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Karasek-Museum ist wieder geöffnet

Seifhennersdorf. Seit Anfang August ist das Karasek-Museum wieder geöffnet. Jetzt gibt es dort eine neue Tourist-Information, frisch renovierte Ausstellungsräume und einen neuen Rettungsweg.

Plötzlich war das erste Obergeschoss des Karasek-Museums geschlossen. Von heute auf morgen. Die Ausstellungsräume befinden sich in zwei Etagen, für das erste Obergeschoss konnten im Oktober 2017 die Brandschutzauflagen nicht erfüllt werden, es fehlte unter anderem ein zweiter Rettungsweg.

Es folgten mehrere Beratungen des Museumsteams, man wandte sich an Sachsens Ministerpräsidenten und das Kulturministerium und schließlich gab es die Fördergelder, mit denen der Bau einer Brandschutztreppe und Sanierungsarbeiten in Angriff genommen werden konnten. Bevor es im Juli 2019 losgehen konnte, mussten die Mitarbeiter ein Magazin, randvoll mit einer historischen Sammlung, und eine kleine Werkstatt in andere Räume auslagern.

Dann begannen die Baumaßnahmen und das Museum wurde dazu komplett geschlossen. Gebaut wurde zuerst im damaligen Außenmagazin, dass in einem sehr schlechten Bauzustand war. Dieser Raum ist jetzt die neue Tourist-Information der Stadt Seifhennersdorf und gleichzeitig der Zutritt zu den Museumsräumen.

Bei einem Wanddurchbruch zur Geologieausstellung staunten die Arbeiter nicht schlecht, die Wand war mit Sandsteinblöcken gebaut. „Diese wurden umgehend gerettet und erstrahlen nun im neuen Glanz, als Tresen der neuen Tourist-Information“, so Museumsleiterin Ina Köhler. Um in den Wintermonaten ein gutes Arbeitsklima zu schaffen, bekam der Raum außerdem eine Fußbodenheizung spendiert. In der Geologie konnte ein großer Sammlungsschrank aufgearbeitet werden, hier kann man nun in gekennzeichneten Schaukästen weitere geologische Sammlungsstücke des Museums bestaunen.

Treppe und Brandschutztüren

Zu den Brandschutzauflagen zählte nicht nur ein zweiter Rettungsweg, der mit einer Außentreppe am Nordgiebel realisiert wurde, sondern auch zwei Brandschutztüren. Die aber konnten an die elektrischen Leitungen aus dem Jahr 1977 nicht angeschlossen werden. Also wurde im Haus eine komplett neue Elektrik installiert. Außerdem wurden in allen Räumen Brandmelder und Notausgangsleuchten angebracht, eine Hausalarmanlage installiert und in allem vom Bau betroffenen Räumen die Bodenbeläge getauscht. Das wertvolle Parkett in der DDR-Ausstellung, die jetzt auch erweitert wurde, wurde neu versiegelt. „Die Bauarbeiten waren fast fertig gestellt und da fiel plötzlich unsere Heizungsanlage aus dem Jahr 1992 komplett aus“, so die Museumsleiterin. Also musste auch die erneuert werden, so dass die Baumaßnahmen im Museum insgesamt rund 200000 Euro kosteten. „Ein großes Dankeschön gebührt unserer engagierten Bürgermeisterin und dem Stadtrat, denn ohne sie wäre diese Aufwertung des Museums nicht zustande gekommen“, sagt Ina Köhler.

Anfang August gab es nun die Wiedereröffnung. Räuberhauptmann Karasek und das Museumsteam erwarten nun zahlreiche Gäste und Urlauber in der neuen Tourist-Information mit einem imposanten Deckengewölbe aus dem Jahr 1848 und einen rustikalen Sandsteintresen, sowie den frisch renovierten Ausstellungsräumen Geologie und DDR-Ausstellung. Außerdem gibt es drei original eingerichtete Bauern-, Schlaf- und Webstuben um 1800 zu sehen, dazu die Leinenabteilung/Umgebindehaus, im Wechsel Stadtgeschichte oder Sonderausstellung und natürlich nicht zu vergessen die Karasekabteilung.  Jetzt wird auch eine Sonderausstellung nachgeholt, die eigentlich für 2017 geplant war, wegen der Schließung aber ausfallen musste. Sie steht unter dem Motto „Im Museum ist der Teufel los“.

 

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16.30 Uhr

Sonntag 13 bis 16.30 Uhr

www.karaseks-revier.de

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