Carola Pönisch

Zoo-Inventur: Wie misst man eine Python?

Dresden. Außerdem: Besucherrekord - über 903.000 Besucher kamen in den Dresdner Zoo.

Fünf Tierpfleger, vier Azubis, Kurator Matthias Hendel und der Zoo-Aufsichtsratsvorsitzende Detlef Sittel mussten beherzt zugreifen, damit die große Netzpython exakt in voller Länge vermessen werden konnte. Ergebnis: Die 25 Jahre alte Schlange ist 5,63 m lang und bringt 61 Kilo auf die Waage.

Auch alle anderen Zootiere wurde letzte Woche gezählt, gemessen und gewogen. Rund 1.500 Individuen in 246 Arten leben hier, doch eigentlich sind es noch viel mehr. Doch die exakte Zahl aller Fische, Insekten und vor allem deren Larven lassen sich nun mal nicht so genau ermitteln.

Exakt gezählt wurden dagegen die Besucher und die brachten es 2018 auf einen neuen Rekord: 903.635 Gäste wurden gezählt, so viel wie nie bisher.  »Wir führen das  auf attraktive tierische Neuzugänge wie den Elefantenbullen Tembo und die Gepardenbrüder Job und Sjef, die kleinen Goldtakine, Gänsegeier, Humboldtpinguine und Mohrenmaki sowie natürlich auf das neue Afrikahauses zurück«, so Zoodirektor Karl-Heinz Ukena.

Besonders traurig für die Zoomitarbeiter war der Tod des nach Vietnam abgegebenen Orang-Utans Duran, der Riesenschildkröte Hugo I, von Zebrastute Kirby sowie der Verlust der gesamten Milu-Gruppe (Hirschart). Kleiner Lichtblick: Im Frühjahr wird das am 3. Juni 2018 im Zoo Antwerpen geborene Koala-Weibchen Sydney im Dresdner Gehege einziehen.

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