Katja Starke

Mehr Geld für pflegebedürftige Menschen

Dresden. Reform seit Neujahr in Kraft

Bereits heute sind ca. 2,4 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig, viele von ihnen sind an Demenz erkrankt. Nach Expertenprognosen wird die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Mehr als zwei Drittel dieser Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. "Dabei leisten Angehörige, Partner oder Bekannte Tag für Tag einen großen persönlichen Einsatz und meistern viele Herausforderungen", sagte Staatsministerin Christine Clauß. "Genau hier setzt das am 29. Juni 2012 vom Deutschen Bundestag beschlossenes Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz an."

  Das Gesetz sieht zum einen Verbesserungen für die an Demenz erkrankten Menschen vor. Diese erhalten ab dem 1. Januar 2013 mehr Leistungen in der häuslichen Versorgung. Erstmals haben auch Menschen mit Pflegestufe 0 Anspruch auf Pflegegeld und Pflegesachleistungen.

 Ziel der Reform ist auch, pflegenden Angehörigen zu helfen. Den pflegenden Angehörigen soll es mit verschiedenen Maßnahmen erleichtert werden, eine Auszeit von der Pflege zu nehmen.

 Weitere Inhalte des Gesetzes sind u.a. Verbesserungen bei Beratung und Begutachtung, die Förderung alternativer Wohnformen sowie die Förderung privater Vorsorge.

 Zur Finanzierung der Leistungsverbesserungen wird der Beitragssatz zur Sozialen Pflegeversicherung ab 1. Januar 2013 um 0,1 Prozentpunkte erhöht.

 Ein Teil des Gesetzes ist am 30. Oktober 2012 in Kraft getreten, wesentliche Teile gelten ab 1. Januar 2013. Näheres zum Inhalt des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes können Sie ab jetzt nachlesen unter: www.PflegeNetz.sachsen.de

Foto:awo

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