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1,9 Millionen Euro für die Görlitzer Altstadt

Görlitz. Görlitz kann sich über 1,9 Millionen Euro an Fördermitteln freuen. Den entsprechenden Bescheid übergab Ministerpräsident Michael Kretschmer am Montag.

Das Geld stammt aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ und ist in der Neißestadt für das Fördergebiet „Historische Altstadt – West“ vorgesehen. Ministerpräsident Michael Kretschmer übergab den Zuwendungsbescheid am 3. Dezember. „Die historische Altstadt ist nicht nur für die Görlitzer selbst ein Juwel. Zahlreiche Touristen aus nah und fern reisen mit wundervollen Erinnerungen und Fotos wieder ab. Mit den weiteren Fördermitteln aus dem Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz tragen wir dazu bei, dass dieses Juwel noch heller erstrahlen kann und die Görlitzer Altstadt ein lebenswerter Wohnort für Familien bleibt“, so Kretschmer.

Oberbürgermeister Siegfried Deinege nahm den Bescheid mit großer Freude und Dankbarkeit entgegen: „Wir freuen uns sehr über die Zuwendung des Freistaates Sachsen. Viele wichtige Vorhaben wie unser Museumskomplex, das Biblische Haus, der Platz um die Peterskirche und viele weitere konnten dank der Mitteln aus diesem Programm bereits realisiert werden. Die Stadtsanierung ist ein dynamischer Prozess der nie abgeschlossenen sein wird. Unsere Stadt befindet sich demgemäß in einer ständigen Veränderung. Bei dieser haben wir die Anpassung auf die Bedürfnisse unserer Einwohner und Familien im Blick.“

Der westliche Teil der Görlitzer Altstadt hat auf Grund seiner städtebaulichen Strukturen noch nicht den Sanierungszustand, den der östliche Teil der Altstadt und die Nikolaivorstadt vorweisen. Das soll sich in den kommenden fünf Jahren ändern. Konkrete Maßnahmen sollen jetzt im Rahmen der Haushaltsdiskussion festgelegt werden.

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Üben am Baumbiegesimulator

Hagenwerder. Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere Herausforderungen. Um gut für diesen Ernstfall gewappnet zu sein, übten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren am vergangen Samstag (9. Februar) nach mehrjähriger Pause erstmalig wieder an einem Baumbiegesimulator. „Hier können alle Spannungen, Zug und Druck im Stamm simuliert werden“, erklärt der erste Stellvertreter des Kreisbrandmeisters, Peter Seeliger, der als Hilfsausbilder bei der Schulung anwesend war. „Die Kameraden lernen in der Ausbildung, worauf sie unter diesen Umständen achten müssen und erlernen besondere Schnitttechniken.“ Damit die Schulung den neuen Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entspricht, hat der Landkreis Görlitz eigens einen Baumbiegesimulator beschafft. Dieser war am Samstag erstmalig im Einsatz. Er ist auf einem Anhänger montiert und wird zukünftig bei der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Das Gerät steht fortan flächendeckend im gesamten Landkreis für Schulungen zur Verfügung. Bereits im Mai wird es einen weiteren Motorsägenlehrgang in Zittau geben. Insgesamt plant der Landkreis vier bis fünf Lehrgänge für jeweils zwölf Teilnehmer pro Jahr, um peu à peu dazu beizutragen, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Schulung für alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren ermöglicht werden kann. An der jüngsten Schulung in Hagenwerder, die durch Christian Hanzig von der Berufsfeuerwehr Görlitz durchgeführt wurde, nahmen zwölf Feuerwehrleute teil. Die Ausbildung wird durch den Landkreis für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt, damit diese bei Sturmschäden oder sonstigen Hilfeleistungen sowie auch bei Bränden die Motorkettensäge einsetzen dürfen. Neben den Übungen am Baumsimulator standen auch Baumfällungen und Entästungen auf dem Schulungsprogramm.Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere…

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