gb

Fliegerbombe in Dresden: Nix geht mehr

Dresden. Am Dienstagnachmittag wurde in Löbtau eine Fliegerbombe gefunden. Das Gebiet wurde großräumig abgesperrt. Die Evakierungen dauern an. Auf den Straßen geht fast nichts mehr.

Die Einsatzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Entschärfung der Fliegerbombe in der Dresdner Friedrichstadt (Löbtauer Straße / Wernerstraße) dauern nach wie vor an. Der avisierte Zeitplan konnte aufgrund der zahlreichen Betroffenen nicht gehalten werden. Die Dresdner Polizei rechnet mit 8.700 Menschen, die evakuiert werden müssen, darunter auch ein Pflegeheim an der Wernerstraße mit insgesamt 230 Bewohnern. Für die Unterbringung der Menschen wurden Notunterkünfte in der Messe Dresden eingerichtet.

Am späten Dienstagnachmittag wurde bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe an der Löbtauer Straße Ecke Wernerstraße gefunden. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um eine 250 Kilogramm schweren Blindgänger englischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg, der vor Ort entschärft werden muss.

Aufgrund der großräumigen Sperrung kommt es im Dresdner Westen zu erheblichen Beeinträchtigungen im Straßen- und ÖPNV-Verkehr. Staus gibt es u.a. auf der Coventrystraße, der Kesselsdorfer Straße, der Rudolf-Renner-Straße, der Hamburger Straße, der Schäferstraße sowie auf deren Nebenstraßen.

+++ UPDATE +++

Fliegerbombe gefunden – Evakuierung abgeschlossen

Die Einsatzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Entschärfung der Fliegerbombe in der Dresdner Friedrichstadt dauern an.

Zwischenzeitlich haben Einsatzkräfte die Räumung des Bereichs abgeschlossen (Stand 09.50 Uhr). Es kam zu keinen besonderen Vorkommnissen. Knapp 1.300 Bewohner wurden in der Ausweichunterkunft in der Messe Dresden aufgenommen.

Verzögerung gab es insbesondere bei der Räumung der beiden Seniorenheime und der geriatrischen Klinik.
 
Aktuell kontrolliert die Polizei nochmals den eingerichteten Sicherheitsbereich. Im Anschluss werden die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der Entschärfung der Bombe beginnen.

Auch während der Entschärfung sind die Straßen rund um den Evakuierungsgebiet für den Fahrverkehr gesperrt. Gleichzeitig muss der Bahnverkehr in diesem Bereich unterbrochen werden. (ml/sg)

+++ UPDATE +++

Entschärfung der Fliegerbombe musste unterbrochen werden. Nach Einschätzung der Experten ist die Detonationsgefahr höher als erwartet. Alle Absperrungen bleiben bestehen. Entschärfung dauert vermutlich bis zum Abend.

Die Fliegerbombe hat nun auch Auswirkungen auf den Flugverkehr. Derzeit werden Maschinen nach Leipzig umgeleitet. Weitere Infos dazu >>HIER<<

+++ UPDATE +++

Fliegerbombe gefunden – Entschärfung unterbrochen

Die Entschärfung der Fliegerbombe, die gestern Nachmittag an der Löbtauer Straße Ecke Wernerstraße gefunden wurde, musste unterbrochen werden.

Laut den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes wurde der Zünder bereits teilweise hineingedrückt und ist somit nicht mehr frei zugänglich. Bei einer Bewegung des Zünders oder der Bombe ist eine Detonation wahrscheinlich.

Es wird einen weiteren Versuch geben, den Zünder mit Hilfe einer geeigneten Vorrichtung aus der Ferne herauszulösen. Da die Gefahr einer Umsetzung der Bombe in diesem Zusammenhang relativ groß ist, müssen zunächst die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden. Dazu wird um die Bombe herum ein Schutzwall aus Dämmmaterial errichtet. Weiterhin sollen verschieden Gebäude und Einrichtungen auf ähnliche Weise geschützt werden. Diese Maßnahmen werden mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Alle Evakuierungsmaßnahmen sowie Straßensperrungen werden damit auf unbestimmte Zeit verlängert. (sg)

+++ UPDATE +++

Laut der Polizei Sachsen wird derzeit Dämmmaterial (Betonblöcke, Papierballen und mit Sand gefüllte Bigpacks) angeliefert um das Umfeld für den Fall einer Detonation so gut wie möglich zu schützen. Der Sperrkreis bleibt weiterhin unverändert erhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Mit "Ophelia" zum Sieg in Taiwan

Dresden. Die Dresdner Malerin und Grafikerin Tina Wohlfarth (40) gewann den 1. Preis der »International Biennial Print Exhibit: 2018 ROC« des renommierten National Taiwan Museum of Fine Arts. Das Museum ist eines der wichtigsten Museen Asiens und hatte den Grafikwettbewerb weltweit ausgeschrieben. Insgesamt bewarben sich rund 1.500 Künstler mit ihren Arbeiten.Eine Jury ließ 40 Künstler aus 25 Ländern zur Endauswahl zu, aus deren Reihe dann die Sieger hervorgingen. In die Endauswahl schafften es u.a. Künstler aus Nepal, Südkorea, Albanien, Iran, Bolivien, Russland und Hong Kong. Mit ihrer Arbeit »Ophelia IV/2«, einer Kombination aus Mezzotinto und Papierschnitt, schaffte es Tina Wohlfarth überraschend auf Platz ein. Denn im druckgrafischen Bereich sind traditionell asiatische Länder sehr stark, hier hat diese Kunsttechnik auch einen hohen Stellenwert. Umso bemerkenswerter ist der Erfolg von Tina Wohlfarth – vor allem angesichts dieser exklusiven Konkurrenz aus Asien. Geboren in Saalfeld, Studium in Dresden Tina Wohlfarth wurde 1978 in Saalfeld geboren, lebt und arbeitet in Dresden. Nach einem Studium der Kunstpädagogik in Erfurt studierte sie Malerei und Grafik an der HfBK in Dresden, nach dem Diplom folgte ein Meisterstudium bei den Professoren Elke Hopfe und Martin Hohnert. Ein Reisestipendium der Stadt Dresden führt die Künstlerin 2012 nach Cleveland/USA.Die Dresdner Malerin und Grafikerin Tina Wohlfarth (40) gewann den 1. Preis der »International Biennial Print Exhibit: 2018 ROC« des renommierten National Taiwan Museum of Fine Arts. Das Museum ist eines der wichtigsten Museen Asiens und hatte den…

weiterlesen