Carola Pönisch

Sächsische Dampfschiffahrt: 1,2 Millionen Minus gilt es wettzumachen

Dresden. Das vergangene Jahr endete mit einem Paukenschlag (Trennung von Ludwig-Sebastian Meyer-Stork) und Verlusten. Im neuen Jahr steht mit Karin Hildebrand erstmals eine Frau an der Spitze der Dresdner Dampferflotte. Sie verfolgt nach eigener Aussage "sportliche" Ziele

Ein langer Winter, Schnee zu Ostern, die Flut im Juni samt drei Wochen Totalausfall, 1,4 Millionen Euro Wartungskosten ? 2013 war kein gutes Jahr für die älteste und größte Dampferflotte der Welt. 499.000 Passagiere (2012: 630.000) und Umsatzrückgang (von 7,58 auf 6,68 Millionen) brachten unterm Strich einen Verlust von 1,2 Millionen ein.

 

Kein leichtes Erbe also, das Karin Hildebrand, Witwe des 2010 verstorbenen Conti-Reederei-Chefs Klaus Hildebrand, im November letzten Jahres antrat. Doch die 59-Jährige blickt mit Saisonstart optimistisch nach vorn. Sie habe "sportliche, sehr ambitionierte Ziele": "Eine Null als Betriebsergebnis, also die Verluste aus 2013 wettmachen, Kosten senken und neue Kooperationen mit Synergieeffekten", zählt sie auf. Bei Punkt 2 "Kosten senken" konnte die neue Kapitänin bereits punkten. "Wir haben 1,5 Millionen Liter Diesel zu einem sehr günstigen Preis gebunkert und dadurch 45.000 gespart."

Ein weiteres Ziel: 700.000 Passagiere an Bord holen. Und zwar nicht nur Touristen, sondern auch wieder mehr Dresdner. Für sie gibt es eine ganze Reihe neuer Angebote, so zum Beispiel die Osterkaffeetour am 20. April, Lunchfahrten zu Ostern, Pfingsten und Muttertag, die ABC-Tour für Schulanfänger am 30. August oder der Elbe-Gourmet-Gipfel mit kulinarischer Versorgung durch Spitzenkoch Mario Pattis am 28. Juni.

Neuer Auftritt

14 Linien sind mit Saisonstart im Angebot, darunter wieder die Schrammstein-Tour, deren Einstellung sich als Fehler erwiesen hatte. Neu ist die Decinfahrt mit zweistündigem Aufenthalt in Decin, die im Juli und August jeden 2. und 4. Montag startet. Neu ist vor allem aber der Auftritt der Sächsischen Dampfschiffahrt, der sich mit neuem Logo und neuer Internetpräsenz zeigt. Das Motto "Alles an Bord" soll das maritime Gesamterlebnis aus Technik, Umgebung und Catering besser darstellen, neue Slogans wie "Volldampf trifft Kohldampf" oder "Wo James Watt auf Canaletto trifft" sollen neugierig machen. "Wir haben hier eine so einmalige Dampferflotte, die wir einfach noch besser vermarkten müssen", so Karin Hildebrand.

Angebot (Auswahl):

Meißen Elbtour

Rundfahrt 120 Minuten zwischen Meißen-Scharfenberg-Zehren, Dienstag bis Donnerstag ab 12.15 Uhr von Meißen aus

Sächsische Weinstraße

Von Dresden über Meißen nach Diesbar/Zehren, Dienstag bis Sonntag/Feiertag ab 9.30 Uhr oder in anderer Richtung Meißen bis Pillnitz

Sächsische Schweiz

täglich zwischen Pillnitz und Bad Schandau

Schrammstein-Tour

Dienstag, Freitag und Samstag Start um 17 Uhr ab Bad Schandau, Fahrtdauer zwei Stunden, bis Hrensko und zurück

Jubiläumsfahrt

Mit der "Leipzig", "Diesbar" und "Stadt Wehlen"  anlässlich runder und halbrunder Geburtstage der Schiffe am 4. Juli ab 19.39 Uhr

Sonntagsswing

22. Juni und 14. September ab 11 Uhr Rundfahrt bei flotter Musik ab Dresden

Pendelfahrten

Zum Elbhangfest am 28./29. Juni im Rahmen der Schlössertouren und zum Weinfest in Meißen und Radebeul am 27. September

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Aufruf zum Ideenwettbewerb Kulturelle Heimat Lausitz

Südbrandenburg. Der Strukturwandel der Lausitz ist auch ein kultureller Wandel. In einem ersten Schritt schreibt deshalb das brandenburgische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) einen Ideenwettbewerb unter dem Titel »Kulturelle Heimat Lausitz« aus. Damit sollen im Rahmen des Sofortprogramms der Bunderegierung zur Stärkung der Braunkohleregionen die Kunst- und Kulturakteure in der Lausitz unterstützt und erste Zukunftsperspektiven entwickelt werden. Mit dem Förderprogramm »Ideenwettbewerb Kulturelle Heimat Lausitz« sollen in den Jahren 2020 bis 2021 Kulturprojekte und Kulturprojektideen gefördert werden, die auf eine mittel- und langfristige Strukturentwicklung der Lausitz-Kulturen gerichtet sind. Gefördert werden sollen daher insbesondere solche Vorhaben und Ideen, die landkreisübergreifend angelegt sind, die Vernetzung verbessern und die Sichtbarkeit der Lausitzer Kulturlandschaft befördern. Das Förderprogramm ist für alle Sparten und Themen der Kultur offen. Außerdem sind ausdrücklich auch spartenübergreifende und interdisziplinäre Projekte willkommen. Es können Anträge mit einem Förderbedarf von 2 000 bis maximal 150 000 Euro eingereicht werden. Der ausgefüllte und unterschriebene Antrag inklusive aller Anlagen ist bis zum 14. August 2020, 18 Uhr, per E-Mail an kontakt@kulturwettbewerb-lausitz.de zu senden. Zusätzlich sind die Unterlagen bis 14. August 2020 (Poststempel) an folgende Adresse zu senden: IBA-Studierhaus Lausitzer Seenland e.V., Kulturwettbewerb, Seestraße 84-86, 01983 GroßräschenDer Strukturwandel der Lausitz ist auch ein kultureller Wandel. In einem ersten Schritt schreibt deshalb das brandenburgische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) einen Ideenwettbewerb unter dem Titel »Kulturelle Heimat Lausitz«…

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