Grit Büttner

Einwurf

Dresden. WochenKurier-Kolumne von Gert Zimmermann

Das ist also das Mondjahr 2013. Begrüßt wurde es auf der ganzen Welt mit Böllern und mit Pyrotechnik. Es hat Glück, das Mondjahr, dass der DFB zu spät mitbekam, was da überall abging. Sonst wäre es ein Geister-Mondjahr geworden. Nur die Wissenschaftler hätten über Auf- und Untergang berichten dürfen. Aber es wird ja bekanntlich alles besser für den bundesdeutschen Fußball. Dynamo guckt sozusagen in den Mond. Zwar ist noch eine Verhandlung offen, aber den DFB-Pokal gegen zwei Geisterspiele einzutauschen, ist wahrscheinlich auch nicht das Allheilmittel.

Aber wir wollen doch nicht gleich am ersten Arbeitstag im Mondjahr schmutzige Wäsche waschen. Freuen darf sich jedenfalls der Innenminister von Niedersachsen. Der sieht doch in diesem Jahr keine Gesichter aus Dresden, die er so in dieser Form noch nie erlebt hatte. Wenn es der gute Mann schon nötig hat, mit unserem Aussehen Punkte für sein Wahlergebnis zu sammeln, gute Nacht. Wir sehen ja ein, dass aus Hannover nur feine Leute kommen. Aber Einhalt, wir lassen uns doch nicht nachsagen, dass wir jetzt in Sachsen anfangen zu wulffen.

Themenwechsel: Die Basketballfreunde sind inzwischen ja auch ins Gerede gekommen. In Bayreuth. Dort, wo sonst dank Dresdner Hilfe des Weltverbesserers Richard Wagner die berühmten Festspiele stattfinden, werden inzwischen Klatschpappen für das Publikum ausgeteilt. Und diese wurden nicht etwa für den Beifall verwendet, sondern auf eine Schiedsrichterin aus Rostock gefeuert. Die war so erschrocken, dass sie gleich zwei Blöcke in der Halle räumen ließ. Was lernen wir aus dieser unglaublichen Geschichte? Schuld daran hat der Fußball, weil er sich kurz vor Weihnachten in die Winterpause verzog.

Doch schon am dritten Tag des Mondjahres begrüßt der Wiener Kapellmeister Peter Pacult seine Schützlinge in Elbflorenz und wird ihnen den Marsch blasen. Und zwar den berühmten Radetzky-Marsch. Er soll das Markenzeichen der Dynamos für dieses Jahr werden. Und nicht nur für die Fußballer, auch für die Eislöwen, die Volleyballteams der Männer und Frauen, die Handballer, die Basketballspieler nicht vergessen. Eigentlich sollten alle Dresdner Sportler immer die schmissige Melodie summen, wenn es darum geht, Siege anzupeilen. Meinetwegen statt der Tritsch-Tratsch-Polka.

Ein Feuerwerk an Erfolgen für die Seele. Das ist mein Neujahrswunsch.

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