gb

Wenn Angehörige Pfleger sind

Dresden. Was tun, wenn der Ehepartner, die eigenen Eltern oder Kinder plötzlich zum Pflegefall werden? Viele pflegen ihre Angehörigen zu Hause. Wie sie es richtig machen und wo es Hilfe gibt, zeigen die Pflegekurse der Johanniter.

"Niemand muss heutzutage mehr mit einem pflegebedürftigen Angehörigen allein dastehen", sagt Susanne Hentschel, Bereichsleiterin Soziale Dienste bei den Johannitern im Regionalverband Dresden. "Mit unseren Kursen fördern wir den Aufbau eines eigenen Netzwerkes und geben ein umfassendes Unterstützungsangebot für die Betroffenen."

Gemeinsam mit Ausbildungsleiter Roy-Udo Heim und der ehemaligen Pflegeberatung Sabine Thielemann entwickelte sie Kurse, die erstmals im April angeboten wwurden. "Am 15. Oktober und 12. November starten neue Runden", sagt Roy-Udo Heim. Die Basiskurse können über die Pflegekasse des Pflegebedürftigen oder die des Angehörigen finanziert werden.

Was bringen die Pflegekurse?

In den Kursen werden zu thematisch ausgerichteten Modulen konkrete Kenntnisse und Fertigkeiten für die Durchführung der Pflege zu Hause vermittelt. Dabei stehen typische Erkrankungen und Mobilitätseinschränkungen im Fokus. Einzelne Themen greifen dabei ineinander über in den Basiskursen. "Wir bieten zudem Vertiefungskurse an, wo es um häufige Erkrankungen und die damit verbundenen Pflegeaktivitäten geht", so Heim.

Die Kurse finden nachmittags zwischen 17 Uhr und 20.30 Uhr in der Geschäftsstelle der Johanniter auf der Stephensonstraße 12-14 statt und laufen ganzjährig immer dienstags und donnerstags. Die 13 Module dauern jeweils 90 Minuten und können einzeln gebucht werden.

Anmeldungen für die Kurse: Telefon 0351-2091460, per Mail pflegekurse.dresden@johanniter.de  oder www.johanniter.de/pflegekurse-dresden

Johanniter auf der 4. Pflegemesse

Der Johanniter Regionalverband Dresden ist zum vierten Mal als Aussteller auf der Dresdner Pflegemesse dabei. Am Stand wird u.a. über Hospizdienst, Ansprüche bei Pflegeleistungen und zum Hausnotruf beraten, auch ein Altersanzug kann getestet werden. Susanne Hentschel, Bereichsleiterin Soziale Dienste, wird darüber hinaus beim Pflegetalk am 31. August 12 Uhr auf dem Podium sitzen und Fragen beantworten.

Infos

* 4. Dresdner Pflegemesse am 31. August / 1. September jeweils 10 bis 17 Uhr, Messe Dresden

* Eintritt: 6 Euro Erwachsene, 5 Euro ermäßigt, Kinder bis 14 frei

* Tickets: Wochenkurier-Geschäftsstelle am Wettiner Platz 10

* Podiumsdiskussion "Pflegetalk" am 31. August, 12 Uhr

* Die "Pflegesterne" werden am 1. September um 14 Uhr verliehenn

Wir verschenken 5x2 Eintrittskarten!!

* Zum Gewinnspiel geht's >>HIER<<

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Goldschakal tappt in Fotofalle

Görlitz. Zum ersten Mal ist in Sachsen ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Das Tier war bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im Landkreis Görlitz in eine Fotofalle gegangen. Jetzt liegt die offizielle Bestätigung vor, dass es sich um einen Goldschakal handelt.  Als Goldschakal identifiziert wurde das Tier vom LUPUS Institut, das im Auftrag des LfULG das Wolfsmonitoring in Sachsen durchführt. Durch Vergleichsaufnahmen vom gleichen Kamerastandort sei gut zu erkennen gewesen, dass das fotografierte Tier größer als ein Rotfuchs und kleiner als ein Wolf ist. Von der Gestalt her ist die Zuordnung zum Goldschakal sicher. Seitdem gibt es keine weiteren Hinweise auf die Anwesenheit des Tieres. Die anpassungsfähige Art besiedelt bevorzugt verbuschtes und feuchtes Gelände mit Versteckmöglichkeiten, bewohnt jedoch auch andere Lebensräume. Auf dem „Speisezettel“ des Goldschakals stehen vorwiegend kleinere Säugetiere wie Wühlmäuse und Ratten, aber auch Früchte und Aas. Das scheue Tier stellt keine Gefahr für den Menschen dar, kann jedoch ähnlich wie ein Fuchs auch ungeschützte kleinere Nutztiere töten.  Der Goldschakal ist eine besonders geschützte Tierart und im Anhang V der Europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet. Zukünftig sollen Hinweise auf den Goldschakal aufmerksam geprüft und dokumentiert werden. Das Landesumweltamt bittet die Bevölkerung, Aufnahmen aus Wildkameras, die auf den Goldschakal schließen lassen, zur Dokumentation in der Artdatenbank Sachsen zu übermitteln: E-Mail: DB-Arten.LfULG@smul.sachsen.de Homepage: https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/8048.htm Hintergrund Der Goldschakal (Canis aureus) gehört, ebenso wie Fuchs und Wolf, zur Familie der Hundeartigen. Besonders die Unterscheidung vom Wolf bedarf eines geschulten Blickes. Farblich ähnelt er dem Wolf, mit einem Einschlag ins Rötliche und einem deutlichen, hellen Kehlfleck. Insgesamt wirkt das Tier kurzbeiniger als ein Wolf. Die Schnauze ist spitzer und zierlicher als die des Wolfes. Vom Fuchs ist das Tier durch seine gedrungenere Gestalt und einen deutlich kürzeren Schwanz mit schwarzer Spitze zu unterscheiden. In Europa kommt der Goldschakal seit alters auf dem Balkan vor. Dort wurde er verfolgt und fast ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen erholten sich die Bestände allmählich. Besonders seit den 1960er Jahren kam es neben Vorstößen einzelner Tiere auch zu festen Ansiedlungen von Familien bis weit nach Nordwesten. Der Goldschakal siedelte sich von Bulgarien aus in Rumänien und Serbien und später in Italien, Slowenien, Österreich, Ungarn und der Slowakei wieder an. In Tschechien vermehrte sich der Goldschakal im Jahr 2018 erstmals in der Nähe von Prag auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz.  In Deutschland wurden seit 1996 einzelne Goldschakale nachgewiesen. Im Süden Brandenburgs hielt sich ein Tier zwischen 1996 und 1998 in der Braunkohlefolgelandschaft auf. Weitere Nachweise liegen aus Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vor. Einige dieser Tiere haben Sachsen sicherlich unerkannt durchquert. Zum ersten Mal ist in Sachsen ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Das Tier war bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im…

weiterlesen