Grit Büttner

Ostwind ? Schlangen-Jahr

Dresden. Gastkommentar von Hans Eggert

Tja, mit dem Weltuntergang am 21. Dezember 2012 ist es ja nichts geworden. Immerhin entstanden aus Anlass des letzten Erdentages viele nette Karikaturen, weshalb wir während der Untergangs-Vorbereitung wenigstens was zum Lachen hatten.

Leider kann 2013 kein ähnlich wichtiges Ereignis ausfallen. Wir erleben nämlich das Jahr der Wasserschlange, ein nach chinesischer Weisheit durchweg gutes Jahr. Zum Beispiel für unsere Geldangelegenheiten - mit Ausnahme von Glücksspielereien und Spekulationen. Was ja auch wieder gut ist, denn erstens haben die meisten von uns Normalos noch nie richtig was gewonnen im Lotto, und zweitens finden wir längst, dass es aufhören muss mit den wüsten Spekulationen am Welt-Geld-Markt.

Nein, Erfolge in Geldangelegenheiten werden sich 2013 nur einstellen, wenn wir, so die Jahres-Gebrauchsanweisung, eine gut durchdachte Idee haben, entschlossen unseren Weg gehen und uns unterwegs nicht verzetteln. Auch sei es unbedingt ratsam, sich nicht auf seinen Bauch zu verlassen, in jeder Situation kühlen Kopf zu bewahren und nichts zu überstürzen. Kurzum: Wer sich vernünftig durchs Wasserschlangen-Jahr schlängelt, wird belohnt. Was wir denn auch für unsere Regierenden erhoffen.

Denn in diesem Jahr bestünden, so die chinesische Weisheit weiter, nicht allein Erfolgsaussichten, sondern auch Möglichkeiten, die Konsequenzen aus Fehlern zu ziehen, die 2012, im Drachen-Jahr, begangen worden sind, was unseren Regierenden gerade in Geldangelegenheiten ab und an passiert sein soll. Nun also haben sie eine neue Chance. Doch was, wenn die Regierenden keinen kühlen Kopf bewahren, lauter undurchdachte Idee in die Welt setzen und so ihre Chance vertun? Dann haben wenigstens wir Bundesrepublikaner noch eine: Am 22. September. Da gibt es Bundestagswahlen.

In diesem Sinne, liebe Leserinnen und Leser: ein gutes neues Jahr.

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