Thomas Schmidt/asl

Pleiten, Pech, Pannen, Peinlichkeiten

Schmidtis ZEITLUPE

Dresden. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

Wenn man keine Probleme hat, macht man sich welche. Zum Beispiel bei Dynamo Dresden. Statt Friede, Freude, Eierkuchen nach dem umjubelten Zweitliga-Aufstieg gab‘s Pleiten, Pech, Pannen, Peinlichkeiten.

Erst im Vorfeld der digitalen Mitgliederversammlung, als Holger Scholze Schleichwerbung, die im April  passiert worden sein soll, vorgeworfen wurde. Warum gerade jetzt? Weil seine Wiederwahl auf dem  Programm stand. Als ob man dieses Ehrenamt-Gremium als neue Baustelle braucht. Zum Glück – oder war es Pech? – kam es nicht dazu, denn die digitale Mitgliederversammlung platzte wegen technischer Probleme. Und das in Zeiten von Video-Konferenzen, in den letzten Monaten coronabedingt ein so  erfolgreiches Format, das viele Firmen handlungsfähig bleiben ließ.

Nicht so bei den Schwarz-Gelben. Dabei war bei der Mitgliederversammlung auch die Verkündung der finanziellen Unterstützung der Landeshauptstadt geplant, deren Stadtrat die jährlichen Mietzuschüsse
bewilligt hatte. Ohne die hätte sogar ein Punktabzug gedroht.

Eine andere Baustelle ist noch bei den Eislöwen offen. Nachdem die 810.000-Euro- Bürgschaft, die als Bedingung für einen DEL-Aufstieg hinterlegt werden musste, durch Sponsoren, Partner und Förderer pünktlich aufgebracht wurde, könnte der Sprung ins deutsche Eishockey-Oberhaus trotzdem scheitern. Der formale Aufstiegs- Antrag kam per E-Mail nicht und per Post zu spät bei der DEL an. Sportlich haben die Dresdner die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison mit hochkarätigen Neuverpflichtunge  geschaffen. Nun muss s nur noch ein Happy End in Sachen Bürokratie geben.

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