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Zimmis Einwurf – Der heimliche Star ist gegangen

Dresden. Wer ist eigentlich die Witzfigur? Der, der gnadenlos provozieren wollte und sich auf den Olymp der Gehässigkeit gehievt hat. Oder derjenige, der ruhig und gelassen reagiert und den Störenfried einfach zu Kaffee und Kuchen und dazu noch zu einem Fußballspiel der Leidenschaften eingeladen hat. Natürlich der Besonnene, also die Sportgemeinschaft.

Als hätte sie, die Chefsekretärin Gitta Müller noch einmal die Zügel in der Hand gehabt. Ein letztes Mal, so wie sie immer die Ruhe ausgestrahlt hat. Immer, in den hektischen Zeiten, in denen Dynamo ohne Zwischenhalt in den Abgrund sauste. An jenem Tag, als die Staatsanwaltschaft vor der Tür im so genannten Weißen Haus stand und um Eintritt bat. Vorher war ihr Chef Otto verhaftet worden. Dem hatte sie immer die kleinen Sahne-Näpfchen aufgemacht, wenn er gerade mal wieder wutschnaubend und völlig außer Atem in ihr Zimmer im zweiten Stock rein gepoltert kam. Oder sie legte einen Judoka auf dessen Kreuz. Er solle sich erst einmal in aller Ruhe hinsetzen und nachdenken. Der junge Mann hatte behauptet, er wäre der neue Präsident und müsse alle wichtigen Unterlagen einfach mal mitnehmen. Sie nahm auch lächelnd die Strumpfhosen vom selbst ernannten Star-Trainer Schafstall entgegen und wunderte sich nicht. Warum auch? Seit den Fünfzigern brachten Wessis, die was wollten, Strumpfhosen in die DDR mit. Sie erlebte aber auch die Herzlichkeit eines Christoph Franke, der einfach mal die Sportgemeinschaft vor dem Sterben bewahrte. Am Tag ihres Abschieds im alten Casino des alten Rudolf-Harbig-Stadions war es wahnsinnig heiß. Für einen Tag hatten die Fans ein Spruchband gezogen, das einfach nur den Dank ausdrücken sollte – für den eigentlichen, heimlichen Star der SGD. Jetzt ist Gitta gegangen. Es lässt uns frösteln.

Ihr Gert Zimmermann

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Anti-Drogen-Zug macht Station in Hradek

Zittau. Ein tschechisch-deutsches INTERREG Projekt hat es möglich gemacht, dass der Anti-Drogen-Zug „Revolution-Train“ aus Prag vom 21. bis 23. Juni nach erfolgreichen Tourneen in den Vorjahren in die Euroregion kommt. Leider ist es auf Grund der Bauarbeiten nicht gelungen, den Zug auf dem Bahnhof Zittau zu stationieren, so dass für die deutschen Besucher der Weg nach Hradek erforderlich wird. Der gesamte Vormittag und frühe Nachmittag ist für die Schüler der Zittauer Oberschulen reserviert. Ab 16.10 bis 17.50 Uhr werden im 20-Minuten-Rhythmus deutschsprachige Gruppenführungen für die Öffentlichkeit angeboten. Der Eintritt ist dank der Förderung kostenfrei. Der „Revolution Train“ ist ein multimedialer Ausstellungszug, der in interaktiver und neuartiger Form eine primärere Prävention ermöglicht. Durch die Aktivierung aller menschlichen Sinne mit der 5D-Methode ist es möglich, die Besucher sehr emotional anzusprechen und dessen Sicht auf legale und illegale Suchtmittel zu beeinflussen. Der Zug besteht aus sechs Wagons, vier davon werden vollständig für das Programm genutzt. Jeder der vier Wagen ist unterteilt in drei Bereiche: 1. Kinosaal mit Filmprojektion, 2. Diskussion mit Fachleuten, 3. Ausstellungsraum. Die Wagons wurden im Inneren zu multimedialen interaktiven Räumen umgebaut, in denen sich jeweils in dramatischer Form eine Geschichte über die Ursprünge, Entwicklung und Folgen einer Drogensucht abspielt. Die Besucher werden durch die interaktiven Technologien unmittelbar an der Geschichte beteiligt. Die Bereiche des Zuges stellen Szenen und Räume, wie Drogennest, Gefängnis, Untersuchungsraum einer Polizeistation, Entzugsanstalt und die Stätte eines Autounfalls dar, mit denen man im normalen Leben kaum konfrontiert wird. In diesen Räumen, die sich visuell, durch Geräuschkulisse, Temperatur oder Gerüche unterscheiden, spielt sich auf mehreren Ebenen eine Geschichte über die Ursprünge, Entwicklung und Folgen einer Drogensucht ab.  Ein tschechisch-deutsches INTERREG Projekt hat es möglich gemacht, dass der Anti-Drogen-Zug „Revolution-Train“ aus Prag vom 21. bis 23. Juni nach erfolgreichen Tourneen in den Vorjahren in die Euroregion kommt. Leider ist es auf Grund der Bauarbeiten…

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