Carola Pönisch

Erste E-Bus made in Germany zum Test in Dresden

Bevor der Citaro E-CELL, der erste in Deutschland hergestellte Bus vom Band läuft, muss er sich drei Tage lang (bis 13. Dezember) einem Test der Dresdner Verkehrsbetriebe stellen und seine Einsatztauglichkeit beweisen. Dass die Mercedes-Benz-Tochter EvoBus aus Mannheim ihren E-Bus den hiesigen Experten so frühzeitig bereitstellte, hat vor allem mit deren langjährigen Erfahrungen und hoher Kompetenz beim Thema Elektromobilität zu tun.

Der Citaro E-CELL, der erst im September Weltpremiere feierte, kam per Tieflader nach Dresden. Er hat eine elektrisch angetriebene Achse mit zwei wassergekühlten Motoren, die eine Spitzenleistung von je 125 Kilowatt bei einem Drehmoment von je 11.000 Newtonmeter am Rad bieten. Die Stromversorgung erfolgt über sechs bis zehn Lithium-Ionen-Batteriemodule mit einem Gesamtenergiegehalt von bis zu 243 Kilowattstunden. Voll geladen, soll der elektrische Citaro im Sommer eine Strecke von  150 bis über 200 Kilometer schaffen. Je nach Ausstattung bietet erbis zu 29 Sitzplätze und maximal 56 Stehplätze.

Die Wissenschaftler des Lehrstuhls Fahrzeugmechatronik an der TU Dresden, die an den Testfahrten teilnahmen, konnten Messdaten zum Energieverbrauch und Ladezustand der Batterie sammeln. Die Daten werden nun sorgfältig ausgewertet.

In Dresden könnte der Citaro E-CELL zunächst auf den DVB-Linien 74, 81 und 90 eingesetzt werden. »Für stark frequentierte Linien wie die 62 oder der ab Sommer 2019 geplanten Verknüpfung von 75 und 94 benötigen wir aber nicht nur Standardbusse, sondern vor allem Gelenkbusse mit größerer Fahrgastkapazität«, sagt DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach. »Wir werden die Entwicklung der E-Busse aufmerksam verfolgen.«

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DSC: Karriereende für Lars Hamann

Dresden. Speerwerfer Lars Hamann vom Dresdner SC gibt mit sofortiger Wirkung sein Karriereende bekannt. „Seit Anfang 2017 haben mich immer wiederkehrende Ellenbogenbeschwerden geplagt, weshalb ich mich auch einer Operation unterziehen musste. Auch 2018, als ich im Wiederaufbau begriffen war, machte mir die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Eine Bandverletzung am rechten Sprunggelenk führte zu einem Saisonabbruch. Als ich für die Saison 2019 das Speerwurftraining wieder aufgenommen habe, kam es erneut zu Ellenbogenbeschwerden. Die ärztliche Diagnose ergab, dass die Schäden im Gelenk eine sportliche Laufbahn auf diesem Niveau nicht mehr zulassen", erklärt der 29-Jährige. „Ich hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfen und habe mich mit viel Energie zurückgekämpft – am Ende konnte ich dann doch nicht die erwarteten Zielstellungen erfüllen. Es ist für mich Zeit, neue Ziele zu verfolgen." Lars Hamann wurde in Meißen geboren und machte seine ersten Speerwurf-Versuche beim DSC vor 17 Jahren. Seit 2003 startete er für den Verein. Der Schützling von Katharina Wünsche und Steffen Krüger wurde 2010 Deutscher Juniorenmeister und gewann dreimal Bronze bei den Deutschen Meisterschaften. Er nahm 2013 und 2015 an den Weltmeisterschaften teil ebenso wie an den Europameisterschaften 2016. 2016 scheiterte er aufgrund der starken innerdeutschen Konkurrenz knapp am Ziel Olympia. 2017 erreichte er mit 86,71 seine persönliche Bestleistung und knackte damit auch die Norm für die Weltmeisterschaften. Damit erzielte er bundesweit jedoch erneut nur die viertbeste Weite und musste zuhause bleiben. „Mit seinem Engagement und den Erfolgen trug er dazu bei, dass sich eine starke Speerwurfgruppe beim DSC gebildet hat. In der Trainingsgruppe unter Leitung von Frau Wünsche und Herrn Krüger trainieren zurzeit 13 Sportler. Dabei ist mit Paul Schlenker in der U18 ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent gereift. Gleiches trifft für die Hammerwerferin Lilly Lützner zu", sagte Abteilungsleiter Gerd Töpfer. Lars Hamann arbeitet als Polizist in Dresden und hat ein Kind. Der Dresdner SC bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei Lars Hamann für die zahlreichen gemeinsamen Jahre und die Treue, die Lars Hamann dem Verein entgegengebracht hat. Speerwerfer Lars Hamann vom Dresdner SC gibt mit sofortiger Wirkung sein Karriereende bekannt. „Seit Anfang 2017 haben mich immer wiederkehrende Ellenbogenbeschwerden geplagt, weshalb ich mich auch einer Operation unterziehen musste. Auch 2018, als…

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