Carola Pönisch 1 Kommentar

Schwebender Kubus für Avantgardekunst

Dresden. Dresden bekommt ein "Archiv der Avantgarden". Dafür wird in den kommenden drei Jahren das Blockhaus Dresden für mindestens 20 Millionen Euro umgebaut. Der Plan: Historische Hülle, hypermodernes Innere. Ein schwebender Kubus nimmt die wertvolle Sammlung des Kunstmäzen Egidio Marzona auf.

Die stillen Tage des seit 2013 leer stehenden Blockhaus sind gezählt. Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) stellte jetzt die Baupläne vor, die aus dem markanten Bau am Neustädter Brückenkopf ein hochmodernes "Archiv der Avantgarden" machen soll.

Spektakulärer Siegerentwurf

Der Siegerentwurf des Büros Nieto Sobejano Arquitectos (Berlin, Madrid)  ist spektakulär, sehr anspruchsvoll, aber laut Prof. Janosch, Technischer Geschäftsführer der SIB, machbar. "Die historische Gebäudehülle bleibt stehen, innen wird komplett umgebaut." Hauptattraktion wird ein Kubus über drei Etagen sein, der im Raum zu schweben scheint und das eigentliche Archiv aufnimmt. Das spektakuläre Bauteil bekommt seinen Halt über die vorhandenen Betonschächte für Treppenhaus und Aufzug sowie über Konsolen, die an den vier Kubusecken angebracht werden. "Da sind wir aber noch in der Feinplanung", so Prof. Janosch.

Neben dem klimatisierten Kubus mit dem Archivgut wird es eine Forschungs- und Arbeitsebene geben, eine große Aktionsfläche für Veranstaltungen, eine Caféteria und Arbeitsräume für Mitarbeiter der Staatlichen Kunstsammlungen.

Zu den technischen Herausforderungen gehören der Brandschutz (dafür wird ein originaler Ausgang zur Elbe hin geöffnet) sowie der Brandschutz (das Haus erhält im Inneren des Untergeschoss eine "Weiße Wanne" aus wasserundurchlässigem Beton).

Zeitschiene: Ziel Eröffnung 2022

Bis Februar laufen noch diverse Entwurfsplanungen, im Herbst 2019 soll das Bauvorhaben starten und bis Sommer 2022 beendet sein. Ende 2022 soll das Archiv dann eröffnet werden. Geplant sind bisher 20 Millionen Euro. "Durch die herrschende Marktlage wird es wohl etwas teurer werden", vermutet Sachsens Finanzminister Dr. Matthias Haß allerdings.

Weltweit einmaliges Archiv dank Mäzen

Mit dem Archiv der Avantgarden wird Dresden ein Eldorado für Experten und Freunde moderner Kunst aus der ganzen Welt. Schon jetzt umfasst die Sammlung, die der Kunstliebhaber Egidio Marzona in zwei Tranchen den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 2016 geschenkt hat, rund 1,7 Millionen Objekte. Dazu gehören Briefe, Fotos, Skizzen und Zeichnungen, Plänen, Borschüren, dazu eine große Design- und Möbelsammlung, Architekturkonvolute sowie rund 1.000 Skulpturen, Gemälde und Designobjekte, aber auch wertvolle Schallplatten- und Plakatsammlungen. "Eine dritte Schenkung wird gerade vorbereitet", verspricht Marzona. Der bisher ermittelte Wert liegt bei über 140 Millionen.

Artikel kommentieren

Kommentar von Hptm d.r. dipl.ing strach
Wie bekloppt sind die zuständigen Ministerien in Dresden.
Bei uns im dorf gibt es seit 4 Jahren nach einem Sturm kein strassenlicht mehr, weil sich die Gemeinde die 40 000 € für neues strassenlicht nicht leisten kann !!
Hier sollen 20 Millionen für eine kunstspinnerei unseres Steuergelder verschleudert werden !!
Wie bekloppt muss man sein um auf solche idiotischen Gedanken zu kommen.
Aber für wirtschaftsflüchtlinge und kriminelle "GÄSTE UND HOCHSTUDIERTE, die z.t. noch nie eine Schule von innen gesehen Haben!!" Der Frau Merkel wird ja auch unser sauer verdientes Steuergeld sinnlos ausgegeben.
Für eine rentenangleichung Ort an Wert dagegen fehlt das ( UNSER " Geld.
Gottseidank wird nächstes Jahr gewählt !!!
Da können wir solche Teppen und Idioten verschwinden lassen !!!