sein Übungsleiterteam mächtig aufgestockt. Und so wurde die Luft in der Trainerkabine knapp. Erzählte Neuhaus. Dessen Nachfolger Walpurgis lobte immer wieder seine tollen Jungs. Wie gierig sie seine Ideen aufnahmen und wie fleißig sie im Training agierten. Spätestens nach dem verspielten Sieg in Magdeburg – aus einem 2:0-Vorsprung reichte es gerade noch zum 2:2-Punktgewinn – musste eigentlich von den Verantwortlichen mal tiefer gelotet werden. Es folgte die höchste Niederlage seit 66 Jahren. Es ging gnadenlos bergab. Das Anspruchsdenken der Anhänger wurde mit Füßen getreten. Ein leichter Ruck folgte. Denn Cristian Fiel übernahm. Alles war gut. Aue wurde sogar im Schacht bezwungen. Aber jetzt! Kam das Dorf Sandhausen, auf dem noch nie gewonnen wurde. Und die Erkenntnis, dass in der Verfassung die Mannschaft nicht einmal zweitligatauglich ist.  Ihr Gert Zimmermann Die Video-Kolumne "Zimmis Grätsche", von und mit Gert Zimmermann, gibt's >>HIER<< Es geschah Anfang November des letzten Jahres. Dresden hatte gerade mit 3:1 gegen Sandhausen gewonnen. Jetzt gab es nur noch ein Ziel. Ran an die Aufstiegsplätze. Ich sehe die Schlagzeilen noch vor Augen. Jetzt in Köln gewinnen und schon ist Dynamo…

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