Gabriela Lachnit

Das gibts nur in der Oberlausitz!

Görlitz. Erstmals feiern die Oberlausitzer am 21. August ihren eigenen Tag.

"Es ist ein Ereignis, das einmalig in Deutschland ist, ein Tag ohne eine zentrale Veranstaltung, ohne Markttreiben und ohne Festumzug", unterstreicht Hans Klecker, der Oberlausitzer Mundartunterhalter und einer der Initiatoren für den Oberlausitz-Tag.

"Die in der Oberlausitz lebenden Menschen, Familien, ihre Vereine, Einrichtungen und Betriebe sind aufgerufen, selber etwas auf die Beine zu stellen und ihre Nachbarn und Freunde mit einzubeziehen."

Als die Idee zum Oberlausitz-Tag im Jahre 2009 im Kopf des Oppacher Heimatfreundes Uwe Hornig geboren wurde, belächelten ihn die Pessimisten und meinten, dass die Oberlausitzer in ihrer abwartenden Handlung und Abneigung gegen alles Neue da nicht mitmachen würden. "Glücklicherweise ist dem nicht so", freut sich nicht nur Hans Klecker. Bisher sind über 50 Meldungen mit konkreten Aktivitäten zum Tag der Oberlausitz eingegangen. Und es werden täglich mehr.

 

Nun gehören 30 Prozent des historischen Markgraftums zur Republik Polen. Und alle Initiatoren sind sehr erfreut darüber, dass auch östlich der Neiße sich allmählich ein Oberlausitzbewusstsein entwickelt. Mitinitiator Gerd Münzberg steht im ständigen Kontakt mit polnischen Freunden. "Am Tag der Oberlausitz können sich alle Personen beteiligen, auch die, denen eher Sachsen oder Schlesien am Herzen liegt", betont Klecker.

Flagge zeigen!

"Alle Gemeindeämter, Rathäuser, Betriebe, Vereine und Häuselleute, die eine blau-goldene Oberlausitzfahne besitzen, sind aufgefordert, Flagge zu zeigen." Restbestände von blau-goldenen Autoflaggen, Fahnen und Autoaufklebern sind bei Hans Klecker, in der Eisenbahnstraße 43 in Zittau zu bekommen. Oder man meldet sich bei ihm unter info@hans-klecker.de

Mehr als 50 Veranstaltungen

Zu den mehr als 50 Veranstaltungen in der Oberlausitz, die am 21. August ? einige wenige auch um dieses Datum herum ? gehört das Treffen auf dem Gelände des Landfrauenvereins in Hirschfelde. Dort gibts am 21. August, ab 11 Uhr, Chorgesang, Mundartlesung, Kochen und Handarbeit. 15 und 19 Uhr wird im Vereinshaus "Alte Schule" in Ostritz bei Oberlausitzer Musik in der Bilderchronik der Stadt geblättert.

In der "Alten Mangel" in Ebersbach/Sa. heißt es ab 15 Uhr "Ba uns derheeme".

Der bunte Heimatabend im Schloss Kittlitz beginnt 19.30 Uhr. Im Umgebindehaus-Park in Cunewalde beginnt 10 Uhr eine Umgebindehaustour mit Kirchenführung.

Oberlausitzer sind ab 16 Uhr auf die Schießsportanlage in Görlitz-Weinhübel eingeladen zum Schießen um den Stadtkönig.

Im polnischen Lagow (Leopoldshain) gibts ab 15 Uhr ein deutsch-polnisch-sorbisches Bürgerfest.

"Oack ne jechn" heißt es ab 10 Uhr in Neukirch in "Die Lade". Bereits am 17. August lädt das Kloster St. Marienstern Panschwitz-Kuckau zum Kräutersonntag mit ökumenischer Andacht ein. Beginn ist hier 14.30 Uhr.

Im Via-regia-Haus in Königsbrück behauptet am 20. August, ab 18.30 Uhr, ein Vortrag "Das gab es nur in der Oberlausitz". Das Handwerks- und Gewerbemuseum Sagar lädt am 21. August, ab 8 Uhr, zur Ausstellung ein.

Im Schloss Hainewalde gibt's am 21. August ab 18.30 Uhr "Musicke vu Kurtl".

Im Stammhaus Neugersdorf, Thälmann-Straße 38 sind ab 10 Uhr Besichtigungen und Informationen zum Thema Umgebinde möglich.

"Wenn Grenzsteine reden könnten" ist eine geführte Wanderung, die 9 Uhr in Oppitz bei Königswartha beginnt.

Ein Schnellschachturnier beginnt 18 Uhr im Steinhaus im Exil in Bautzen.

Der Startschuss für die "Zukunftstage Oberlausitz" (siehe E-Paper Görlitz Seite 3 Kalenderwoche 33) fällt 18 Uhr im Barockschloss Königshain.

Auf dem Marktplatz in Weißwasser startet 10 Uhr bereits am 19. August eine geführte Fahrradtour.

Foto: Hans Klecker und Karin Renger laden zum Oberlausitztag ein. Fotos: Kerstin Kunath, Hans Klecker (2)

 

 

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