Grit Büttner

Mann im Hintergrund, den alle Rudi nennen

Dresden. Warum die Eltern von VC-Co-Trainer Rudolf Kucera Hellseher gewesen sein müssen

Die Eltern von Rudolf Kucera müssen Hellseher gewesen sein, als sie ihren Sprössling, der 1950 in der damaligen CSSR zur Welt kam, Rudolf genannt haben. Der Name kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet "Ruhm, Ehre, Wolf".

Und bei den "Wölfen" ist Rudolf Kucera seit Juli 2012 als Co-Trainer tätig!Kucera, den alle nur "Rudi" nennen und dem man sein Alter wahrlich nicht ansieht (was er mit einem Schmunzeln quittiert), hat sich schon von frühester Jugend an für Volleyball interessiert. Er stand als Juniorennationalspieler für die Tschechoslowakei im Aufgebot und hat in der 1. Liga für Chemicka Usti nad Labem gespielt. Mit 19 Jahren kam er nach Deutschland und arbeitete als Trainer vorrangig mit Jugendlichen, aber auch als Cheftrainer, Sportdirektor oder Co-Trainer.

Vor allem bei bayrischen Vereinen war er tätig, zuletzt beim TV Bühl als Cheftrainer Jugend im männlichen Nachwuchsbereich. "Aber dann habe ich die Ausschreibung als Stützpunkttrainer beim VC Dresden in die Hände bekommen und mich gefreut, dass es geklappt hat", so Kucera, der eine A-Lizenz, die höchste Trainerlizenz vorweisen kann."Er war auch für uns ein Wunschkandidat", so VC-Geschäftsführer Jan Pretscheck. Als nach einem Jahr für den VC Dresden das Abenteuer 1. Bundesliga begann, fing er als Co-Trainer bei den "großen" Jungs, den Wölfen, an. So schließt sich der Kreis mit seinem Vornamen.

Kucera ist der Mann fürs Alltägliche, für die vielen kleinen Aufgaben beim Aufbau eines Sportlers. "Ich mache fast täglich mit ein bis zwei Sportlern mittags in der Halle Einzeltraining. Das geht zu organisieren, weil wir ja eine Amateurmannschaft sind und viele als Studenten sich das Training einrichten können. Hinzu kommt mehrmals in der Woche Balltraining und das Trainieren von individuellen Techniken", erzählt der geschiedene Vater, dessen drei Söhne - natürlich - alle Volleyball spielen.

Jetzt hat er es sich in Dresden mit seiner Freundin häuslich eingerichtet und lebt gerne hier.Neben den großen Wölfen trainiert der Deutsch-Tscheche noch die U20-Mannschaft der TU Dresden, die bei den Sächsischen Meisterschaften dabei waren. In Kindergärten ist er auch anzutreffen, wo er regelmäßig Vorschulkindern "Beine macht" - besser: mit Spaß Bewegung verordnet und sie für Sport begeistert.

Im Bild: Rudolf Kucera ist Co-Trainer beim Bundesligisten VC Dresden. (Foto: Eberlein)

Infos: www.maennervolleyball.de  

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