Polizei/tok

Auf der Flucht Polizeiauto gerammt

Am späten Mittwochabend hat ein Gespann die Aufmerksamkeit zweier Bundespolizisten in Zittau erregt. Ein an einem Renault befestigter Anhänger trug einen Mini-Bagger durch die verlassenen Straßen der Stadt. Vor allem die Kennzeichen der beiden Gefährte ließen die Beamten stutzen. Sie schienen nicht recht zueinander zu passen. Die Ordnungshüter versuchten daher wenig später, den Transporter, in dem augenscheinlich zwei Personen saßen, auf der Friedensstraße anzuhalten. „Stop-Polizei“ leuchtete durch das Dunkel der Nacht.

Der Fahrer des Renaults dachte indes nicht daran, der rot aufblitzenden Aufforderung nachzukommen. Er nahm vielmehr Geschwindigkeit auf, rammte den Streifenwagen und ergriff anschließend die Flucht. Die Kollision der beiden Autos sorgte für einen platten Reifen des Polizeifahrzeugs. Überdies lösten sich Teile der Karosserie, die später ein die Straße entlangfahrendes Auto trafen und beschädigten.

Währenddessen nahmen alarmierte Beamte der Polizeidirektion Görlitz die Verfolgung des Renaults auf, der über die Grenze nach Polen floh. Wenige hundert Metern hinter der Grenze stoppten die Beamten das Gespann und verständigten die Polizei des Nachbarstaats. Die polnischen Beamten stießen kurz darauf hinzu, eröffneten ein Ermittlungsverfahren und nahmen die beiden Männer im Alter von 36 und 45 Jahren fest. Der Anhänger des Transporters war vor wenigen Wochen in Zittau gestohlen worden. Der 36-jährige Fahrer verfügte ferner nicht über eine Fahrerlaubnis. Zu allem Überfluss waren die Kennzeichen verbotenerweise an dem Renault befestigt worden. Das Polizeirevier Zittau-Oberland hat Untersuchungen zum vermutlich absichtlich herbeigeführten Unfall auf deutschem Staatsgebiet angestellt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

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