Carola Pönisch

Kurländer Palais wird zum Testzentrum

Dresden. Vieles hat das 1728 für den Grafen Wackerbarth gebaute Palais schon erlebt - dass hier einmal ein Testzentrum für ein pandemisches Virus entsteht hatte sicher niemand auf dem Plan.

Ab morgen (20. März) wird das Kurländer Palais zum Testzentrum. Getestet wird hier durch das Chemnitzer Unternehmen Team Feel Good BE.SAFE Test GmbH, hinter der u.a. Andreas Bretschneider steht, Sachsens erfolgreichster Turner seit der Wende. Nach ihm ist sogar das aktuell im Turnsport schwierigste Element benannt - ein Doppelsalto mit zweifacher Längsdrehung über die Reckstange. Bei den Olympischen Spielen in Tokio will Brettschneider ein letztes Mal starten und natürlich mit einer Medaille nach Hause kommen.

Keine leeren Hallen

Weil der 31-Jährige seine letzten Wettkämpfe gern vor Publikum und nicht in leeren Hallen bestreiten möchte hat er sich viele Gedanken gemacht, wie das gehen könnte: Menschen, die gesund sind, ohne Infektionsrisiko bei Veranstaltungen wieder zusammen zu bringen. Und dabei ist der Soldat der Sportförderung auf die Idee mit dem Testzentrum, verbunden mit einer App, gekommen.

Be.Safe und GreenZones

Zurück zum Kurländer Palais, das eigentlich leer steht und von Gastronom Gerd Kastenmeier nur noch gelegentlich als Eventlocation betrieben wird. Wo früher gegessen und getrunken wurde, sind jetzt drei Teststrecken zu finden. Hier werden ab morgen Antigen-Schnelltests gemacht. Einer pro Woche ist kostenfrei, für jeden weiteren zahlt man 20 Euro. Das Testergebnis wird sofort ermittelt und kann in einer neuen App "Be.Safe" gespeichert werden. Über diese App sind das jeweilige Testzentrum, die getestete Person und sogenannte Green Zones (das können Restaurants, Händler, Kultureinrichtungen sein), verbunden. "Das heißt, wer negativ getestet ist und das mit der App nachweist, kann innerhallb von 24 Stunden die teilnehmenden Einrichtungen besuchen und sich absolut sicher sein, dass sich dort nur gesunde Menschen aufhalten", erklärt Andreas Brettschneider. 

Wissenschaftlich begleitet

Gerd Kastenmeier verknüpft mit dem System Be.Safe die Hoffnung, dass er in seinem Lokal dann wieder Gäste empfangen kann, die sich ohne Abstandswahrung und Spuckschutz wie früher im Restaurant bewegen können. "Wir wollen die Machbarkeit mit wissenschaftlicher Begleitung im Rahmen einer Studie untersuchen", sagt Kastenmeier. Seine Mitarbeiter lässt der Gastronom übrigens täglich testen. "Nur so bewegen sich dann wirklich alle, also Gäste und unser Personal, in einer sicheren Zone. Ich hoffe, viele Restaurants, Händler und Kultureinrichtungen machen bei Be.Safe mit."

Das Testzentrum im Kurländer Palais hat Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 18  Uhr geöffnet.

 

 

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Radebeulerin um 20.000 Euro betrogen

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