Carola Pönisch

"Wir werden den Striezelmarkt ausrichten"

Dresden. Dresdens Oberbürgermeister will trotz Corona am berühmten Weihnachtsmarkt festhalten. "Unter bestimmten Bedingungen ist das möglich".

Die Absage des kleinen Weihnachtsmarktes auf der Münzgasse zeige, in welcher schwierigen Situation sich alle Beteiligten in der Vorbereitung auf die Adventszeit befinden. "Selbstverständlich halten wir als Stadt aber weiterhin daran fest, den Striezelmarkt auch in diesem Jahr auszurichten. Gleiches gilt für unsere Gespräche mit den privaten Weihnachtsmarktbetreibern in Dresden. Dabei gibt es für uns klare Prämissen, unter denen der Striezelmarkt stattfinden kann", so Dresdens OB.

Klare Prämissen

Erstens gelte es, ein Konzept zu entwickeln, das die Gefahr einer massenhaften Ansteckung mit dem Corona-Virus auf ein Minimum reduziert. Dazu müsse der Markt entzerrt und so organisiert werden, dass sich keine sehr großen Menschenansammlungen bilden können. 

Zweitens soll das Tragen einer Alltagsmaske auf dem Markt Pflicht sein und auch kontrolliert werden.

Drittens muss eine rechtliche Grundlage vom Freistaat vorgelegt werden, die auf eine Kontaktnachverfolgung für die Märkte verzichtet, da diese unverhältnismäßig wäre. "Die Marktbetreiber, zumal bei einer Freiluftveranstaltung, dürfen nicht schlechter gestellt werden, als die Betreiber von Einkaufszentren oder Passagen. Auch wären die Gesundheitsämter im Fall der Fälle völlig überlastet, wenn Tausende Adressen nachverfolgt werden müssten." 

"Große Herausforderung"

"Mir ist völlig bewusst, dass der Freistaat vor einer großen Herausforderung steht, die Rahmenbedingungen für die Weihnachtszeit schon heute zu definieren. Und natürlich müssen alle Kommunen auch flexibel auf das Pandemie-Geschehen im November und Dezember reagieren. Dennoch braucht es jetzt schon Vorgaben, damit Marktbetreiber und vor allem Händler eine Planungssicherheit erhalten. Die wirtschaftliche Bedeutung der Weihnachtsmärkte ist für unsere Region riesig und ein Totalausfall würde zigtausende Existenzen bedrohen. Dem Striezelmarkt kommt dabei eine besondere Bedeutung zu und eine Absage würde auch die traditionellen Märkte im Erzgebirge bedrohen", so OB Dirk Hilbert. 

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