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Baustart bei Yellow Tec

Hagenwerder. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich begann die Yellow Tec Holding GmbH heute die erste Bauphase am neuen Produktionsstandort in Hagenwerder.

Schon ab dem 2. Quartal 2020 sollen am neuen Standort Kunststoffprodukte für den medizintechnischen Bereich hergestellt werden. Dazu zählen Gefäße und Behälter für moderne Anwendungssysteme. 20 neue Arbeitsplätze sind dafür im ersten Schritt zu besetzen. Die Yellow Tec Holding GmbH, die unter anderem für die Vorbereitung und den Aufbau eines Produktionsunternehmens Yellow Tec Plastic GmbH gegründet wurde, wird von Schweizer Investoren gestützt. Investiert werden in den Bau in Hagenwerder zwölf Millionen Euro.

„Wir freuen uns sehr, in Sachsen und Görlitz den passenden Standort für unsere ambitionierten Unternehmenspläne gefunden zu haben. Hier haben wir ausreichend geeignetes Bauland zu erschwinglichen Preisen mit einer guten Autobahnanbindung erwerben können. Besonders wichtig war auch genügend Grundwasser, das wir für Kühlzwecke benötigen“, beschreibt Hans-Jürgen Große, Geschäftsführer der Yellow Tec-Unternehmen die Standortkriterien. Weiterhin spielte das Potenzial von verfügbarem, ausreichend qualifiziertem oder mit regionalen Partnern auszubildendem Personal eine wichtige Rolle. Auch die Begleitung durch eine regionale Hausbank und die Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung und Stadtverwaltung Görlitz, das Landratsamt und die Landesregierung haben die Standortentscheidung maßgeblich beeinflusst.

Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Die Investition der Yellow Tec Holding GmbH in den neuen Produktionsstandort Görlitz ist ein gutes Signal für die Lausitz. Der Neubau schafft hochwertige Arbeitsplätze und stärkt die Industriekompetenz in der Region. Der medizintechnische Bereich ist ein Zukunftsmarkt mit hohem Wachstumspotential. Die Ansiedlung leistet einen wichtigen Beitrag, damit Fachkräfte in Ostsachsen bleiben und zu uns kommen. Ich danke dem Unternehmen für die Investitionsentscheidung und wünsche eine erfolgreiche Zukunft.“

„Der Start der Yellow Tec Holding GmbH ist eine sehr gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort Görlitz“, freut sich der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege über die Neuansiedlung. „Das zeigt, dass wir Investoren hier attraktive Bedingungen bieten und damit unseren Bewohnern neue berufliche Perspektiven. Das sind die wichtigen Voraussetzungen für eine weitere gute Entwicklung des Standorts. Ich wünsche den Investoren viel Erfolg.“

Das Gesamtprojekt soll in mehreren Stufen bis 2025 mit einem Investitionsvolumen von insgesamt ca. 22 Millionen Euro realisiert werden. Im ersten Bauabschnitt wird eine ca. 55 x 60 Meter große freitragende Halle errichtet, in die dann in Wabenbauweise Innenräume eingebaut werden. In jedem dieser Produktionsräume wird je eine Plastespritz- oder -Gießmaschine arbeiten, um die Reinheit der Produkte zu gewährleisten. Daneben entstehen Sozial-, Labor- und Büroräume sowie eine Technikzentrale und Werkstattgebäude. Für die Lagerung des Rohmaterials Plastegranulat werden zudem sechs 25 Meter hohe Silos aufgestellt. Geplant sind insgesamt bis zu 60 neue Arbeitsplätze, unter anderem für Verfahrensmechaniker, Mechaniker, Mechatroniker, Qualitätskontrolleure, Verpacker und Mitarbeiter im Logistikbereich.

Bereits im September 2015 war der Kontakt der Investoren mit der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) entstanden. Thomas Horn, Geschäftsführer der WFS, freut sich über den positiven Ausgang der Standortwahl: „Es hat sich definitiv gelohnt, dass das Team der WFS über viele Jahre das Projekt bis hin zur Standortentscheidung für Görlitz begleitet hat. Das Ergebnis ist ein positives Signal für die Region und zugleich ein weiteres Zeichen für die Qualität der Medizintechnik-Branche in Sachsen. Der Freistaat ist ein innovativer Standort mit hervorragenden Firmen und exzellenter Forschung, der zudem attraktive Bedingungen für produzierende Unternehmen bietet.“

Die Wirtschaftsförderung der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH (EGZ) begleitete das Projekt seit Oktober 2017 sehr intensiv. Mit dem Stadtratsbeschluss vom 30. August 2018 zum Verkauf von 5 ha Flächen im Industrie- und Gewerbegebiet Görlitz/Hagenwerder wurde dann der Weg für die Industrieansiedlung geebnet. Es folgten Bauantrag (September 2018), die Unterzeichnung des Kaufvertrags (Dezember 2018) und die Erteilung der Baugenehmigung (Februar 2019). Schon im November 2017 wurde an der Westseite begonnen, nach Wasser zu graben. Der Bau des ersten Brunnens hat am 15. April begonnen, zwei weitere Brunnen werden folgen.

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HCR: Sieg zum Saisonabschluss

Großröhrsdorf. Nachdem 446 Zuschauer ein wahres Handballfest in der ersten Hälfte erlebten, wurde es zum Ende noch einmal eng. Der HC Rödertal rettete gegen den TuS Lintfort nach 60 Minuten einen 29:27 (19:10) Sieg. Zum ersten Mal nach langer Verletzungszeit stand Brigita Ivanauskaite wieder im Kader von HCR-Coach Frank Mühlner. Trotz Anwurf für die Gäste feierten die Bienen den ersten Torerfolg der Partie. Nach einem Fehlpassvon Lintfort trieb Tammy Kreibich (4 Tore) den Ball in Richtung des gegnerischen Tors und versuchte selbst abzuschließen. TuS-Torfrau Sabrina Romeike konnte den strammen Wurf nur nach vorne abklatschen lassen, wo Thilde Boesen(1 Tor) bereit stand und zum 1:0 einnetzte. Kurz danach bekam die Kreisläuferin eine Zeitstrafe. Den daudrch vorhandenen Platz nutze Lintfort zum 1:1-Ausgleich. Nachdem die Bienen durch Egle Alesiunaite (4 Tore) wieder in Front gingen, verwertete der TuS zwei Konter zur Führung (2:3 nach acht Minuten). Der HCR war unbeeindruckt –Kreibich und Jessica Jander (3 Tore) erzielten die Tore zum 4:3. Nach dem erneuten Ausgleich übernahm die Mühlner-Sieben das Geschehen auf der Platte und setzte sich mit einem 3:0-Lauf auf 7:4 ab. Der HC Rödertal spielte wie entfesselt. Dererfolgreich abgeschlossene Tempo-Gegenstoß durch Meret Ossenkopp (4 Tore) bedeutete die 11:6-Führung (19. Minute). Die Fans waren begeistert und feierten ihre Mannschaft. In der 21. Minute parierte die wieder glänzend aufgelegte Torfrau Ann Rammer einen Strafwurf der Gäste. Eine Minute später erhöhte Rabea Pollakowski (2 Tore) nach einem Ballgewinn von Victoria Hasselbusch auf 14:8. TuS-Trainerin BettinaGrenz-Klein zog die grüne Karte, um ihre Mannschaft, die völlig von der Rolle war, neu einzustellen. Es brachte nichts ein – die Bienen vergrößerten den Vorsprung mit einem 4:1-Lauf auf 18:9 (28. Minute). Kamila Szczecina (2 Tore)verwertete kurz vor dem Pausenpfiff noch einen Abpraller von Ossenkopp zum 19:10-Zwischenstand. Der HCR war früh aus der Kabine zurück. Ossenkopp eröffnete den zweiten Durchgang mit dem 20:10 nach einem Tempo-Gegenstoß. Julia Mauksch (7/3 Tore) erzielte in der 34. Minute mit einer sehenswerten Einzelaktion das 22:12. Im direkten Gegenzug verkürzte der TuS mit zwei Toren auf 22:14. Die Gäste steckten noch nicht auf und agierten besonders in der Abwehr deutlich aggressiver. Nach 40 Minuten hatten sie sich wieder auf 23:16 herangepirscht. Bienen-Coach Mühlner reagierte und zückte seine zweite grüne Karte. Trotzdem verkürzte Lintfort auf 23:17. Dann hatte Mauksch jede Menge Platz und erhöhte den Vorsprung wieder auf sieben Tore (24:17 nach 43Minuten). Die Gäste sahen ihre Chance. Bis zur 51. Minute war der Vorsprung auf 26:21 geschmolzen.Acht Minuten vor dem Ende durfte Isabel Wolff jubeln, als sie den Ball zum 28:22 über den Block in den Winkel hämmerte. Nach einem 3:0-Lauf war die Mannschaft von Grenz-Klein beim 28:25 in der 55. Minute wieder in Schlagdistanz. Die Fans im Bienenstock spürten, dass die Mannschaft ihre Unterstützung brauchte und erhoben sich von den Sitzen. Die Routiniers Rammer und Alesiunaiteavancierten in der Schlussphase der Partie zu den Matchwinnern. Zunächst parierte die Torfrau einen Strafwurf von Loes Vandewal. Im Gegenzug machte Alesiunaite mit dem 29:25 den Deckel auf die Partie. Den Gästen gelangen in der Schlussphase noch zwei Treffer zum 29:27-Endstand. Nach Abpfiff lagen sich Spielerinnen und Offizielle in den Armen und feierten den langersehnten Sieg. Besonders in der ersten Hälfte spielte die Mühlner-Sieben entfesselt auf und ließ die zuletzt schlechten Vorstellungen in Vergessenheit geraten. In der zweiten Halbzeit verwalteten sie bis zum Ende den großen Vorsprung. Somit beendeten die Rödertalbienen die Saison auf dem neunten Tabellenplatz. HCR-Trainer Frank Mühlner: „Für meine Mannschaft und die Fans ist es natürlich super, dass wir die Saison so beenden konnten. In der ersten Halbzeit haben wir endlich wieder richtig guten Handball gespielt und uns nur auf uns fokussiert. Mit dem großen Vorsprung im Rücken konnte ich dann auch durchwechseln, um fast allen Spielerinnen Einsatzzeit zu geben. Wir beenden die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz. Mit der Rückrunde können wir aber nicht zufrieden sein. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen.“ Florian Triebel Nachdem 446 Zuschauer ein wahres Handballfest in der ersten Hälfte erlebten, wurde es zum Ende noch einmal eng. Der HC Rödertal rettete gegen den TuS Lintfort nach 60 Minuten einen 29:27 (19:10) Sieg. Zum ersten Mal nach langer Verletzungszeit stand…

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