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WoKu-Pfötchen Februar: Bobby aus der DDR

Dresden. Die Aktion WoKu-Pfötchen stellt jeden Monat ein Tier des Tierheims Dresden vor.

 »Erst gestern reingekommen«, sagt Tierheimchef Hans-Hendrik Kluge und zeigt auf einen Vogelkäfig. Drinnen hat es sich Bobby gemütlich gemacht. Der Nymphensittich stammt von einer betagten Dame, die ins Pflegeheim musste. »Das genaue Alter ist nicht bekannt. Wir wissen lediglich, dass er noch in der DDR geboren wurde«, erzählt Kluge weiter. Das hohe Alter hat die Tierpfleger etwas überrascht. Nymphensittiche, die 30 Jahre oder älter werden, sind die Ausnahme. Fliegen kann Bobby allerdings nicht mehr. Dafür aber ist er sehr zutraulich und neugierig. »Für die Voliere ist er nicht geeignet. Gut wäre, wenn schon einen Nymphensittich vorhanden ist«, sagt der Tierheimchef mit Blick auf Interessenten.  
Dezember-WoKu-Pfötchen »Mopsi« ist übrigens noch zu haben. Neuste Masche des Diabetiker-Katers: Er maust – mit Vorliebe Kekse.

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Eggerts Ostwind – Queres Querdenken

Sachsen. In den 1990ern, kurz nach der deutschen Wiedervereinigung, konnte es einem schnell passieren, als undankbarer DDR-Betonkopf einsortiert zu werden, wenn man Kritik am Weg ins neue Deutschland äußerte. Dem Schriftsteller Stefan Heym beispielsweise erging das so. Ihm, dem einst von den Nazis vertriebenen Juden, der bis dato als allseits anerkannter Kritiker der realsozialistischen Verhältnisse galt, drehten 1994 Unionsparlamentarier 20 Minuten lang verachtungsvoll den Rücken zu, als er, nun PDS-Abgeordneter und Alterspräsident, den 13. Bundestag eröffnete. Eine peinliche Szene. Klar wurde schon damals: Mit der gepriesenen Debattenkultur ist es hierzulande nicht weit her. Und das gilt bis heute: Da sieht sich beinahe jeder, der die aktuelle »Flüchtlingspolitik« kritisiert, locker als »Rechter« oder gar als Rassist bezeichnet. Und kritisiert einer diese Kritik, dann wieder gilt er als mindestens törichter »Gutmensch«, wenn nicht als »Volksverräter«. Überprüfung von Argumenten auf Stichhaltigkeit? Fehlanzeige. Quer zu denken – das gilt zwar seit den alten Griechen als Tugend derer, die nach Wahrheit suchen. Aber derzeit ist wohl eher zustimmendes Nicken gefragt. Und wehe, es kommt uns wirklich mal ein Querdenker in die Quere. Ihr Hans EggertIn den 1990ern, kurz nach der deutschen Wiedervereinigung, konnte es einem schnell passieren, als undankbarer DDR-Betonkopf einsortiert zu werden, wenn man Kritik am Weg ins neue Deutschland äußerte. Dem Schriftsteller Stefan Heym beispielsweise…

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