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Landkreis Meißen: Auf ins Wahljahr 2019

Riesa. Im Jahr 2019 sind zahlreichen Wahlen geplant, sowohl in den Kommunen, im Landtag, im Europaparlament als auch im Landkreis Meißen.

Das Jahr 2019 hält aus kommunalpolitischer Sicht eine Vielzahl von Höhepunkten bereit. Bevor im September 2019 die Landtagswahl im Freistaat Sachsen ansteht, werden die Riesaer, Meißner und Großenhainer Bürger bereits am 26. Mai 2019 an die Urne gerufen. An diesem Tag können sie die Mitglieder des jeweiligen Stadtrates und der Ortschaftsräte für die kommende Amtsperiode bestimmen. Die an diesem Tag Gewählten entscheiden in ihrer fünfjährigen Amtszeit (2019 bis 2024) über alle Angelegenheiten der Stadt und/oder der Ortschaften.

  Aufgaben der Stadträte

Das Aufgabenfeld der frisch gewählten Bürgervertreter beispielsweise im Großenhainer Stadtrat ist umfangreich und reicht von der Beauftragung von Baumaßnahmen über die Sanierung städtischer Kindereinrichtungen und Schulen bis hin zu scheinbar »trockeneren Themen« wie der Haushalts- und Finanzplanung der Stadt oder der Zusammenarbeit mit den städtischen Gesellschaften. Die Arbeit des Stadtrates ist zugleich verantwortungsvoll und spannend, denn der Stadtrat bestimmt die Entwicklung der jeweiligen Stadt über viele Jahre.

Die Stimmen der Ortschaften

Die Ortschaftsräte werden in die Entscheidungen des Stadtrates eng eingebunden, befassen sich aber vorwiegend mit den Belangen ihrer zugehörigen Ortsteile – mit dem Geschehen vor der eignen Haustür also. Die Ortschaftsräte nehmen sich der Probleme der Bürger vor Ort an und tragen die Fragen der Bürger in den Stadtrat oder die Stadtverwaltung hinein. Vielfach organisieren sie zudem Dorffeste und ähnliche Veranstaltungen, die die Menschen im Ort zusammenbringen.

  Infos für Großenhainer

Bei Fragen zur Kommunalwahl, die in der Stadtverwaltung Großenhain organisiert wird, können Interessierte gern Kontakt zum Gemeindewahlausschuss aufnehmen. Dessen Vorsitzender ist Silvio Ihle, Sophie Neumann nimmt diese Tätigkeit stellvertretend wahr. Der Gemeindewahlausschuss ist zu allen Fragen des Kommunalwahlrechts und -verfahrens auskunftsfähig.

Gern können Anfragen per E-Mail an: wahlamt@stadt.grossenhain.de  oder schriftlich an: Stadtverwaltung Großenhain, Gemeindewahlausschuss, Hauptmarkt 1, 01558 Großenhain gerichtet werden.

Zusätzlich gibt es unter www.grossenhain.de weitere Informationen zum Thema Wahlen.

Zusätzlich finden in diesem Jahr Bürgermeisterwahlen in Lommatzsch, Zeithain und Klipphausen statt.

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Friedenslauf-Spenden gehen an Drudel 11

Ostritz. Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, Dr. Michael Schlitt, und der Mitorganisator des Friedenslaufes, Landrat a.D. Günter Vallentin (Ostritz), mit. Drudel 11 engagiert sich seit 25 Jahren als anerkannter Träger der Jugendhilfe. In zahlreichen Projekten – vom Jugendzentrum bis hin zur Ausstiegsberatung für Neonazis  – hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen Selbstkompetenz zu vermitteln und dabei Anreize zum Perspektivwechsel zu geben. Inzwischen kann das Team von Drudel 11 auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention zurückblicken. Sebastian Jende vom Verein Drudel 11 dazu: „Mit großer Freude hat unser Verein diese tolle Nachricht von der Spende erhalten. Ein besonderer Dank geht an alle Spender und Läufer und natürlich an das IBZ St. Marienthal als Veranstalter sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.“ Drudel 11 bietet Beratungen für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Zusammenhängen an. Gemeinsam mit den Ausstiegwilligen wird in der vertraulichen Einzelberatung der bisherige, zumeist von Gewalterfahrungen, Vorurteilen und Hassideologien geprägte Lebensweg reflektiert. Dabei werden gemeinsam neue Lebensperspektiven für die Ausstiegswilligen erarbeitet. Sebastian Jende dazu weiter: „Die Struktur der rechtsextremen Szene hat oft zur Folge, dass sich Ausstiegswillige in einem eng gesponnenen Netz gefangen fühlen. Vor allem der hohe soziale Druck aus der Szene, bis hin zu Drohungen und Verfolgung, führt bei Ausstiegswilligen oftmals zu einem Gefühl der Ohnmacht. Ist aber die Ausstiegsmotivation gegeben, dann setzt unsere Beratung genau an diesem Punkt an und hilft den Aussteigern einen Ausweg zu finden und sich neu zu orientieren.“ Der andere Teil der Spenden wurde für das „Ostritzer Friedensfest“ zur Verfügung gestellt. Der „Ostritzer Friedenslauf“ im Oktober war auch eine Reaktion auf den am gleichen Tag im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ stattgefundenen „Kampf der Nibelungen“. Zu dieser Kampfsportveranstaltung kamen zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene.Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende…

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