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Orange-grau: Neue Busse der GVB sind unterwegs

Görlitz. Betreiber- und Fahrplanwechsel liefen ruhig und die ersten Busse im neuen Design der Görlitzer Verkehrsbetriebe (GVB) sind unterwegs. Ein guter Start, aber es liegt noch viel Arbeit vor dem städtischem Unternehmen.

Anfang des Jahres übernahmen die Görlitzer Verkehrsbetriebe die Verantwortung für den ÖPNV der Stadt, seit 6. Januar fahren Busse und Straßenbahnen nach dem neuen Fahrplan. „Mit dem Betreiberwechsel und der Aufnahme des neuen Fahrplanes wurden zwei große Herausforderungen gemeistert“, sagt GVB-Geschäftsführer Andreas Trillmich. Der Wechsel sei leise von statten gegangen, die Rückmeldungen der Kunden bewegen sich im normalen Bereich. „Ich bedanke mich bei allen Mitwirkenden für die gute Unterstützung. Ein besonderer Dank gilt meinen Kolleginnen und Kollegen, die mit großem Engagement den Fahrplanwechsel umgesetzt haben.“ Die Görlitzer Verkehrsbetriebe werden nun auf Basis der ersten Erfahrungen und der Rückmeldungen der Fahrgäste und Mitarbeiter prüfen, ob Anpassungen erforderlich sind.

Seit vergangener Woche zeigt der Fuhrpark der Görlitzer Verkehrsbetriebe (GVB) sein neues Gesicht: Zwei neu angeschaffte Niederflur-Busse im neuen GVB-Design sind ab sofort im Linienverkehr unterwegs. Die beiden Euro 6-Busse bieten unter anderem zwei Mehrzweckbereiche mit zusätzlichem Platz für Rollstühle und Kinderwagen. Über USB-Steckdosen können die Fahrgäste ihre mobilen Geräte aufladen. WLAN steht vorerst noch nicht zur Verfügung, soll aber folgen, sobald ein Konzept für den gesamten Fuhrpark vorliegt. Die neuen Busse verfügen auch über zwei Bildschirme im Fahrzeug, auf denen verschiedene Informationen gezeigt werden können.

Die GVB wird die Fahrgast-Informationen in den Fahrzeugen schrittweise umstellen. Künftig soll es in den Bussen und Straßenbahnen ein bzw. zwei Feste Informationspunkte geben, an denen alle relevanten Informationen wie beispielsweise Liniennetzplan, Tarif-, Baustellen und Produktinformationen in Deutsch, Polnisch und Englisch zu finden sind. Die Lage der neuen Informationspunkte ist bereits an der Einstiegstür durch entsprechende Piktogramme erkennbar.

In den ÖPNV soll in den kommenden Jahren kräftig investiert werden. Alleine wird die Stadt das nicht stemmen können, weswegen man sich um Fördermittel bemühen wird. Außerdem hofft man auf die Unterstützung des ZVON.

Besonders im Fokus stehen dabei die Straßenbahnen. Denn ab 2022 muss der ÖPNV komplett barrierefrei sein. So steht es im Personen­beförderungs­gesetz (PBefG). Die Görlitzer Straßenbahnen sind aber nicht barrierefrei und damit nicht mehr zeitgemäß. „Wir reden hier von neuen Niederflurwagen oder wir reden gar nicht mehr über die Straßenbahn“, so Andreas Trillmich. An entsprechenden Plänen werde bereits gearbeitet. Ob man sich eine Straßenbahn weiter leisten wolle, müsse dann letztlich die Stadt entscheiden.

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Friedenslauf-Spenden gehen an Drudel 11

Ostritz. Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, Dr. Michael Schlitt, und der Mitorganisator des Friedenslaufes, Landrat a.D. Günter Vallentin (Ostritz), mit. Drudel 11 engagiert sich seit 25 Jahren als anerkannter Träger der Jugendhilfe. In zahlreichen Projekten – vom Jugendzentrum bis hin zur Ausstiegsberatung für Neonazis  – hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen Selbstkompetenz zu vermitteln und dabei Anreize zum Perspektivwechsel zu geben. Inzwischen kann das Team von Drudel 11 auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention zurückblicken. Sebastian Jende vom Verein Drudel 11 dazu: „Mit großer Freude hat unser Verein diese tolle Nachricht von der Spende erhalten. Ein besonderer Dank geht an alle Spender und Läufer und natürlich an das IBZ St. Marienthal als Veranstalter sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.“ Drudel 11 bietet Beratungen für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Zusammenhängen an. Gemeinsam mit den Ausstiegwilligen wird in der vertraulichen Einzelberatung der bisherige, zumeist von Gewalterfahrungen, Vorurteilen und Hassideologien geprägte Lebensweg reflektiert. Dabei werden gemeinsam neue Lebensperspektiven für die Ausstiegswilligen erarbeitet. Sebastian Jende dazu weiter: „Die Struktur der rechtsextremen Szene hat oft zur Folge, dass sich Ausstiegswillige in einem eng gesponnenen Netz gefangen fühlen. Vor allem der hohe soziale Druck aus der Szene, bis hin zu Drohungen und Verfolgung, führt bei Ausstiegswilligen oftmals zu einem Gefühl der Ohnmacht. Ist aber die Ausstiegsmotivation gegeben, dann setzt unsere Beratung genau an diesem Punkt an und hilft den Aussteigern einen Ausweg zu finden und sich neu zu orientieren.“ Der andere Teil der Spenden wurde für das „Ostritzer Friedensfest“ zur Verfügung gestellt. Der „Ostritzer Friedenslauf“ im Oktober war auch eine Reaktion auf den am gleichen Tag im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ stattgefundenen „Kampf der Nibelungen“. Zu dieser Kampfsportveranstaltung kamen zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene.Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende…

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