Carola Pönisch

Stollenmädchen Lina hat ab jetzt gut zu tun

Dresden. Stollenschutzverband Dresden e.V. startet offiziell in die Stollensaison

Spätestens nach dem Reformationstag und dann bis Ende Dezember wird in Dresden und Umgebung seit jeher Stollen gebacken – vier Millionen waren es allein im vergangenen Jahr. Rund 60 Tage dauert die traditionelle Stollensaison. Welche Rolle das Gebäck hier spielt wird sogar am Flughafen Dresden sichtbar: Mit »Willkommen in der Heimat des Dresdner Christstollens« werden Fluggäste im Airport begrüßt.

Für Lina Trepte, das 24. Stollenmädchen, hat die arbeitsreiche Zeit längst begonnen. Am 9. November testet sie mit Mitgliedern des Stollenschutzverbandes in der Altmarkt Galerie die Qualität von rund 60 verschiedenen Bäckerstollen.

Ab 19. November stehen auch in der Centrum Galerie Dresden alle Zeichen auf Rosinen und Puderzucker. Dort wird mit dem Riesenstollenkarton nicht nur der größte begehbare Stollenkarton der Welt zu sehen sein, in ihm verbirgt sich auch das wohl kleinste Dresdner Stollenmuseum der Welt.

Am 28. November schließlich steht Lina Trepte auf dem Altmarkt, eröffnet mit anderen Akteuren den 584. Dresdner Striezelmarkt und schneidet den 2,18 Meter langen Riesenstollen an. Das Dresdner Stollenfest findet am 8. Dezember statt, es wird das 25. Fest sein und wieder zehntausende Besucher in die Stadt locken. Über 500 Akteure sind beim großen Umzug durch die Stadt dabei.

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Friedenslauf-Spenden gehen an Drudel 11

Ostritz. Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, Dr. Michael Schlitt, und der Mitorganisator des Friedenslaufes, Landrat a.D. Günter Vallentin (Ostritz), mit. Drudel 11 engagiert sich seit 25 Jahren als anerkannter Träger der Jugendhilfe. In zahlreichen Projekten – vom Jugendzentrum bis hin zur Ausstiegsberatung für Neonazis  – hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen Selbstkompetenz zu vermitteln und dabei Anreize zum Perspektivwechsel zu geben. Inzwischen kann das Team von Drudel 11 auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention zurückblicken. Sebastian Jende vom Verein Drudel 11 dazu: „Mit großer Freude hat unser Verein diese tolle Nachricht von der Spende erhalten. Ein besonderer Dank geht an alle Spender und Läufer und natürlich an das IBZ St. Marienthal als Veranstalter sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.“ Drudel 11 bietet Beratungen für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Zusammenhängen an. Gemeinsam mit den Ausstiegwilligen wird in der vertraulichen Einzelberatung der bisherige, zumeist von Gewalterfahrungen, Vorurteilen und Hassideologien geprägte Lebensweg reflektiert. Dabei werden gemeinsam neue Lebensperspektiven für die Ausstiegswilligen erarbeitet. Sebastian Jende dazu weiter: „Die Struktur der rechtsextremen Szene hat oft zur Folge, dass sich Ausstiegswillige in einem eng gesponnenen Netz gefangen fühlen. Vor allem der hohe soziale Druck aus der Szene, bis hin zu Drohungen und Verfolgung, führt bei Ausstiegswilligen oftmals zu einem Gefühl der Ohnmacht. Ist aber die Ausstiegsmotivation gegeben, dann setzt unsere Beratung genau an diesem Punkt an und hilft den Aussteigern einen Ausweg zu finden und sich neu zu orientieren.“ Der andere Teil der Spenden wurde für das „Ostritzer Friedensfest“ zur Verfügung gestellt. Der „Ostritzer Friedenslauf“ im Oktober war auch eine Reaktion auf den am gleichen Tag im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ stattgefundenen „Kampf der Nibelungen“. Zu dieser Kampfsportveranstaltung kamen zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene.Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende…

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