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307 neue Grenzmarkierungssäulen

Zittau. Die Grenzmarkierungssäulen entlang der deutsch-polnischen Grenze sind in die Jahre gekommen und müssen ausgetauscht werden. Die Arbeiten dazu begannen heute in Zittau.

Im Auftrag des Staatsbetriebs Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN) tauschen Bauarbeiter in den kommenden Monaten alle 307 deutschen Grenzmarkierungssäulen an der deutsch-polnischen Grenze im Bereich des Freistaates Sachsen aus. Der Auftakt heute in Zittau gemacht. Die Grenze entlang der Neiße wurde in den Fünfzigerjahren vermarkt. Zunächst zeigten Holzsäulen den Verlauf, die aber in den Sechzigern durch Betonsäulen ersetzt wurden. Nach der Wende erhielten sie zudem eine schwarz-rot-goldene Hülle aus Kunststoff.

»Inzwischen sind etwa 50 Prozent der Säulen beschädigt«, sagt Barbara Wolters vom GeoSN. Einige sind abgeschlagen, andere stehen durch Hochwasserschäden schief. Die neuen Säulen sind aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Insgesamt sind sie etwa drei Meter lang, 2,10 Meter über der Erde und einen Meter in der Erde.

 

Arbeiten dauern mindestens bis 2019

Bis Mitte November werden zunächst 16 Säulen ersetzt. Der Austausch wird weiter fortgesetzt und dauert noch mindestens bis 2019. »Einen genauen Zeitplan können wir noch nicht benennen. Das hängt sehr stark vom Zustand des Geländes ab«, so Wolters. Die Säulen stehen teilweise auf schwer zugänglichem, manchmal sumpfigem Gelände. An mancher Stelle verlaufen auch Gasleitungen, so dass die Erneuerung sehr aufwändig sein kann.

Die Anschaffungskosten für die Grenzmarkierungssäulen lagen insgesamt bei circa 300000 Euro. Die Kosten für das Setzen einer Säule hängen vom jeweiligen Gelände und der Zugänglichkeit vor Ort ab. Die Preisspanne für den Verbau beträgt daher 720 bis 1600 Euro. Die Kosten für die Grenzmarkierungssäulen und den Austausch trägt die Bundesrepublik Deutschland.   

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Üben am Baumbiegesimulator

Hagenwerder. Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere Herausforderungen. Um gut für diesen Ernstfall gewappnet zu sein, übten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren am vergangen Samstag (9. Februar) nach mehrjähriger Pause erstmalig wieder an einem Baumbiegesimulator. „Hier können alle Spannungen, Zug und Druck im Stamm simuliert werden“, erklärt der erste Stellvertreter des Kreisbrandmeisters, Peter Seeliger, der als Hilfsausbilder bei der Schulung anwesend war. „Die Kameraden lernen in der Ausbildung, worauf sie unter diesen Umständen achten müssen und erlernen besondere Schnitttechniken.“ Damit die Schulung den neuen Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entspricht, hat der Landkreis Görlitz eigens einen Baumbiegesimulator beschafft. Dieser war am Samstag erstmalig im Einsatz. Er ist auf einem Anhänger montiert und wird zukünftig bei der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Das Gerät steht fortan flächendeckend im gesamten Landkreis für Schulungen zur Verfügung. Bereits im Mai wird es einen weiteren Motorsägenlehrgang in Zittau geben. Insgesamt plant der Landkreis vier bis fünf Lehrgänge für jeweils zwölf Teilnehmer pro Jahr, um peu à peu dazu beizutragen, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Schulung für alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren ermöglicht werden kann. An der jüngsten Schulung in Hagenwerder, die durch Christian Hanzig von der Berufsfeuerwehr Görlitz durchgeführt wurde, nahmen zwölf Feuerwehrleute teil. Die Ausbildung wird durch den Landkreis für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt, damit diese bei Sturmschäden oder sonstigen Hilfeleistungen sowie auch bei Bränden die Motorkettensäge einsetzen dürfen. Neben den Übungen am Baumsimulator standen auch Baumfällungen und Entästungen auf dem Schulungsprogramm.Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere…

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