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Mit Tobri zu den Sternen

Leutersdorf. In Leutersdorf nimmt einen Sternenkobold Tobri jetzt mit auf virtuelle Weltraumreisen. Im Juli wurde die Sternenscheune eröffnet.

Captain Schnuppe macht sich mit seinem Raumschiff Argo auf den Weg zu den Planeten unseres Sonnensystems. Eine noch längere Reise tritt ein Photon an. Es entsteht in einem fernen Stern und legt viele Lichtjahre zurück, ehe es auf einer Netzhaut landet. Beide Reisen und einiges mehr kann man jetzt in Leutersdorf erleben. Im Juli eröffneten Brita und Thomas Stern ihre Sternenscheune. Die ist zugleich Miniplanetarium und Kuppelkino. Man schaut von seinem Sitzplatz nach oben auf eine Leinwand in Kuppelform und bekommt so das Gefühl, mittendrin zu sein.

»Es begann damit, dass wir eine Möglichkeit gesucht haben, ein virtuelles Model des Bergs Oybin im
15. Jahrhundert darzustellen«, erzählt Thomas Stern. Das Modell erstellt er selbst. Erste Idee waren VR-Brillen. Die sind allerdingt teuer, zumal man viele davon hätte anschaffen müssen, um auch Gruppen das Modell zeigen zu können. Dann stieß man auf die Kuppelprojektion, die dafür Ideal ist. Eigentlich sollte das Kuppelkino komplett in die Namensgebende Scheune. Allerdings passte das nicht, also musste ein Anbau her.

Vier Projektoren erzeugen das Bild

Bis auf die Elektrik, die Dachdeckerarbeiten und das Nähen der Kuppelleinwand wurde alles in Eigenleistung gebaut, was nicht immer ohne Probleme ablief. Vor allem die Projektionstechnik zeigte sich störrisch. Das Bild wird über vier Projektoren auf die Leinwand gebracht. Eine Software teilt den Film dafür in vier Segmente. Die müssen auf der Leinwand so überblendet werden, dass man keine scharfen Kanten sieht. Alles perfekt auszurichten und einzustellen dauerte mehrere Wochen und kostete einige Nerven. »Ich hätte irgendwann lieber noch eine Scheune gebaut, als mich weiter damit zu beschäftigen«, sagt Thomas Stern und lacht. Im Oktober 2020 stand die Technik dann aber und in der Sternenscheune lief der erste Film. Corona machte der Eröffnung allerdings einen Strich durch die Rechnung. Erst am 9. Juli 2021 konnte sie nachgeholt werden.

Jetzt gibt es dreimal wöchentlich (montags, freitags und samstags) Vorstellungen. Es können aber auch andere Termine gebucht werden. Dieses Angebot richtet sich unter anderem an Kitas und Schulen, aber auch privat kann man die Sternenscheune buchen. Die gezeigten Filme haben keine Spielfilmlänge, sind um die 30 Minuten lang. Und sie sollen nicht nur unterhalten, sondern auch Wissen vermitteln.

Unter der Kuppel finden 20 Personen Platz. Kommen größere Gruppen, werden die geteilt. Dazu gibt es die Sternenstube, in der zu den gezeigten Filmen weitere Infos vermittelt werden und in der mit Kindern auch gebastelt werden kann. Auch ein eigenes Maskottchen hat die Sternenscheune. Tobri der Sternenkobold begrüßt die Besucher schon auf dem Schild vor dem Kuppelkino und er bekommt auch seinen Auftritt auf der Leinwand.

Infos und Spielplan unter www.sternenscheune.com.

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