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Reden Sie doch mal über den Tod

Dresden. Am 1./2. September findet die 3. Dresdner Pflegemesse in der Messe Dresden statt. Von Anfang an gehört Antea Bestattungen zu den Ausstellern. Warum ist die Messe wichtig für Sie, Frau Pillack?

»Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das weiß, dass es sterben wird. Die Verdrängung dieses Wissens ist das einzige Drama des Menschen«. Dieser Meinung war Friedrich Dürrenmatt und wie sich zeigt, lag der 1990 gestorbene Schweizer Schriftsteller damit gar nicht so falsch. Denn über kein Thema reden wir so ungern wie über den Tod.

»Dass das Leben endlich ist, wird in der heutigen Gesellschaft immer häufiger aus dem Bewusstsein der Menschen verdrängt. Wir lesen zwar jeden Tag in den Medien oder in Büchern über Tod, wir sehen Tatort und andere Filme, in denen gestorben wird – aber der eigene Tod oder der eines nahen Angehörigen bleibt völlig abstrakt, scheint weiterhin ein Tabuthema zu sein«, bestätigt Annette Pillack, Filialbereichsleiterin Dresden-Stadt bei Antea Bestattungen. Der Wandel in der Gesellschaft habe auch einen spürbaren Wandel in der Bestattungskultur gebracht. Was sich zum einen am Verhältnis von Erd- zu Feuerbestattungen zeigt (20:80), zum anderen aber auch in einer Vielzahl neuer Bestattungsformen, zum Beispiel in Friedwäldern unter Bäumen, auf hoher See, sogar im Weltraum oder als sogenannte Diamantbestattung. Ein weiterer Trend, den die 46-Jährige seit Jahren beobachtet: Grabpflege wird für viele Hinterbliebene zunehmend zur Belastung, denn aufgrund der Globalisierung sind Familienmitglieder nicht selten auf der ganzen Welt verstreut.

»Auf der Messe sprechen wir die Besucher direkt an«

Für Annette Pillack ist die Dresdner Pflegemesse daher ein wichtiger Termin im Kalender. »Wir fragen dort ganz direkt: Haben Sie sich schon mal Gedanken über Ihre eigene Beerdigung gemacht? Wissen Sie eigentlich, wie und wo Ihre Eltern bestattet werden wollen?« Meist käme auf solche Fragen ein deutlich es Nein. Dabei ist Bestattungsvorsorge ein breit aufgestelltes Thema, das von der Art der Bestattung über die Trauerfeier bis hin zur finanziellen Absicherung reicht. Spätestens dann, wenn die eigenen Eltern ins Pflegeheim ziehen, müssen sie sich oder ihre Angehören bereits mit der Frage beschäftigen, welches Bestattungsunternehmen im Todesfall zu informieren ist.

»Leben die nächsten Angehörigen aber in einem anderen Land oder gibt es keine mehr, dann sollte man sich wirklich vorher Gedanken machen«, sagt Annette Pillack. Denn die Vorsorge der eigenen Bestattung ist auch eine enorme Hilfe für die Angehörigen. »Sie haben im Todesfall mehr Zeit und Ruhe zum Abschiednehmen«, sagt die Filialleiterin.

Das Leben kann sehr schnell zu Ende sein. Es sollte aber auf jeden Fall würdig enden.

Antea Dresden

* sieben Filialen in Dresden und fünf im Umland

Informationen: Annette Pillack, Antea Bestattungen Gompitzer Str. 29, 01157 Dresden, Tel. 0351/42999 30, annette.pillack@antea.de

 

 

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