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Parkgebühren: Nötig oder Frechheit?

Die erwartbaren Reaktionen auf die neue Parkgebührenordnung, die im Stadtrat erst noch beschlossen werden muss und frühestens Anfang 2021 in Kraft treten könnte, ließen nicht lange auf sich warten.

Stadtrat Tilo Wirtz, Linke: »Es darf nicht zu einer ‚grünen Gentrifizierung der öffentlichen Parkplätze‘ kommen. Entweder sollen alle auf öffentliche Einrichtungen Zugriff haben oder niemand. Die Fahrt in die Stadt mit dem Auto darf nicht zum teuren Privileg werden, welches Wohlhabenden per Bezahlschranke reserviert wird und andere ausgrenzt.« Grundsätzlich ist eine Erhöhung der Parkgebühren in Dresden auf Grund der lange Zeit stabilen Preise gerechtfertigt, allerdings sollte der Bogen nicht überspannt und die Akzeptanz eines vernünftigen Wandels im Mobilitätsverhalten auf‘s Spiel gesetzt werden.

FDP-Chef Holger Zastrow: »Moderate Erhöhung, ja, Abzocke, nein. Parken darf nicht zum Luxus werden.« Der vorgelegte Entwurf sei eine Frechheit, der Autofahrer würde wieder mal  zur Melkkuh.

Jens Genschmar, Freie Wähler, meint dazu: »Gerade in Corona-Zeiten finde ich es unpassend, mit diesen exorbitanten Erhöhungen den stationären Einzelhandel  in der Innenstadt weiter zu belasten. Diese Erhöhung wird noch mehr Menschen in den Online–Handel treiben.«

Veith Böhm, CDU, verkehrspolitischer Sprecher: »Ich gehe davon aus, dass eine Gebührenerhöhung in der vorgeschlagenen Höhe nicht zustimmungsfähig ist. Problematisch ist für uns, dass es keinen Tagesparkschein und keine Erleichterungen für Berufspendler sowie Handwerker und Pflegedienste gibt.«

Stimmen aus den sozialen Netzwerken:

»Ich bin entsetzt. Schwarzparken wird dadurch billiger. Das verleitet mich eher dazu, noch mehr im Internet zu kaufen« (Falk).

»Wir wohnen außerhalb von Dresden, aber wollen ja auch mal zum Shoppen in die Stadt fahren, oder auch mal Kultur genießen. Mit dem Bus geht das kaum, weil der am späten Abend nicht mehr fährt« (Volkmar).

»Absoluter Unsinn. So vertreibt man die Kundschaft aus den Läden« (Madlen).

»Ob das im Sinne der Gewerbetätigen in der Stadt ist?« (Conny)

 

 

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Parkgebühren: Nötig oder Frechheit?

Dresden. Die erwartbaren Reaktionen auf die neue Parkgebührenordnung, die im Stadtrat erst noch beschlossen werden muss und frühestens Anfang 2021 in Kraft treten könnte, ließen nicht lange auf sich warten. Stadtrat Tilo Wirtz, Linke: »Es darf nicht zu einer ‚grünen Gentrifizierung der öffentlichen Parkplätze‘ kommen. Entweder sollen alle auf öffentliche Einrichtungen Zugriff haben oder niemand. Die Fahrt in die Stadt mit dem Auto darf nicht zum teuren Privileg werden, welches Wohlhabenden per Bezahlschranke reserviert wird und andere ausgrenzt.« Grundsätzlich ist eine Erhöhung der Parkgebühren in Dresden auf Grund der lange Zeit stabilen Preise gerechtfertigt, allerdings sollte der Bogen nicht überspannt und die Akzeptanz eines vernünftigen Wandels im Mobilitätsverhalten auf‘s Spiel gesetzt werden. FDP-Chef Holger Zastrow: »Moderate Erhöhung, ja, Abzocke, nein. Parken darf nicht zum Luxus werden.« Der vorgelegte Entwurf sei eine Frechheit, der Autofahrer würde wieder mal  zur Melkkuh. Jens Genschmar, Freie Wähler, meint dazu: »Gerade in Corona-Zeiten finde ich es unpassend, mit diesen exorbitanten Erhöhungen den stationären Einzelhandel  in der Innenstadt weiter zu belasten. Diese Erhöhung wird noch mehr Menschen in den Online–Handel treiben.« Veith Böhm, CDU, verkehrspolitischer Sprecher: »Ich gehe davon aus, dass eine Gebührenerhöhung in der vorgeschlagenen Höhe nicht zustimmungsfähig ist. Problematisch ist für uns, dass es keinen Tagesparkschein und keine Erleichterungen für Berufspendler sowie Handwerker und Pflegedienste gibt.« Stimmen aus den sozialen Netzwerken: »Ich bin entsetzt. Schwarzparken wird dadurch billiger. Das verleitet mich eher dazu, noch mehr im Internet zu kaufen« (Falk). »Wir wohnen außerhalb von Dresden, aber wollen ja auch mal zum Shoppen in die Stadt fahren, oder auch mal Kultur genießen. Mit dem Bus geht das kaum, weil der am späten Abend nicht mehr fährt« (Volkmar). »Absoluter Unsinn. So vertreibt man die Kundschaft aus den Läden« (Madlen). »Ob das im Sinne der Gewerbetätigen in der Stadt ist?« (Conny)Die erwartbaren Reaktionen auf die neue Parkgebührenordnung, die im Stadtrat erst noch beschlossen werden…

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Rödertalbienen stehen sich selbst im Weg

Großröhrsdorf. Die Mannschaft von Cheftrainer Karsten Schneider steigerte sich spielerisch deutlich im Vergleich zur Vorwoche. Aufgrund der vielen Fehler bei eigenem Ballbesitz musste der HCR dennoch eine 28:32 (10:14)-Niederlage gegen die SG 09 Kirchhof hinnehmen. Den Titel „Spielerin des Tages“ heimste für die Bienen erneut Rabea Pollakowski (9/2 Tore) ein. Bei den Gastgeberinnen wurde völlig verdient Diana Sabljak (13/2 Tore) ausgezeichnet. Wie schon am letzten Spieltag konnten sich die Rödertalbienen bei ihrer starken Torfrau Ann Rammer, die eine überragende Leistung zeigte, bedanken. In den Anfangsminuten nahm sie den Gastgeberinnen ein ums andere Mal freie Würfe weg. Den ersten Treffer für den HCR erzielte Lisa Loehnig (4 Tore), die eine Lücke in der gegnerischen Abwehr zum 2:1 nutzte. Vorher zeigte Klara Schlegel (3 Tore) ihre Qualität und netzte zweimal zur 2:0-Führung ein. Die Anfangsphase gestaltete sich im Ergebnis durchaus ausgeglichen. Bis zum 3:2 nach elf Minuten erarbeitete sich keine Mannschaft einen Vorteil. In der Folge kam Kirchhof immer besser ins Spiel und setzte sich auf 7:2 ab. HCR-Trainer Schneider versuchte mit seinem ersten Time-Out nach 14 Minuten, den Spielfluss der SG zu unterbrechen und ließ Schlegel in Pressdeckung nehmen. Diese Maßnahme zeigte Wirkung. Die Bienen standen in der Abwehr viel sicherer und kämpften sich Stück für Stück zurück in die Partie. Zunächst schlängelte sich Loehnig durch die gegnerische Abwehrreihe und warf das 7:3. Nach einer Parade von Rammer sowie einem weiten Pass war Emilia Ronge (4 Tore) allen Gegenspielerinnen enteilt und vollendete den Tempo-Gegenstoß (7:4 nach 19 Minuten). Die Nachwuchsspielerin zeigte erneut eine starke Leistung auf ihrer Position. Trotzdem blieb die Fehlwurfquote des HCR vor dem gegnerischen Tor ein großes Manko in dieser Partie. So zogen die Gastgeberinnen bis zur 27. Minute auf 12:7 davon. Mit der Hereinnahme von Pavlina Novotna (1 Tor) wurde auch das Angriffsspiel besser und die Bienen drückten aufs Tempo. Mit einem klugen Pass fand sie Ronge, die auf 12:8 verkürzte. Ann-Catrin Höbbel (3 Tore) traf kurz darauf zum 12:9 (28. Minute). Kurz vor der Halbzeitsirene war Kirchhof noch einmal erfolgreich und ging mit einem 14:10-Vorsprung in die Kabine. Die zweite Hälfte begann für den HCR katastrophal. Nach nur drei gespielten Minuten war die SG dank der überragenden Sabljak auf 17:10 enteilt. Die Bienen kämpften. Tammy Kreibich (1 Tor) traf mit ihrer ersten Aktion zum 18:12. Im Anschluss stibitzte sich Pollakowski den Ball und verkürzte auf 18:13 (36. Minute). In der folgenden Phase neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, bis Saskia Nühse (1 Tor) in der 46. Minute ihre dritte Zeitstrafe erhielt und disqualifiziert wurde. Die Gastgeberinnen nutzten den Moment, um auf 27:20 und kurz darauf sogar auf 29:21 davon zu ziehen. In der Schlussphase zeigte der HCR, wie schon in der Vorwoche, seine gute Kondition. Loehnig und Pollakowski verkürzten auf 29:23 (56. Minute). Dann netzte Höbbel ungehindert zum 30:24 ein. Nach einem technischen Fehler der Gastgeberinnen spielte sie auch den punktgenauen Pass auf Ronge, die zum 30:25 verwandelte. Beide Spielerinnen erzielten dann auch die letzten beiden Treffer des Spiels. Zunächst ließ Höbbel ihre Gegenspielerin mit einer Körpertäuschung stehen und traf (32:27 nach 59 Minuten). Den anschließenden Angriff parierte Rammer souverän. Der Abpraller landete bei Pollakowski, die noch einmal einen weiten Pass auf Ronge spielte. Die Flügelspielerin erzielte mit dem Schlusspfiff den 32:28-Endstand. Spielerisch agierten die Bienen auf Augenhöhe mit Kirchhof. Einzig bei den Torabschlüssen ließen sie eine Menge liegen und verbauten sich so ein besseres Ergebnis. Die Ansätze, die deutlich zu erkennen waren, machen Hoffnung für die kommenden Spiele. HCR-Trainer Karsten Schneider: „Die Analyse kann ich knapp halten – 17 freie Fehlwürfe, 18 technische Fehler und drei verworfene Strafwürfe sind in einem Auswärtsspiel zu viel, um etwas Zählbares mitzunehmen. Wir müssen das unter der Woche aufarbeiten und daran Arbeiten, die Fehler zu minimieren.“Die Mannschaft von Cheftrainer Karsten Schneider steigerte sich spielerisch deutlich im Vergleich zur Vorwoche. Aufgrund der vielen Fehler bei eigenem Ballbesitz musste der HCR dennoch eine 28:32 (10:14)-Niederlage gegen die SG 09 Kirchhof hinnehmen.…

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Acht tapsige Beinchen munter unterwegs

Hoyerswerda. Süßer Nachwuchs erobert seit kurzem die Erdmännchen-Anlage im Zoo Hoyerswerda. Zwei Jungtiere brachte Familienoberhaupt Heidi bereits Anfang August zur Welt. Erstmals gezeigt haben sie sich allerdings erst jetzt. Noch etwas tapsig und immer nur für kurze Zeit erkunden die etwa vier Wochen alten Erdmännchen ihre Anlage. Dabei entfernen sie sich nie weit vom sicheren Bau. Es ist der erste Nachwuchs für Heidi. Erst Anfang des Jahres hat sie männliche Gesellschaft aus Frankfurt bekommen. Ob sich Heidi für Frank oder Kurt entschieden hat, ist noch nicht ganz sicher. Aber so viel steht fest: Beide werden von allen drei Familienmitgliedern liebevoll versorgt. Das Geschlecht des Nachwuchses ist noch nicht bekannt und wird erst ermittelt, wenn die Jungtiere etwas älter sind. Sollten sie nicht gleich beim ersten Blick auf der Anlage zu sehen sein, lohnt es sich während des Zoobesuchs erneut auf die Anlage zu schauen. Gepanzert und geschuppt sind hingegen die Jungtiere im Tropenhaus. Sowohl das kleine Mini-Kugelgürteltier als auch die zwei Sinaloa-Milchschlangen sind kleine Miniaturausgaben ihrer Eltern. Während die Schlangen schon mit der Geburt auf sich allein gestellt sind, ist der Gürteltier-Nachwuchs mit vier Monaten erst selbstständig unterwegs. Momentan ist die Mini-Kugel mit Mama Gwendolyn noch hinter den Kulissen und wird erst in zwei Wochen für die Besucher zu sehen sein. Noch in der Warteschlange ist der Nachwuchs bei den Königspythons. Sie werden erst Anfang Oktober schlüpfen.Süßer Nachwuchs erobert seit kurzem die Erdmännchen-Anlage im Zoo Hoyerswerda. Zwei Jungtiere brachte Familienoberhaupt Heidi bereits Anfang August zur Welt. Erstmals gezeigt haben sie sich allerdings erst jetzt. Noch etwas tapsig und immer nur für…

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