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5.000 Miese statt 50.000 Plus

Und wieder waren Betrüger im Landkreis Görlitz erfolgreich. Diesmal mit einem Gewinnversprechen: Am Donnerstagnachmittag hat sich ein 68-jähriger Mann aus Reichenbach im Polizeirevier Görlitz gemeldet und einen Betrug angezeigt. Er erhielt in den vergangenen Tagen mehrere Anrufe und auch Nachrichten auf sein Handy. Die Personen am anderen Ende der Leitung teilten ihm mit, er habe 49.500 Euro gewonnen. Durch eine geschickte Gesprächsführung bewegten sie den Mann dazu, einen Betrag in Höhe von knapp 5.000 Euro zu überweisen. Dieser sei notwendig, um vermeintliche Notarkosten zu begleichen. Nachdem der Geschädigte die Überweisung getätigt hatte, blieb die versprochene Gewinnübergabe aus.

Leider kommen derartige Fälle immer wieder vor. Zum Beispiel hatten Betrüger Mitte Januar versucht, ältere Menschen im ihr Bares zu bringen. In sechs der Polizei bekannten Fällen bekamen die Seniorinnen und Senioren einen Anruf von einem vermeintlichen Verwandten. Der berichtete, er habe eine Immobilie gekauft und bräuchte eine Finanzspritze von 50.000 Euro. Glücklicherweise ging keine der angerufenen Personen auf den Betrug ein. Alle riefen die Polizei, statt Geld zu überweisen.

Anders sah das bei einem Fall aus, der sich im Sommer 2019 zugetragen hat. Ein Anrufer hatte sich gegenüber einer Bautzenerin als Dresdner Kriminalpolizist ausgegeben und behauptet, die Tochter der Rentnerin sei nach einem Unfall festgenommen worden. Für die Freilassung sei ein bestimmter Geldbetrag nötig. Schließlich überreichte die 75-Jährige 14.000 Euro Bargeld und ihrem gesamten Goldschmuck.

Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang stets um Vorsicht. Lassen Sie sich am Telefon niemals auf Geldforderungen ein. Worauf Sie achten sollten, wie die Täter vorgehen und wie Sie sich schützen können, steht beispielsweise in einem Flyer der Polizei.

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Kommentar von Rilinger kurt
Schön geschrieben.