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Emma darf im Tierpark bleiben

Verwaister Otterwelpe findet dauerhaftes Zuhause

September 2019. Ein noch blinder, mutterloser Otterwelpe wird auf freiem Feld im Biosphärenreservat Oberlausitzer Teichlandschaft aufgefunden und in die Wildtierauffangstation des Görlitzer Tierparks verbracht, wo das Jungtier liebevoll von geschulter Hand aufgezogen wird. Mittlerweile ist die auf den Namen Emma getaufte Otterfähe ausgewachsen und darf nun mit einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde dauerhaft im Görlitzer Tierpark bleiben.

Glücklich über diese Entscheidung sind unter anderem die Tierpfleger, die die zutrauliche, verspielte Emma schon lange ins Herz geschlossen haben. Aber auch das Europäische Otter-Erhaltungszuchtprogramm, an dem der Görlitzer Tierpark schon seit vielen Jahren teilnimmt, freut sich über den Zugang. Emma, so die Hoffnung, wird mit ihrem zukünftigen Nachwuchs einen wertvollen genetischen Beitrag leisten, um zum Erhalt einer gesunden Population der charismatischen Wassermarder in menschlicher Obhut beizutragen.

„Damit bekleidet die Otterdame eine bedeutende Doppelfunktion“, erklärt Kuratorin Catrin Hammer. „Zum einen als Teil des Zuchtprogrammes und zum anderen übernimmt Sympathieträgerin Emma eine wichtige Botschafterrolle für den Umwelt- und Artenschutz.“ Emma ist bereits erfolgreich mit dem 2018 aus Schweden eingetroffenen Otterrüden Yourek vergesellschaftet worden. Es war Freundschaft auf den ersten Blick. Beide wird man ab dem Zeitpunkt der Wiedereröffnung des Görlitzer Tierparks ausgelassen spielend in der großzügigen, naturnahen Anlage des Lausitz Tals beobachten.

Bis es soweit ist, freuen sich Mitarbeiter und Tiere über Spenden (IBAN: DE07 8505 0100 0000 0122 03, Kennwort „für unseren Tierpark“ oder über paypal.me/zoogoerlitz) in dieser schweren Zeit.

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Forst erhält Plakette »Deutsch-sorbische/wendische Stadt«

Forst. Am vergangenen Mittwoch überreichte der Referent des Landesbeauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Meto Nowak, an die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek, die Plakette »Deutsch-sorbische/wendische Stadt«, die jede Stadt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden erhält. Die Bürgermeisterin bedankte sich und versprach, dass diese Plakette einen würdigen Platz im Rathaus finden wird. Die Forster Stadtbibliothek erhielt zudem ein sorbisches/wendisches Medienpaket. Es beinhaltet sorbische/wendische Literatur, Informationen über die sorbische/wendische Geschichte und Kultur sowie Materialien zum Spracherwerb. Darunter zweisprachige Kinderliteratur, Spiele zur Sprachförderung, Sachliteratur zur Brauchtumspflege, Sprachkurse sowie biografische Romane. Initiiert worden ist das Projekt von der sorbischen wissenschaftlichen Gesellschaft Masica Serbska und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Die Medien stehen künftig allen Kunden der Stadtbibliothek zum Ausleihen zur Verfügung, betonte die Leiterin der Einrichtung Doreen Sawall. Insgesamt erhalten 16 kommunale Bibliotheken im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden diese Medienpakete. Hinweis: Aufgrund technischer Probleme können gegenwärtig leider keine Fotos angezeigt werden. Wir bitten um Verständnis.Am vergangenen Mittwoch überreichte der Referent des Landesbeauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Meto Nowak, an die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek,…

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