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Bürgerverein gegen Erhöhung der Grundsteuer

Weißwasser/O.L.. In der kommenden Stadtratssitzung soll über den Haushalt der Stadt Weißwasser für das Jahr 2018 entschieden werden. Im Haushaltsentwurf zu finden sind auch einige Steuererhöhungen. Vor allem der Plan für die neue Grundsteuer ist dem Weißwasseraner Bürgerverein ein Dorn im Auge.

Der Haushaltsentwurf der Stadt Weißwasser sieht unter anderem eine Erhöhung der Grundsteuer von 420 auf 550 v.H. vor. „Wenn die Erhöhung der Grundsteuer kommt, haben wir hier Verhältnisse wie in München“, sagt Gerhard Schwarzbach vom Weißwasseraner Bürgerverein. Der Verein befindet sich zwar momentan in Auflösung, bevor die Pforten dicht gemacht werden, wolle man bei der geplanten Steuererhöhung aber nochmal aktiv werden. Bis 20. Juni kann man bei der Stadtverwaltung gegen die geplante Satzung Einwände erheben, was der Verein auch machen will. Außerdem wünscht sich der Verein, dass am 27. Juni möglichst viele Bürger zur Stadtratssitzung erscheinen. „Das Thema Grundsteuer müsste eigentlich jeden interessieren. Auch wer zur Miete wohnt, zahlt letztlich mehr. Denn die höhere Grundsteuer wird auf die Nebenkosten umgeschlagen“, so Schwarzbach. Die geplante Erhöhung empfindet der Verein als unverhältnismäßig, zumal die Steuer erst 2016 erhöht worden sei.

 

Warum will die Stadt die Steuern erhöhen?

Laut der Haushaltssatzung soll der Hebesatz der Grundsteuer B von 420 auf 550 v.H. angehoben werden. Dadurch erhofft sich die Stadt Mehreinnahmen von 525000 Euro. Das Geld wird benötigt, da an anderer Stelle Einnahmen wegfallen. Die Gewerbesteuerrückzahlungen an Vattenfall hatten 2016 ein dickes Loch ins Finanzsäckel gerissen. Ab 1. Januar 2018 sank außerdem Weißwassers Gemeindeanteil der Einkommenssteuer um 11 Prozent, die Stadt bekommt damit rund 500000 Euro weniger pro Jahr. Gleiches gilt für die Umsatzsteuer. Hier sank der Gemeindeanteil um 14,5 Prozent, was ein um rund 180000 Euro verringertes Steueraufkommen im Vergleich zur ursprünglichen Planung bedeutet.

 

Nächste Stadtratssitzung:

Mittwoch, 27. Juni, 16 Uhr, im Lesesaal der Bibliothek

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Kommentar von Kai Roßbacher
Ja, beim Geld eintreiben sind die stadteigenen Politfunktionäre immer sehr fix. Aber wenn es darum geht, für die Menschen mal was zu leisten, dann zieht sich das hin, so das eine Schnecke schneller ist. Besonders die schlechte und blockierende Politik der CDU-Fraktion verdient negative Anerkennung. Ständig wird nur geredet, aber nicht gehandelt. Das kann nicht im Sinne der Menschen in Weißwasser sein.

DSC: Karriereende für Lars Hamann

Dresden. Speerwerfer Lars Hamann vom Dresdner SC gibt mit sofortiger Wirkung sein Karriereende bekannt. „Seit Anfang 2017 haben mich immer wiederkehrende Ellenbogenbeschwerden geplagt, weshalb ich mich auch einer Operation unterziehen musste. Auch 2018, als ich im Wiederaufbau begriffen war, machte mir die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Eine Bandverletzung am rechten Sprunggelenk führte zu einem Saisonabbruch. Als ich für die Saison 2019 das Speerwurftraining wieder aufgenommen habe, kam es erneut zu Ellenbogenbeschwerden. Die ärztliche Diagnose ergab, dass die Schäden im Gelenk eine sportliche Laufbahn auf diesem Niveau nicht mehr zulassen", erklärt der 29-Jährige. „Ich hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfen und habe mich mit viel Energie zurückgekämpft – am Ende konnte ich dann doch nicht die erwarteten Zielstellungen erfüllen. Es ist für mich Zeit, neue Ziele zu verfolgen." Lars Hamann wurde in Meißen geboren und machte seine ersten Speerwurf-Versuche beim DSC vor 17 Jahren. Seit 2003 startete er für den Verein. Der Schützling von Katharina Wünsche und Steffen Krüger wurde 2010 Deutscher Juniorenmeister und gewann dreimal Bronze bei den Deutschen Meisterschaften. Er nahm 2013 und 2015 an den Weltmeisterschaften teil ebenso wie an den Europameisterschaften 2016. 2016 scheiterte er aufgrund der starken innerdeutschen Konkurrenz knapp am Ziel Olympia. 2017 erreichte er mit 86,71 seine persönliche Bestleistung und knackte damit auch die Norm für die Weltmeisterschaften. Damit erzielte er bundesweit jedoch erneut nur die viertbeste Weite und musste zuhause bleiben. „Mit seinem Engagement und den Erfolgen trug er dazu bei, dass sich eine starke Speerwurfgruppe beim DSC gebildet hat. In der Trainingsgruppe unter Leitung von Frau Wünsche und Herrn Krüger trainieren zurzeit 13 Sportler. Dabei ist mit Paul Schlenker in der U18 ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent gereift. Gleiches trifft für die Hammerwerferin Lilly Lützner zu", sagte Abteilungsleiter Gerd Töpfer. Lars Hamann arbeitet als Polizist in Dresden und hat ein Kind. Der Dresdner SC bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei Lars Hamann für die zahlreichen gemeinsamen Jahre und die Treue, die Lars Hamann dem Verein entgegengebracht hat. Speerwerfer Lars Hamann vom Dresdner SC gibt mit sofortiger Wirkung sein Karriereende bekannt. „Seit Anfang 2017 haben mich immer wiederkehrende Ellenbogenbeschwerden geplagt, weshalb ich mich auch einer Operation unterziehen musste. Auch 2018, als…

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