Die Spalte

Dresden. Im Zug, überhaupt in allen Mitfahr-Fortbewegungsmitteln, im Kino, selbst im Theater, im Wartezimmer beim Arzt, im Restaurant, beim Einkaufen, in den meisten Besprechungen und im privaten Bereich sowieso... können Sie mir einen Ort sagen, an dem kein Handy bimmelt, keiner seine E-Mails checkt, nach dem morgigen Wetter schaut bzw. gerade mit "touchen" beschäftigt ist? Da muss man schon eine kurze Zeitspanne und einen ausgefallenen Ort haben, wo mal wirklich Ruhe ist. Selbst auf dem Friedhof ist man meist mit seinen Gedanken "nicht alleine". Was eigentlich ein Segen ist, wird durch unsachgemäßen Gebrauch oft zum Fluch (für die Mithörer). So kommt uns das wenigstens im täglichen Leben vor.Eine Befragung unter 500 Handy- und Smartphone-Besitzern ab 14 Jahren hat jetzt erste Ansätze von bewussterem Umgang - jedenfalls bei den Befragten - ergeben. Zwei Drittel telefonieren täglich nicht länger als zehn Minuten. Dafür ist der Internetzugang für die Hälfte ein Muss und wird für Informationen, und sei es nur ein Preisvergleich, rege genutzt. Auch wenn die mobile Internetnutzung zunimmt, sind es nur 16 Prozent der Smartphone-Besitzer, die eine Stunde und länger täglich unterwegs online sind. Auch wenn es uns anders vorkommt, gaben 75 Prozent an, darauf zu achten, ihr Umfeld mit ihren Telefonaten nicht zu stören. Wahrscheinlich bin ich immer am falschen Ort, denn zwei Drittel der Befragten setzen auf Diskretion und besprechen keine privaten Themen in der Öffentlichkeit. Nun ja, zu dem Thema könnte ich Ihnen was erzählen, aber nicht am Telefon... Wenn ich alle unfreiwillig mitgehörten Telefonate, statt laut tief durchzuatmen, lieber mitgeschrieben hätte, würde es ein Roman werden. Mit genervten Grüßen Regine EberleinIm Zug, überhaupt in allen Mitfahr-Fortbewegungsmitteln, im Kino, selbst im Theater, im Wartezimmer beim Arzt, im Restaurant, beim Einkaufen, in den meisten Besprechungen und im privaten Bereich sowieso... können Sie mir einen Ort sagen, an dem kein…

weiterlesen