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Görlitz: Telefonbetrüger am Werk

Görlitz. Ihr Netz ausgeworfen haben am Dienstag Trickbetrüger im Raum Görlitz. Die Täter versuchten in insgesamt sechs der Polizei bekannten Fällen, ältere Personen um ihr Erspartes zu bringen.

Die Seniorinnen und Senioren erhielten einen Anruf von einem vermeintlichen Verwandten. Dieser berichtete, er hätte eine Immobilie erworben. Um den Kauf abschließen zu können, benötige er jedoch eine „kleine“ Finanzspritze. Etwa 50000 Euro forderten die Anrufer von ihren Opfern. Glücklicherweise blieben sie erfolglos. Alle Angerufenen handelten richtig, ließen sich auf nichts ein und meldeten den Vorfall bei der Polizei.

Betrug am Telefon kommt leider häufig vor und der Enkeltrick der aktuellen Fälle ist längst nicht die einzige Masche. So gaben sich beispielsweise im April 2019 Anrufer als Mitarbeiter eines Energieversorgers aus, der Kunden im Auftrag „ihres jetzigen Energieversorgers“ anruft. Tatsächlich wollten die Gauner lediglich sensible Daten abfragen und den Angerufenen einen neuen Strom- bzw. Gasvertrag unterjubeln.

Bei einer anderen Masche wurde eine Bautzenerin im Juni 2019 um ihr Geld gebracht. Ein Anrufer hatte sich als Dresdner Kriminalpolizist ausgegeben und behauptet, die Tochter der Rentnerin sei nach einem Unfall festgenommen worden. Für die Freilassung sei ein bestimmter Geldbetrag nötig. Schließlich überreichte die 75-Jährige 14000 Euro Bargeld und ihrem gesamten Goldschmuck.

 

Die Polizei rät:

  • Geben Sie keine Informationen oder Daten am Telefon heraus.
  • Seien Sie besonders wachsam bei Telefonanrufen von vermeintlichen Bekannten, Verwandten, Familienangehörigen oder auch von Personen, die sich als Polizisten ausgeben und die plötzlich Geld verlangen.
  • Es gibt keinen Grund, vermeintliche Regulierungen von Schäden oder Unfällen sofort in bar zu begleichen.
  • Übergeben Sie kein Geld an vermeintliche Boten, auch nicht, wenn diese sich als Polizisten vorstellen.
  • Rufen Sie Ihre Verwandten, Familienmitglieder über die Ihnen bekannten Telefonnummern zurück und fragen sie nach.
  • Rufen Sie im Zweifel, ob sich ihre Angehörigen wirklich in einer Notlage befinden, die Polizei auch per Notruf an und melden Sie die Vorfälle, bevor Sie an die Täter etwas übergeben.

 

 

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Verfolgungsjagd auf der B99: Polizei schnappt Diebe

Ostritz. Ein wachsamer Nachbar hat der Polizei in der Nacht zu Dienstag einen Einbruch in ein Autohaus an der B 99 in Leuba gemeldet. Von dort flüchtete ein mit drei Personen besetzter Opel. Der Insignia mit polnischen Kennzeichen raste in Richtung Zittau. Mehrere Streifen des Polizeireviers Zittau-Oberland eilten zum Einsatzort und nahmen gemeinsam mit der Bundespolizei die Verfolgung auf. Zwischen Ostritz und Hirschfelde stellten die Beamten den flüchtenden Kombi. Nun klickten die Handschellen und die Ordnungshüter nahmen die drei polnischen Bürger im Alter von 34, 35 und 39 Jahren vorläufig fest. Im Wagen fanden die Polizisten einen gewaltsam abgebauten Katalysator, im Handschuhfach einen griffbereiten Elektroschocker und im Innenraum ein verbotenes Butterflymesser sowie Einbruchswerkzeug und Bargeld in Höhe von rund 2900 Zloty (etwa 725 Euro). Zudem stand der 34-jährige Fahrer unter Einfluss von Amphetaminen und hatte bei der Durchsuchung seiner Bekleidung ein verdächtiges weißes Pulver einstecken. Die mutmaßlichen Betäubungsmittel stellten die Ordnungshüter ebenfalls sicher. Der Mann folgte den Beamten zu einer Blutentnahme. Die drei Täter werden sich nun wegen des besonders schweren Fall des Diebstahls sowie des Verstoßes gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz und des Fahrens unter Einfluss von Drogen verantworten müssen. Am Dienstagmorgen stellte sich dann heraus, dass der im Pkw aufgefundene Katalysator vom Gelände des Autohauses aus einem Transporter entwendet worden war. Die Ermittler der Soko Argus prüfen nun, ob die Drei für weitere Taten in Frage kommen. Die Polizei bedankt sich bei dem Anwohner für sein besonnenes Handeln und sucht in diesem Zusammenhang weitere Zeugen. Hinweise zum dunklen Opel Insignia Kombi und möglichen weiteren Diebstählen oder anderen Tatorten nimmt die Soko Argus unter der Rufnummer 03581/468100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.Ein wachsamer Nachbar hat der Polizei in der Nacht zu Dienstag einen Einbruch in ein Autohaus an der B 99 in Leuba gemeldet. Von dort flüchtete ein mit drei Personen besetzter Opel. Der Insignia mit polnischen Kennzeichen raste in Richtung Zittau. …

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