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IBZ St. Marienthal: Viehhof wird zum Amphitheater

Ostritz. Das IBZ in Ostritz will einen „Schandfleck“ beseitigen und aus dem ehemaligen Viehhof ein Freilufttheater machen. Die ehemalige Propstei geht derweil zurück an das Kloster.

Im vergangenen Herbst hat das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ) die Sanierung der 15 Gebäude abgeschlossen, die es vom Klosterstift langfristig gepachtet hat. Nun rückt auch der Abschluss der Arbeiten an den Außenanlagen greifbare Nähe. Der Koordinierungskreis für das Regionalmanagement Östliche Oberlausitz hat Ende Juni ein positives Votum dafür abgegeben, dass der ehemalige Viehhof des Klosters nun neu gestaltet werden kann.

Der ehemalige Viehhof liegt unmittelbar hinter dem ersten Klostertor. Der Hof hatte seinen Namen deshalb, weil er früher von mehreren Ställen umgeben war. Bis 1989 waren unter dem Viehhof riesige Güllegruben und oberhalb riesige Misthaufen. Der Hof war vollständig von einer ca. 30 Zentimeter dicken Stahlbetonschicht versiegelt. Heute ist die Fläche umgeben vom Jugendgästehaus St. Clemens, dem Fachwerkhaus (Fernwärme- und Elektrostation), dem Gästehaus St. Hedwig und dem Celsa-Pia-Haus (Speisesaal und Tagungssaal).

 

Konzerte unter freiem Himmel

„Der Hof sieht noch so aus wie zu DDR-Zeiten und wird derzeit als Parkplatz genutzt“, sagt der Vorstandsvorsitzende des IBZ, Dr. Michael Schlitt. Damit passe der „Schandfleck“ überhaupt nicht in die Umgebung der denkmalgeschützten, aufwendig sanierten Nachbargebäude.Künftig wird der gesamte Klosterhof und auch dieser Bereich jedoch so gut wie „autofrei“. „Wir haben in den vergangenen Jahren mehr als 15 Millionen Euro in die denkmalgeschützten Gebäude investiert. Dann muss auch deren Umgebung denkmalgerecht gestaltet werden“, so Michael Schlitt.

Ab Herbst 2018 sollen im ehemaligen Viehhof zunächst einmal die Stahlbetonschicht und die damit verbundene totale Versiegelung der Fläche beseitigt werden. Anschließend wird der Hof zu einer Art „Amphitheater“ mit 150 Sitzplätzen gestaltet. „Wir wollen hier Freilufttheater und Konzerte unter freiem Himmel ermöglichen“, so Schlitt weiter. Die Kosten für die Neugestaltung betragen ca. 120000 Euro.

Etliche Vorarbeiten für die Neugestaltung des Hofes wurden inzwischen bereits geleistet: So wurden in den vergangenen Jahren die Güllegruben und alle Altlasten beseitigt. Die unterirdischen Ent- und Versorgungsanlagen wurden erneuert (Abwasserleitungen etc.) und die Eingänge vor den angrenzenden Gebäuden gepflastert.

 

IBZ gibt ehemalige Propstei zurück

Neuigkeiten gibt es auch rund um ein Gebäude des Klosters. Der Stiftungsrat des Internationalen Begegnungs­zentrums St. Marienthal hat einstimmig beschlossen, die ehemalige Propstei des Klosters St. Marienthal an die Abtei kostenlos zurückzugeben. Im August wird hierzu der entsprechende Notarvertrag unterschrieben.

Im Jahr 1992 hatte die Abtei Klosterstift St. Marienthal das Gebäude im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages an die Stiftung IBZ verpachtet. Seitdem wurden vom IBZ kleinere Renovierungen und vom Klosterstift nach dem Hochwasser im Jahr 2010 ganz erhebliche Sanierungen durchgeführt. Auf Bitten der Äbtissin des Klosterstiftes, Sr. M. Elisabeth Vatterodt OCist, kommt es nun zur Rückgabe.

Das Propsteigebäude wurde nach dem großen Klosterbrand im Jahre 1683 errichtet und war Wohnsitz des Propstes und Arbeitsort zahlreicher Mitarbeiter des Klosters. Der Propst war zum einen für die wirtschaftlichen, finanziellen und juristischen Angelegenheiten des Klosters verantwortlich. Zum anderen war er jeweils ein Priester, der den Gottesdiensten im Kloster vorstand. Letzter Propst in St. Marienthal war - noch zu DDR-Zeiten - Gerhard Hälbig.

Heute gibt es das Amt des „Propstes“ in St. Marienthal nicht mehr, da sich die Nonnen selber um ihre wirtschaftlichen, finanziellen und juristischen Angelegenheiten kümmern. Es gibt jedoch das Amt des „Spirituals“, des Hausgeistlichen des Klosters. Derzeit ist Pater Dr. Bruno Hannöver OCist von der Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz (Österreich) für diese Aufgabe freigestellt. Hannöver ist zugleich Vorstandsmitglied der Stiftung IBZ und hat seine Wohnung in der ehemaligen Propstei. Gegenwärtig werden in dem Gebäude noch alle Hochwasserschäden aus dem Jahr 2010 beseitigt.

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Heute: Ehrung "Dresdner des Jahres"

Dresden. Erinnern Sie sich? Mitte April fragten wir wer soll den Titel "Dresdner des Jahres" tragen? Heute Abend ist es so weit und wir küren den Dresdner des Jahres 2018. Wir sind schon ganz gespannt. Die Ehrung wird auf der Facebook-Seite des WochenKurier und auf der Facebook-Seite von MyTVplus ab ca. 20 Uhr übertragen. Also schaut mal rein. Hier noch einmal alle Nominierten: * Wolfgang Schaller ("Keule-Geist" – Seit 57 Jahren steht die Dresdner Herkuleskeule bundesweit für politisches Kabarett allererste Güte. Seit 48 Jahren prägt Wolfgang Schaller diese Bühne – in erster Linie als genialer Autor bissiger wie brillanter Texte, aber ebenso als Intendant und Künstlerischer Leiter) * Anja Kreft ("Hilfe beim Erwachsen werden" – Seit 17 Jahren ist sie Mitglied im Lions-Club. Die Unternehmenskundenbetreuerin hat sich seither dem Projekt Lions-Quest verschrieben. Das dreistufige Lernkompetenzprogramm richtet sich an Lehrer, Sozialarbeiter und Menschen, die regelmäßig mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten.) * Prof. Gerhard Ehninger (Prägend für die Hochschulmedizin – Als Direktor der Medizinischen Klinik I des Uniklinikums hat er nicht nur die Stammzelltransplantation etabliert und damit mehreren tausend Blutkrebs-Patienten das Leben gerettet, sondern kontinuierlich an der Entwicklung neuer Therapien gearbeitet. Bundesweit bekannt wurde er durch die von ihm mitgegründete Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS.) * Simone Saloßnik (Das Mutperlen-Projekt ist ihr Ding – Die Pächterin der Dynamo-Tankstelle hat sich zum Ziel gesetzt, die rund 9.000 Euro, die der Sonnenstrahl e.V. jedes Jahr für die Finanzierung dieser speziellen Perlen aus Holz benötigt, durch viele kreative Ideen einzusammeln. Deshalb bietet sie in ihren Tankstellen gelbe und schwarze Perlen für je 50 Cent an, versteigert Dynamo-Fanartikel und sitzt bei "Rudern gegen Krebs" mit im Boot.) * Prof. Dr. med. Adrian Dragu (Handchirurgie-Experte – Er hat mit dem Aufbau einer eigenen Abteilung für Plastische und Handchirurgie im vergangenen Jahr eine Versorgungslücke am Uniklinikum, in der Stadt Dresden sowie der gesamten Region geschlossen.) * Dieter Lembke (Er kennt sich aus im Rudersport – 1968 saß er erstmals selbst im Boot und wurde schließlich Übungsleiter im Dresdner Ruderverein. Im Laufe der Jahre übernahm der heute 66-Jährige ehrenamtlich jede Menge Ämter, u.a. war er ab 1994 sogar Vorsitzender des Länderrates für Gesamt(ruder)deutschland.) * Falk Döhler (Mann mit Herz – Für Ute Janneck aus Boxdorf hat Falk Döhler, der Friseurmeister von der Rankestraße in Dresden-Mickten, den Titel verdient. "Er ist ein humorvoller, kreativer, zu tausend Prozent hilfsbereiter, vertrauensvoller, mit einem großen Herz ausgestatteter Mensch", schreibt sie. Er kümmert sich um den Tierschutz, ist fast jede Woche im Tierheim und übernimmt kranke Wildvögel aus dem Wildgehege Moritzburg zur Pflege.) * Ingrid Andersch (Lebenselexier: Rudern – Sie organisiert seit 2011 fleißig mit bei "Rudern gegen Krebs". Dabei ist sie als Vereinsvorsitzende maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Teilnehmer auf dem Wasser sicher ins Ziel kommen.)Erinnern Sie sich? Mitte April fragten wir wer soll den Titel "Dresdner des Jahres" tragen? Heute Abend ist es so weit und wir küren den Dresdner des Jahres 2018. Wir sind schon ganz gespannt. Die Ehrung wird auf der Facebook-Seite des

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