Thomas Schmidt

Jetzt drin bleiben – und dann mehr

Schmidtis ZEITLUPE

Dresden. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

Es ist vollbracht! Dynamo Dresden schaffte als erster Drittligist zum dritten Mal nach 2011 und 2016 den Zweitliga-Aufstieg (den ersten gab‘s 2004 noch als Regionalligist). Die Vorfreude ist riesig, denn das Fußball-Unterhaus hat in der kommenden Saison mehr als nur einen Hauch von deutscher Elite-Liga: Schalke, HSV, St. Pauli, Düsseldorf, Hannover, Nürnberg, vielleicht auch Bremen und Köln – alles große Namen. Dazu die alten Ost-Rivalen Aue und Rostock – das wird schön!

Doch wer so oft aufgestiegen ist, muss folgerichtig auch vorher wieder abgestiegen sein. Deshalb sollte der Dreier-Rekord durch die Schwarz-Gelben nicht höher geschraubt werden: Drin bleiben heißt erst  einmal die Devise.

Und mittelfristig? Wenn Klubs wie aktuell Bochum, Kiel und Fürth in die 1. Bundesliga aufsteigen und  sich dort Mannschaften wie Union Berlin, Augsburg und Mainz halten, kann das Fußball-Oberhaus nur das Ziel der Dresdner sein.

Ein weiteres: Talente wie Ransford Königsdorfer und Kevin Ehlers, die sich steil nach oben entwickelt  haben, müssen gehalten werden. Nicht nur mit Geld, sondern vor allem mit Überzeugungsarbeit: Geht euren Weg erst einmal in Dresden weiter! Wie der anders aussehen kann, zeigte sich am Beispiel  Marvin Stefaniak. Der wechselte als Youngster zu Bundesligist Wolfsburg, wurde von dort immer wieder verliehen, fasste aber nie richtig Fuß und muss jetzt wieder zum VW-Klub zurück, wo er noch einen  Vertrag bis 2022 hat, aber wohl nie in der Bundesliga spielen wird.

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