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Ja zur Kulturhauptstadt, Bürgermeister weiter gesucht

Görlitz. Zittau sagt Ja zur Kulturhauptstadtbewerbung. Derweil geht die Oberbürgermeisterwahl in Görlitz in die zweite Runde. Die Ergebnisse vieler Kommunalwahlen liegen noch nicht vor, weil nach dem Wahlsonntag vielerorts noch Stimmen gezählt werden.

Deutschland hat gewählt. Und ein Blick auf die Wahlergebnisse zur Europawahl zeigt, was allerorten schon vermutet wurde. Die GroKo-Parteien stürzen ab, die SPD noch krachender als die Union. Grüne, AfD und kleine Parteien haben davon profitiert. In Sachsen ist die AfD nach der Bundestagswahl 2017 zum zweiten Mal stärkste Kraft. 25,3 Prozent der Sachsen wählten bei der Europawahl die Alternative für Deutschland, während die Christlich Demokratische Union nur auf 23 Prozent der Stimmen kam. Linke (11,7 Prozent), Grüne (10,3) und SPD (8,6) folgen dahinter.

Noch deutlicher wird dieses Ergebnis, das auch Schlüsse auf die anstehende Landtagswahl zulässt, im Landkreis Görlitz. Hier liegt die AfD bei 32,4 und die CDU bei 24,9 Prozent der Stimmen (Linke 10,1 Prozent, SPD 6,6 Prozent, Grüne 6,3 Prozent).

Die Wahlbeteiligung lag in Sachsen bei 63,7 Prozent und damit wesentlich höher als 2014, als weniger als die Hälfte der Sachsen bei der Wahl des Europäischen Parlaments ihre Stimme abgaben.

Noch fleißig gezählt wurde am Montag in Sachen Kommunalwahlen. Zittau konnte aber bereits am Montagmorgen ein „Ja“ beim Bürgerentscheid zur Bewerbung der Stadt Zittau für die Dreiländerregion Oberlausitz als Kulturhauptstadt Europas 2025 vermelden. 74,2 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmte für die Bewerbung. Bei einer Wahlbeteiligung von 56,7 Prozent wurde das Quorum deutlich übertroffen.

Bei der Bürgermeisterwahl in Görlitz konnte AfD-Politiker Sebastian Wippel die meisten Stimmen holen. 36,4 Prozent der Wähler stimmten für ihn. Dahinter rangieren CDU-Kandidat Octavian Ursu (30,3 Prozent), Grünen-Politikerin Franziska Schubert (27,9 Prozent) und Linke-Politikerin Jana Lübeck (5,5 Prozent). Da keine absolute Mehrheit zustande kam, wird es am 16. Juni einen zweiten Wahlgang geben, bei dem die relative Mehrheit der Stimmen zum Sieg reicht.

 

Die Ergebnisse der Wahlen finden Sie hier: www.wahlen.sachsen.de

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