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Ein Blick auf „Mythos Europa“

Görlitz. Görlitz und Zgorzelec wollen weiter eng zusammenarbeiten. Das bekrätigten die beiden Stadtoberhäupter am Freitag im Rahmen der Vernissage zur Preview-Ausstellung „Mythos Europa“. Die Ausstellung ist eines der Highlights zum 20-jährigen Jubiläum der Proklamation der Europastadt Görlitz-Zgorzelec vom 5. Mai 1998.

Am vergangenen Freitag haben der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege und sein Zgorzelecer Amtskollege Rafal Gronicz ihre enge Zusammenarbeit mit Blick auf das 20-jährige Jubiläum der deutsch-polnischen Proklamation zwischen den Neißestädte Görlitz und Zgorzelec im Jahr 2018 bekräftigt. Im Rahmen der Vernissage zur Preview-Ausstellung „Mythos Europa“ der Künstlerin Antoinette betonten die Stadtoberhäupter, dass sie unabhängig von der jeweils nationalen politischen Situation an der engen und freundschaftlichen Kooperation in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec festhalten und diese ausbauen.

Durch die Vernissage und die Gesprächsrunde führte in der Galerie Brüderstraße 9 der Görlitzer Bau- und Kulturbürgermeister Dr. Michael Wieler. Der Generalbevollmächtigte der Künstlerin Antoinette (Thomas Hampel) und die Finanzwissenschaftlerin Prof. Dr. Brigitte Unger erörterten auf der Vernissage zudem das Kunstprojekt „100 Jahre Frauenwahlrecht in Europa“, welches mit Frauenportraits von Antoinette vermittelt wird.

Oberbürgermeister Siegfried Deinege sagte mit Blick auf das Jubiläumsjahr 2018: „Ich bin mir mit meinem Amtskollegen Rafal Gronicz einig, dass die beeindruckende Ausstellung der großformatigen Bilder von Antoinette unter dem Thema Mythos Europa in unserer Stadthalle ein klares Zeichen setzt. Die Görlitzer Stadthalle ist nicht nur ein beeindruckender, symbolischer und geeigneter Ort für eine Ausstellung mit Bildern im Format von 4 mal 6 Meter – sie steht auch dafür, dass man an dem Haus Europa gemeinsam stetig weiterarbeiten muss.“ Die Ausstellung Mythos Europa soll deshalb zur Diskussion anregen und eines der Highlights zum 20-jährigen Jubiläum der Proklamation vom 5.5.1998 der Europastadt Görlitz-Zgorzelec sein.

Bürgermeister Rafal Gronicz sagte bei der Vernissage in Görlitz: „Weniger in den guten, sondern in den schwierigen Zeiten zeigt sich, wie wichtig eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist. Wir werden 2018 gemeinsam das Verbindende unserer beiden Städte herausarbeiten – nicht das Trennende.“ Rafal Gronicz unterstrich zudem, dass die gewachsene Zusammenarbeit der Städte Görlitz und Zgorzelec sich auf vielen Ebenen abspiele.

Die Ausstellung der Werke von Antoinette „Mythos Europa - 20 Jahre Europastadt Görlitz-Zgorzelec“ wird von Juli bis Oktober 2018 im Großen Saal der Stadthalle Görlitz zu sehen sein. Die Preview-Ausstellung in der Galerie Brüderstraße ist bis 22. Dezember zu sehen.

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Anti-Drogen-Zug macht Station in Hradek

Zittau. Ein tschechisch-deutsches INTERREG Projekt hat es möglich gemacht, dass der Anti-Drogen-Zug „Revolution-Train“ aus Prag vom 21. bis 23. Juni nach erfolgreichen Tourneen in den Vorjahren in die Euroregion kommt. Leider ist es auf Grund der Bauarbeiten nicht gelungen, den Zug auf dem Bahnhof Zittau zu stationieren, so dass für die deutschen Besucher der Weg nach Hradek erforderlich wird. Der gesamte Vormittag und frühe Nachmittag ist für die Schüler der Zittauer Oberschulen reserviert. Ab 16.10 bis 17.50 Uhr werden im 20-Minuten-Rhythmus deutschsprachige Gruppenführungen für die Öffentlichkeit angeboten. Der Eintritt ist dank der Förderung kostenfrei. Der „Revolution Train“ ist ein multimedialer Ausstellungszug, der in interaktiver und neuartiger Form eine primärere Prävention ermöglicht. Durch die Aktivierung aller menschlichen Sinne mit der 5D-Methode ist es möglich, die Besucher sehr emotional anzusprechen und dessen Sicht auf legale und illegale Suchtmittel zu beeinflussen. Der Zug besteht aus sechs Wagons, vier davon werden vollständig für das Programm genutzt. Jeder der vier Wagen ist unterteilt in drei Bereiche: 1. Kinosaal mit Filmprojektion, 2. Diskussion mit Fachleuten, 3. Ausstellungsraum. Die Wagons wurden im Inneren zu multimedialen interaktiven Räumen umgebaut, in denen sich jeweils in dramatischer Form eine Geschichte über die Ursprünge, Entwicklung und Folgen einer Drogensucht abspielt. Die Besucher werden durch die interaktiven Technologien unmittelbar an der Geschichte beteiligt. Die Bereiche des Zuges stellen Szenen und Räume, wie Drogennest, Gefängnis, Untersuchungsraum einer Polizeistation, Entzugsanstalt und die Stätte eines Autounfalls dar, mit denen man im normalen Leben kaum konfrontiert wird. In diesen Räumen, die sich visuell, durch Geräuschkulisse, Temperatur oder Gerüche unterscheiden, spielt sich auf mehreren Ebenen eine Geschichte über die Ursprünge, Entwicklung und Folgen einer Drogensucht ab.  Ein tschechisch-deutsches INTERREG Projekt hat es möglich gemacht, dass der Anti-Drogen-Zug „Revolution-Train“ aus Prag vom 21. bis 23. Juni nach erfolgreichen Tourneen in den Vorjahren in die Euroregion kommt. Leider ist es auf Grund der Bauarbeiten…

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