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Zimmis Einwurf: Wenn das alles der Wagner wüsste…

Götterdämmerung. Passt irgendwie zum letzten Sportwochenende. Nicht nur wegen der Bayern. Die großen Bayern gingen speisen und trinken – auf ihr Oktoberfest. So wie es sich gehört. Mit einer Unmenge bestellter Fotografen. Bevor sie ihre Schritte auf die Wies`n lenkten, drückten junge Frauen jeder Bayern-Familie eine Maß in die Hand. Fürs schöne Bild. Der Rekordmeister lässt sich auf Platz 6 nieder. Breites Grinsen bei der gelangweilten Masse der deutschen Fußballfans. Die Saison ist noch lang.

Götterdämmerung auch in Magdeburg. Innerhalb von 27 Sekunden brannte bei Dynamo auf einmal der Scheiterhaufen. Nicht gewollt, nicht inszeniert. Wer nach der Pause nur noch das Spektakel  beobachten will und zuschaut, wie sich die Brandherde immer mehr vor das eigenen Tor verlagern, muss am Ende mit der Blamage rechnen.

Götterdämmerung natürlich in Bayreuth. Dort spielten die Eislöwen praktisch die Hauptrolle. Alles ging schief in den letzten Wochen. Die Rote Laterne stand lange nicht in der Dresdner Kabine rum.  Ihr Trainer Molling seufzt immer wieder, dass es so nicht geht. Jetzt ist guter Rat aber richtig teuer. Eine Analyse wurde angesetzt. Wenn du nicht mehr weiter weißt, bildest einen Arbeitskreis. 400 Meter weiter bei den Handballern leuchtet ebenfalls das rote Licht. Nächste Analyse. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen. Wie dann? Rauf aufs Oktoberfest.  

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Eggerts SachsenWind: Kretschmers Blindheit?

Sachsen. In die Familie der Mecklenburger Herzöge heirateten über Generationen hinweg junge Damen aus der russischen Zarenfamilie ein. Aber nicht das ist es, was die Schweriner Landesregierung antreibt, trotz aller Sanktionen enge politische und vor allem wirtschaftliche Beziehungen zum Oblast Leningrad zu pflegen – und auch die Moskauer Regierung samt Präsident Putin nicht auszusparen. Großes Medienecho hat das bislang nicht ausgelöst. Daran gemessen erntete Sachsens Regierungschef jüngst einen Entrüstungs-Sturm, als er sich mit Putin traf, wirtschaftliche Probleme erörterte, ihn nach Sachsen einlud und davon sprach, »der Osten« habe eine eigene Sichtweise auf Russland. Die Frankfurter Allgemeine vermutete darob bei Michael Kretschmer geistige Verwirrung. Starker Tobak – obwohl (oder gerade weil!) Kretschmer völlig richtig liegt: Er entspricht der durchaus besonderen Gefühlslage vieler Sachsen gegenüber »den Russen« und wohl auch der besonderen wirtschaftlichen Interessenlage Sachsens. Und hoffentlich provoziert er damit endlich die (west-)bundesdeutsche Bereitschaft, wieder intensiv mit »Moskau« zu reden. Und nicht nur verdruckst Nordstream 2 gegen Widerstände aus den USA, Polen oder der Ukraine zu verteidigen. Ihr Hans EggertIn die Familie der Mecklenburger Herzöge heirateten über Generationen hinweg junge Damen aus der russischen Zarenfamilie ein. Aber nicht das ist es, was die Schweriner Landesregierung antreibt, trotz aller Sanktionen enge politische und vor allem…

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