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Geld schießt manchmal doch Tore

Schmidtis ZEITLUPE

Dresden. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

Geld schießt keine Tore. Dieser altbekannte Slogan wird immer mal wieder widerlegt. Zum Beispiel in der Bundesliga. Der Kader der Bayern ist laut dem Internetportal transfermarkt.de 829 Millionen Euro  wert – und die Münchner sind sowohl in dieser Geldrangliste als auch in der Tabelle Spitzenreiter.  Erfreulicherweise sieht es zwei Etagen tiefer genauso aus: Die 28 Dynamos werden mit insgesamt 8,7 Millionen taxiert. Zuletzt zwei 4:0-Siege und seit Wochen unbesiegt – die Schwarz-Gelben sind Drittliga-Krösus. Doch was bedeuten diese Marktwerte? Bei tatsächlichen Wechseln nicht viel. Solange ein Profi einen Vertrag hat, ist es Verhandlungssache zwischen den Vereinen, wieviel Ablöse fällig wird. Kevin Ehlers ist bei Dynamo mit einer Million Euro die Nummer 1, aber bis 2023 an die Dresdner gebunden. Fraglich, ob man ihn für seinen Marktwert ziehen lassen würde, denn das Talent wäre auch im Falle des Aufstiegs eine zuverlässige Größe in der Abwehr.

Überhaupt kein Anhaltspunkt sind die 400.000 Euro, auf die Ransford Yeboah Königsdörffer in den letzten Wochen geklettert ist. Der Dynamo-Vertrag des 19-Jährigen wurde zu für ihn besseren  Konditionen im Herbst verlängert und eine siebenstellige Ablösesumme festgeschrieben. Zu halten ist der schnelle Allrounder mit dieser Summe nicht in jedem Fall. Wenn die Bayern ihn unbedingt haben wollen, wären 5 Millionen Euro für sie nur Kleingeld – siehe oben. Für Dynamo wäre das mehr als die Hälfte des Marktwertes des gesamten Kaders – siehe ebenfalls oben.

Podcast

Im aktuellen Podcast  »Schmidtis Overtime«: Stimmen zu Dynamo, Eislöwen & Elbflorenz

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