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Ausstellung „Mythos Europa“ eröffnet

Am Freitagabend wurde die Ausstellung „Mythos Europa“ der Künstlerin Antoinette im großen Saal der Stadthalle Görlitz erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Eröffnung haben Oberbürgermeister Siegfried Deinege, der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und Schirmherr der Ausstellung, Michael Kretschmer, und der Zgorzelecer Bürgermeister Rafal Gronicz gemeinsam mit Laudator Thomas Hampel übernommen.

Die Ausstellung ist als ein Höhepunkt der Feierlichkeiten der 20-jährigen deutsch-polnischen Proklamation von 1998 konzipiert. Die glückliche Fügung, dass vor wenigen Tagen der Haushaltsausschuss des Bundes 18 Millionen Euro für die weitere Sanierung der Stadthalle Görlitz bestätigte und der Freistaat die gleiche Summe dazuzugeben plant, hat für viele Görlitzer und Zgorzelecer einen besonderen emotionalen Aspekt in die Vernissage gebracht.

Oberbürgermeister Siegfried Deinege betonte, dass gerade in diesen schnelllebigen Zeiten die Themen Europa und Grenzstädte viele Menschen bewegen. Er freue sich sehr darüber, dass mithilfe der Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien die Stadt Görlitz die hochkarätige und auf Europatour befindliche Ausstellung „Mythos Europa“ für Görlitz gewonnen werden konnte. „Ich freue mich sehr darüber, dass sich dadurch noch mehr Menschen mit der Materie Europa intensiv beschäftigen – und die Kunst von Antoinette gibt dabei neue Impulse die Thematik zu betrachten.“ Die Erkenntnis auf deutscher und polnischer Seite, dass man gemeinsam mehr erreiche, gelte für die Europastadt Görlitz/Zgorzelec besonders, so der OB mit Blick auf seinen Amtskollegen Rafal Gronicz, der ebenfalls den Europastadtgedanken in seiner Rede betonte.

Die Bilderwelt der renommierten Künstlerin Antoinette, die im über viele Jahre entstandenen Ausstellungsprojekt „Mythos Europa“ noch bis Oktober in der Stadthalle zu sehen ist, bietet Betrachtern eine Entdeckungsreise durch die Geschichte Europas mit unverblümten aktuellen Bezügen. Oberbürgermeister Siegfried Deinege: „Gerade in diesem Jahr, in dem wir zusammen auf das 20-jährige Bestehen unserer Europastadt Görlitz/Zgorzelec blicken, wollen wir mit dieser Schau über das Gestern, das Heute und das Morgen Europas und damit selbstverständlich auch über unsere Europastadt nachdenken und zum gemeinsamen Diskurs ermutigen.“

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Üben am Baumbiegesimulator

Hagenwerder. Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere Herausforderungen. Um gut für diesen Ernstfall gewappnet zu sein, übten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren am vergangen Samstag (9. Februar) nach mehrjähriger Pause erstmalig wieder an einem Baumbiegesimulator. „Hier können alle Spannungen, Zug und Druck im Stamm simuliert werden“, erklärt der erste Stellvertreter des Kreisbrandmeisters, Peter Seeliger, der als Hilfsausbilder bei der Schulung anwesend war. „Die Kameraden lernen in der Ausbildung, worauf sie unter diesen Umständen achten müssen und erlernen besondere Schnitttechniken.“ Damit die Schulung den neuen Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entspricht, hat der Landkreis Görlitz eigens einen Baumbiegesimulator beschafft. Dieser war am Samstag erstmalig im Einsatz. Er ist auf einem Anhänger montiert und wird zukünftig bei der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Das Gerät steht fortan flächendeckend im gesamten Landkreis für Schulungen zur Verfügung. Bereits im Mai wird es einen weiteren Motorsägenlehrgang in Zittau geben. Insgesamt plant der Landkreis vier bis fünf Lehrgänge für jeweils zwölf Teilnehmer pro Jahr, um peu à peu dazu beizutragen, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Schulung für alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren ermöglicht werden kann. An der jüngsten Schulung in Hagenwerder, die durch Christian Hanzig von der Berufsfeuerwehr Görlitz durchgeführt wurde, nahmen zwölf Feuerwehrleute teil. Die Ausbildung wird durch den Landkreis für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt, damit diese bei Sturmschäden oder sonstigen Hilfeleistungen sowie auch bei Bränden die Motorkettensäge einsetzen dürfen. Neben den Übungen am Baumsimulator standen auch Baumfällungen und Entästungen auf dem Schulungsprogramm.Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere…

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