Robert Pohl

Universitätsklinikum auf Wachstumskurs

Dresden. Deutliche Zuwächse bei Patientenzahlen ? Positives Betriebsergebnis im letzten Jahr

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. In der Hochschuleinrichtung wurden 2014 wieder mehr Patienten behandelt, sowohl voll und teilweise stationär sowie ambulant.

Der Zuwachs ergibt sich aus erweiterten Kapazitäten, die geschaffen wurden. Vor allem besonders schwer kranke Menschen, die eine hochspezialisierte Therapie benötigen, profitierten davon. In Zahlen ausgedrückt verzeichnete das Klinikum ein Plus von knapp fünf Prozent. Insgesamt 230.000 medizinische Fälle wurden behandelt. Die Leistungsfähigkeit des Krankenhauses beruht auf der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit eigenen Tochterunternehmen und der medizinischen Fakultät der Universität.

Über 6.000 Mitarbeiter aus 73 Nationen gewährleisten den Betrieb und die Versorgung der Patienten rund um die Uhr. "Die erfolgreiche Entwicklung von Klinikum und Fakultät, durch die wir zu einem der anerkanntesten Standorte für Krankenversorgung, Forschung und Lehre gewachsen sind, wäre ohne das Engagement von diesen Mitarbeitern nicht möglich gewesen", sagen die Vorstände Prof. Michael Albrecht und Wilfried Winzer.

Die letzte Geschäftsjahr brachte dem Uniklinikum einen Gewinn von 436.000 Euro. Durch gestiegene Eigeninvestitionen haben sich jedoch Abschreibungen erhöht, so dass im Gesamtergebnis ein Minus von vier Millionen Euro zu verzeichnen ist. Die Personal- und Sachkosten stiegen stärker an als die von den Krankenkassen gezahlten Vergütungen.

Zwischen 2009 und 2014 sind die Personalkosten des Universitätsklinikums um 33,7 Prozent und die Sachkosten um 27,0 Prozent gestiegen, die Erlöse dagegen nur um 26,2 Prozent. Diese Entwicklung schlägt sich auch im Betriebsergebnis nieder, das in diesem Fünfjahreszeitraum um 11,5 Prozent gesunken ist. "Der moderate Anstieg der Behandlungsfälle zeigt, dass Patienten mit schweren gesundheitlichen Problemen zunehmend auf das Dresdner Uniklinikum setzen.

"Immer mehr Menschen aus ganz Deutschland kommen, um sich hier behandeln zu lassen", sagt Prof. Albrecht. Im deutschlandweiten Krankenhausvergleich 2014 erreichte die Dresdner Hochschulmedizin im Ranking einen dritten Platz.

Foto: Pohl

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