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Kommt das Pflegewohngeld?

Dresden. Gesundheitsministerin Klepsch stellt Paket für die Pflege vor

Mit einem umfassenden Pflegepaket will Gesundheitsministerin Barbara Klepsch die Pflege in Sachsen verbessern. Das Pflegepaket sieht insgesamt zehn Kernpunkte vor. So sollen u.a. die Eigenanteile der Pflegebedürftigen an den Investitionskosten begrenzt und Investitionen in der ambulanten und stationären Pflege gefördert werden. Sachsen will dazu in Abstimmung mit dem Bund ein Pflegewohngeld einführen.

Mit dem Paket sollen die Pflegekräfte deutlich gestärkt werden. Das Gesundheitsministerium will dafür kräftig Geld in die Hand nehmen. So soll der Sächsische Pflegerat finanziell gefördert werden,  dafür wird der Aufbau einer Geschäftsstelle unterstützt. Weiterhin wird das Gesundheitsministerium den Führerscheinerwerb für Auszubildende und Pflegekräfte in der ambulanten Pflege finanziell fördern und zudem die rechtlichen Voraussetzungen für die Kommunen schaffen, um Parkerleichterungen für ambulante Pflegedienste zu ermöglichen. Für pflegendeAngehörige soll ein Landesnetzwerk aufgebaut werden. Der Freistaat setzt sich außderdem intensiv für einen einheitlichen Tarifvertrag aller Pflegekräfte beim Bund ein. Um die gesellschaftsliche Bedeutung von Pflegeberufen zu erhöhen, wird das Gesundheitsministerium gemeinsam mit Pflegeschülern eine Imagekampagne starten.

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Sachsen lag 2017 bei 204.000, Tendenz steigend. Ende 2017 waren 68.085 Pflegekräfte bei 1.121 Pflegediensten und in 970 Pflegeheimen beschäftigt.

WochenKurier und Agentur OVWA veranstalten am 31.8./1.9. die  4. Dresdner Pflegemesse.

Aussteller-Anmeldungen unter: ulrikemueller@dwk-verlag.de

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