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Gigabitfähige Netze für den Landkreis

Reichenbach/O.L.. Per Förderung zu schnellem Internet: Der geförderte Breitbandausbau im Landkreis Görlitz hat vergangene Woche begonnen.

Wann bekomme ich endlich schnelles Internet? Das ist eine Frage, die viele Menschen im Landkreis Görlitz schon lange umtreibt und die auch Landrat Bernd Lange und die Bürgermeister der Gemeinden häufig zu Ohren kommt. Umso wichtiger, dass vergangene Woche in Reichenbach der Startschuss für ein Breitbandprojekt fiel. Im Rahmen des Breitbandförderprogramms des Bundes und kofinanziert durch den Freistaat soll so der Breitbandausbau vorangetrieben werden.

Der Landkreis setzt dabei auf die Glasfaser-Anschlusstechnik Fiber to the building (FTTB – Glasfaser bis ins Haus) und will so in den 31 beteiligten Kommunen gigabitfähige Netze schaffen. Dafür werden circa 800 Kilometer Tiefbau nötig und etwa 4200 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Zusätzlich zu den Hausanschlüssen und Gewerbebetrieben im geförderten Bereich werden auch Schulen und Krankenhäuser einen gigabitfähigen Anschluss bekommen. Das alles muss aufgrund der Förderrichtlinien in den kommenden 36 Monaten abgeschlossen sein. Das Breitbandprojekt wird vom Dezernat 3, unter der Leitung von Dezernentin Heike Zettwitz, koordiniert.

„Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen brauchen eine leistungsfähige Infrastruktur. Dazu gehören nicht nur Straßen, sondern auch schnelle Datenautobahnen. Ich freue mich sehr, dass der Landkreis Görlitz gemeinsam mit den Unternehmen Telekom, Enso und Netcommunity jetzt 31 unterversorgte Kommunen gefördert mit Glasfaser erschließt“, sagte Heike Zettwitz. Bei der Ausschreibung der Maßnahme war das auszubauende Gebiet in neun Cluster unterteilt worden. Jeweils vier Cluster gingen an die Telekom und die Enso, einer an Netcommunity. Der Landkreis wird nach der Sommerpause gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen Informationsveranstaltungen in den 31 Gemeinden durchführen, um die geplanten Maßnahmen mit den Bürgerinnen und Bürgern zu erläutern. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

Hintergund

 

Der Breitbandausbau ist nach der Regelung des Grundgesetzes Aufgabe der privaten Telekommunikationsunternehmen. Nur dort, wo sie aus wirtschaftlichen Gründen selbst nicht ausbauen, darf der Staat unter engen rechtlichen Voraussetzungen den Breitbandausbau mit Fördermitteln unterstützen.

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