Thomas Schmidt/asl

Hoffen auf viele Infektionsgemeinschaften

Schmidtis ZEITLUPE

Dresden. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

Im Rennen um das Wort des Jahres 2020 bekommt »Hygienekonzept« Konkurrenz: »Infektionsgemeinschaft«. Die spielt im vom Gesundheitsamt akzeptierten Konzept von Dynamo  Dresden in Sachen Zuschauer eine entscheidende Rolle. Je mehr Infektionsgemeinschaften von bis zu zehn Personen Tickets im Vorverkauf erwerben, desto größer wird die Zuschauer-Gesamtzahl im DFB-Pokal-Hit gegen den Hamburger SV am 14. September und auch in den folgenden Drittliga-Heimspielen.

Kaufen viele Einzelpersonen Eintrittskarten, dürfen weniger Leute ins Rudolf-Harbig-Stadion. Denn um den Mindestabstand von 1,5 Meter zu gewährleisten, werden Pufferzonen geschaffen, die aus nicht besetzten Plätzen bestehen. Die sind bei einer Person genauso groß wie die um eine Infektionsgemeinschaft. Zu denen zählen nicht nur in einem Haushalt lebende Personen, sondern beispielsweise auch der enge Freundeskreis, Arbeitskollegen oder Fahrgemeinschaften. Klingt logisch: Wer im Kleinbus nach Dresden kommt, muss im Stadion nicht verstreut auseinandersitzen, um sich nicht gegenseitig anzustecken.

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski »kann es noch gar nicht fassen, dass uns die Fans unterstützen dürfen«. Die Vorfreude bei ihm und seiner Mannschaft auf die neue Saison ist riesig. Gewappnet scheint sie zu sein: Nach etlichen Testspiel-Niederlagen gab es zuletzt Siege gegen die Zweitligisten Köge (5:1/
Dänemark) und Aue (1:0).

Podcast

Thema im aktuellen Podcast »Schmidtis Overtime«: Alles neu macht der Mai - Standards endlich wieder eine Dynamo-Waffe

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