tok/pm

Neues Hochwasserschutzlager in Hagenwerder

Hagenwerder. Sachsen hat ein neues Hochwasserschutzlager in Hagenwerder. Damit sollen im Ernstfall Wege verkürzt werden. Beim Hochwasser 2010 mussten Sandsäcke noch aus Lohsa geholt werden.

Der Freistaat hat in Hagenwerder ein neues Hochwasserschutzlager eingerichtet. Dort lagern künftig knapp eine Million Sandsäcke, Schutzvlies und sogenannte Big Bags. Für den Bau der Halle wurde ein benachbartes Gelände der Gewässermeisterei Görlitz angekauft. Die Arbeiten dafür begannen im Jahr 2018 und dauerten etwa ein Jahr. Danach wurden die Hochwasserbekämpfungsmittel beschafft. Insgesamt investierte der Freistaat Sachsen rund 1,1 Millionen Euro.

Beim Hochwasser im August und September 2010 hatte sich gezeigt, dass das Hochwasserschutzlager in Lohsa für die beiden Landkreise Bautzen und Görlitz nicht ausreicht. So waren die Transportwege für die angeforderten Materialien in die betroffenen Kommunen teilweise sehr lang. Auch konnte das Lager in Lohsa den tatsächlichen Bedarf nicht annähernd decken. Die Standortwahl fiel auf Hagenwerder, da sich im Landkreis Görlitz zahlreiche Gewässer befinden, die von Lohsa nur schwer erreichbar sind. Auch die beobachteten Hochwasserwellen dieser Flüsse spielte eine Rolle bei der Entscheidung. So können nun im Notfall unter anderem die Kommunen der Lausitzer Neiße schneller mit Materialien versorgt werden.

Hintergrundinformation

Nach dem Oderhochwasser in Brandenburg 1997 richtete der Freistaat Sachsen eine Landesreserve für Hochwasserbekämpfungsmittel ein. Diese ist in fünf Hochwasserschutzlagern untergebracht und wird von der Landestalsperrenverwaltung betrieben. Damit die Materialien im Notfall schnell dorthin gelangen, wo sie benötigt werden, sind die Hochwasserschutzlager in verschiedenen Regionen untergebracht. Sie befinden sich in Chemnitz, in Trebsen (Lkr. Leipzig), in Radeburg (Lkr. Meißen), in Lohsa (Lkr. Bautzen) und in Hagenwerder (Lkr. Görlitz). Im Katastrophenfall sind die Lager rund um die Uhr besetzt. Die Landesreserve kann dann ab Alarmstufe 3 von den Krisenstäben in den Landkreisen abgefordert werden, wenn die Eigenmittel aufgebraucht sind.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Ein Sprungbrett für die Pinguine

Hoyerswerda. 2018 war im Zoo ein trauriges Jahr für die Humboldtpinguine. Achtzehn Tiere sind an einer gefährlichen Pilzerkrankung verstorben. Seitdem stand die Anlage leer und Zoodirektor Eugéne Bruins sammelte mit seinen Mitarbeitern neue Ideen und informierte sich detailliert bei Experten über bestmögliche Haltungsbedingungen, um zukünftig optimalen Lebensraum schaffen zu können.  So wurde die Anlage in den letzten zehn Monaten für 75 000 Euro umgebaut. Ein Großteil der Investitionssumme wurde durch Spenden von den Versorgungsbetrieben (VBH), dem Verein der „Zoofreunde“ und von Tierfreundin Heike Widanski finanziert. Neben der weltweit einzigartigen Insektenlounge und der neuen Leopardenanlage ist mit der neuen Pinguinanlage dank Sponsoren ein weiteres Highlight im Zoo entstanden. „Wir freuen uns darüber sehr. Der Zoo erhält auch von außen eine gute Rückenstärkung. Wir hoffen, an unsere bisherigen Zuchterfolge anknüpfen zu können. Sind Humboldtpinguine doch akut vor dem Aussterben bedroht“, erklärte der zoologische Leiter Eugéne Bruins. Die neue Anlage verfügt über einen Sonnenschutz, eine Schmutzwasserrinne und eine moderne Filteranlage die ständig für frisches, klares Wasser sorgt. Die Pinguine haben drei verschiedene Bodenuntergründe zur Verfügung. Kies, größere Steine sowie Rasenflächen schaffen natürliche Bedingungen und sorgen dafür, dass die Tiere in ihren Höhlen nahezu immer mit trockenen Federkleid ankommen. Das verhindert Staunässe, schafft ein besseres Raumklima und minimiert die Entstehung von Krankheiten erheblich. „Es gibt kein Patentrezept, um Pinguine gut halten zu können. Ich habe mich intensiv informiert und aus allem das Beste für die Umsetzung mitgenommen“, berichtete Eugéne Bruins über seine intensive Recherchearbeit. Fünf Pinguine warteten am Donnerstagvormittag schon ungeduldig auf die Einweihung ihrer Anlage. Die Tiere stammen aus einem Zoo im französischen Beauval.  Fünf weitere Tiere sind am Donnerstagvormittag ganz „frisch“ aus dem Zoo in Halle nach Hoyerswerda umgezogen. Sie durften als Erstes die neue Anlage in Beschlag nehmen. Pinguin Sveni war der mutigste, erkundete als Erster die neue Anlage und probierte das neue Wasserbecken direkt aus, dass je nach Jahreszeit, auch beheizt oder gekühlt werden kann.  Die anderen Tiere tragen Namen wie Elli, Lisa, Happy, Nick, Pia und Paul. Das zwei Pinguine auch Heike und Caro heißen, also wie die oben bereits erwähnte Sponsorin und eine Tierpflegerin, ist wohl kein Zufall.  Zweimal täglich werden die Pinguine mit Fisch gefüttert. Schaufütterungen müssen wegen der Corona – Pandemie noch ausfallen, sollen aber so bald wie möglich wieder stattfinden.2018 war im Zoo ein trauriges Jahr für die Humboldtpinguine. Achtzehn Tiere sind an einer gefährlichen Pilzerkrankung verstorben. Seitdem stand die Anlage leer und Zoodirektor Eugéne Bruins sammelte mit seinen Mitarbeitern neue Ideen und informierte…

weiterlesen